RECS-Zertifikate bedeuten Etikettenschwindel im großen Stil, bei dem meist schon längst abgeschriebene Wasserkraftwerke Ökostrom für die marktübliche Kilowatt-Stunde plus einem lausigen Zertifikatszuschlag (ein Viertel Cent wäre viel) verhöckern können, während sich der durch den Tauschhandel schmutzig gewordene Strom am konventionellen Markt behaupten muss. Vom "Mehrgewinn" sind kaum Neuinvestitionen in erneuerbare Energien möglich, weswegen dieses System einzig und allein den großen Strom-Oligopolisten und der Pflege ihres Pseudo-Öko-Images dient. Das ist der unumstrittene Teil der Diskussion. Bei der Atomkraft und den damit verbundenen Aspekten Ökologie (Uranabbau, Endlager) und Sicherheit (Brunsbüttel & Freunde lassen grüßen) existiert deutlich mehr Gesprächsbedarf; woher manche meiner Vorredner den günstigen Atomstrom beziehen, würde ich zudem gerne mal wissen -- zumindest meiner steigt preislich losgelöst von jeglichem Markt seit Jahren. Die Zukunft gehört nicht den herrschenden Strom- und Netzanbietern, sondern dezentralen Strukturen. Der Paradigmenwechsel kann sich momentan nur über ökologische Alternativen vollziehen; und muss das auch, weil die Regulatoren seit der Marktliberalisierung auf ganzer Linie versagt haben.
Problem der RECS-Zertifikate: Der Strom wird im Hier und Jetzt mit dem Etikett versehen und der Verbraucher damit geködert. In der Folgeperide wird das Zertfikat nicht verlängert, aber der gutgläubige Kunde ist durch vertragliche Bindung "gefangen", bzw kümmert sich nicht mehr um die aktuelle Zertifizierung. ... und überhaupt: Gibt es hier wiklich jemand, der sich einen Trabbi kauft und einen Mercedesstern draufklebt und dann glaubt er ist am Ziel seiner Wünsche angekommen? Gratulation! Zu Ernst-Markfried Kraatz (Affentheater): Wahrscheinlich lassen Sie auch fünfjährige Jungens alleine in einem Heuschober mit Streichhölzern und Feuerwerkskörpern spielen und verweisen darauf, dass man den verantwortungsbewußten Umgang mit diesen Elementen gar nicht früh genug lernen kann ... und jeder Mahner wird als "Spinner" abgekanzelt. Wie meinte Einstein: "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit; nur bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher!"
Strom aus Kernenergie, das ist wahrer Ökostrom, weil er umweltfreundlich, sicher und zudem preiswert ist. Strom aus Kernenergie könnte deshalb den Industriestandort Deutschland sichern und damit die Zukunft kommender Generationen. Aber Deutschland läuft ja lieber Ökospinnern hinterher. Ernst-Markfried Kraatz
Wieso soll der Wasserkraftwerkbetreiber das Zertifikat verkaufen, wenn die Nachfrage nach Ökostrom hoch ist?? Weil die anderen Anbieter bereit sind dafür zu zahlen und er zusätzlich Geld durch den Verkauf von "normalem" Strom machen kann. Ökostrom = 20 Cent Zertifikat + normaler Strom = 2 +19 = 21 Cent (z.Bsp.) Die Zahl der Zertifkate ist limitert. Der Preis kann also nicht fallen, wenn es eine Nachfrage danach gibt. Und das Atomkraft wird ja gewiss nur die Leistung kaufen können, die das Windrad auch produzieren kann. Wie sich die Preise für den Strom ergeben ist eine ganzg andere Geschichte. Obiges ist nur Teil der Rechnung. Der Artikel gibt auch keine Referenz zu welchen Preisen die Zertifkate gehandelt werden. Außerdem ist der Handel sinnvoll. Wenn in manchen Gegenden von Bayern 70% durch Wasser produziert wird, kann es keine Abnehmer geben. Kann er sie nicht verkaufen, sind die Zertifikate wertlos. Ich glaube Sie mischen Ihre Kenntnis von ETS und den Zertifkaten in einen Topf. Der Preis bei CO2 fällt, weil es zu viele Zertifikate gibt. Auf obigem Feld scheint die Sache anders aus zu sehen. Zum Grünwaschen: Das sind markt-regulierende Elemente und nicht wie mein Vorposter schreibt staatliche…nur will das keiner kapieren…
Als ob "atomfrei" etwas mit öko zu tun hätte. Kohle ist auch "atomfrei" aber nicht öko, da klimaschädlich. Die ganze "antiatom"-Clique ist so abgedreht mit ihrer antiquierten Phobie, daß sie gar nicht merkt, wie ihr die Zeit davonläuft. Alle Welt mit Windenergie zu versorgen ist wie der Öko-Gärtner, dessen Anbau nur deshalb funktioniert, weil die Nachbarn ihm das Ungeziefer und Unkraut (Entschuldigung, Beikräuter) fernhalten. Geld für Luxusstrom haben nur die verbeamteten oder sonstwie gutbezahlten Edelgrünen. Das Notstromaggregat, um der Tiefkühltruhe oder der Heizung über die Stromlücke hinwegzuhelfen, kann sich auch nur der Wohlhabende leisten. Die Masse ist aber davon abhängig, daß wir alle in D, einschließlich der gesamten Industrie, wettbewerbsfähig sind. Verdient die Industrie kein Geld, verdient die Bevölkerung auch nichts, kann sich also auch keinen superteuren Strom leisten. Also nicht erst "Atom"-Kraftwerke abschalten, sondern erst Kraftwerke aus "erneuerbaren" bauen, dann Kohle ersetzen, sofern möglich, und dann erst "Atom"-Kraftwerke abschalten. Alles andere ist ziemlich abwegig.
Öko-, Natur-, Nachhaltigkeits- und sonstiger steuersubventioniert ermöglichter Blödsinn zur Bedienung irgendwelcher gerade mal auf der Straße aufgesammelter Klientel mit flachsinniger Medienbegleitung zeugt - wie übrigends schon seit Jahrhunderten - immer den gleichen widersprüchlichen Schwachsinn. Wer - zum Teufel - hat dem Menschen nur dieses ewig resistente Dämlichkeitsgen eingepflanzt. Auch hier - und das gilt paradoxerweise beidseitig - stirbt die Hoffnung zuletzt.