
Sie schreiben, man würde nicht reich durch Anleihen. Sicherlich kennen Sie Kostolany. Der hatte zwei Quellen seines Reichtums: Bücher und Anleihen des deutschen Reiches, die er 1945 kaufte und später mit mehreren Hundert Prozent Rendite zurückgezahlt bekam. (man muss nur seine Bücher lesen) __Ich meine sehr wohl, dass ein Vermögensberater, der Geld erhalten will, mir erklären können muss, was 100 USD aus dem Jahre 1886 heute noch wert ist. Oder anders gesagt: Was konnte ich mir 1886 für 100 USD kaufen? Wie viel Liter Milch? kg Brot? Liter Benzin? Und was kann ich mir heute für 100 USD kaufen? Daraus kann ich die Inflation für die Zeit berechnen. Wenn ich diese im Vergleich zum Dow setze, kann ich erkennen, ob sich Aktien gelohnt haben oder nicht... Alles andere ich zyklisches Verkaufen von wertlosen Papier an ahnunglose Menschen. Seien es Tulpen, South Sea-Aktien, Neuer-Markt-Müll, Hegde-Fonds oder wie auch immer die Finanz-Mode-Wellen heißen. Von jemanden, der Geld haben möchte, erwarte ich Substanz (LANGFRISTIGE Analysen). Ich wäre übrigens ein Kunde, der REICH WERDEN möchte - bisher hat mich noch KEIN Berater von seinen fachlichen Qualitäten überzeugen können. Und 1929 ist keine Ausnahme, da es sich jederzeit wiederholen kann.

Transparenz ist das Gebot der Stunde - es wurde auch langsam Zeit! Beispielsweise hat mein Schwiegervater 100.000 EUR in einen Aktien-Fond angelegt, es aber vorher nicht mit mir abgesprochen. (leider!) Er zahlte 2,5 % (also ca. 2500 EUR) Ausgabeaufschlag und erzählte es mir Weihnachten ganz stolz. Er hätte ja - so schlau wie er war - 2.500 EUR gespart! Den gleichen Fond hätte es woanders für NULL EURO Ausgabeaufschlag gegen und er hätte 5000 EUR gespart. Von den Verwaltungsgebühren bekommen die Vermittler auch Provisionen. Was ist an 5000 EUR "volumenabhängige Courtage in jeder Hinsicht objektiv und angemessen"?! Wissen (über die Provisionen) ist eben Macht (der Anleger). Bezüglich der Honorarevergütung von Beratern sehe ich es genauso. Der Preis für Transparenz ist ein Honorar für den Berater. Wenn dieser dann trotzdem kick-back-Provisionen kassiert und dies verschweigt, gehört er an den Internet-Pranger! Ich denke, wenn jemand 100.000 EUR in Aktien oder in eine Wohnung anlegt, sollte er einen Sachverständigen konsultieren und diesen entlohnen.

Die Diskussion führt an der Realität vorbei. Tatsache ist, das ein Berater, der seine Kunden in allen finanziellen Fragen berät, für seine Arbeit entlohnt werden muss! Die Alternative zu der Bezahlung auf Courtage-Basis ist die Honorarberatung. Hier gibt es erste Ansätze, zukünftig ein Entlohnung auf dieser Basis zu etablieren. Die Realität sieht aktuell noch anders aus. Der Kunde bzw.der Verbraucher ist noch nicht soweit, dass er für eine zweistündige Beratung eine angemessenes Honorar bezahlen möchte. (150-250 EUR) Was für eine juristische Beratung beim Anwalt und für den Arztbesuch alltäglich und selbstverständlich ist, muss der Finanzberater mit Argumenten hinterlegen. In naher Zukunft werden die Verbraucher umdenken und diese für beide Seiten vorteilhafte Entlohnung akzeptieren. Bis dahin ist die Bezahlung durch eine volumenabhängige Courtage in jeder Hinsicht objektiv und angemessen. Heinrich

@Bienbeck (Mbula): Ich danke Ihnen für den Vergleich. Honorarberater (HONOR von EHRE!) sind aus meiner Sicht sicher eine Alternative zu den honorarlosen Beratern. Tatsächlich höre ich mir die Meinung meines Arztes an und mache mich aber selbst auch kundig. Das selbe gilt für den RA. Die Statik lasse ich von meinem Vetter berechnen und rechne selber nochmal nach.... Beim Herrn Hißl habe ich das Gefühl, dass er Versicherungsvertreter sei. Er verteidigt die LV einfach zu sehr. ___Sie scheinen sich in Gelddingen sehr gut auszukennen, da hätte ich ein paar Fragen, Herr Bienbeck: 1) Wie hoch die ist geomatrische Rendite des DAX? (a) seit 1987 (b) seit 1950? 2) Wie hoch ist die gemotrische Rendite des DOW seit 1886? 3) Was sind 100 USD aus dem Jahr 1886 heute noch wert? 4) Wie hoch ist die geometrische Rendite des DOW zwischen 1929 und 1939? 5) Wie hoch ist die tatsächliche Rendite von LV? 6) Haben Sie schon von irgendjemanden gehört, der durch MLP oder mit LV reich geworden ist? 7) Ich hätte es wirklich gerne, wenn Sie tatsächlich auf meine Fragen antworten würden, denn es sind keine rhethorischen Fragen. Das sind die Fragen, die einen die "wirtschaftlichen Zusammenhönge" erkennen lassen. Ich bin auf Ihre Antworten gespannt...

...es gibt z.B. geringfügig beschäftigte Studenten, denen man es schmackhaft machen kann, ihre eigene Förderungsfähigkeit durch Verzicht auf die Versicherungsfreiheit und die Aufstockung des Arbeitgeberbeitrags herbeizuführen.

...Ihre Aussage war, jeder sollte einen Riestervertrag haben. Das stimmt nicht, eben das habe ich klargestellt und die Problematik hinsichtlich derartiger Verträge für Studenten herausgestellt. Woher Sie wissen, was alle MLP-Berater so machen oder nicht, ist mir unklar.

um MLP, auch wenn ich glaube, dass die Kritik zutreffend ist. In der BRD leben zehntausende bei Banken, Versicherungen und Vertrieben davon den Kunden glaubhaft zu machen, dass sie in seinem Wohle handeln. Der Gewinn liegt idR aber bei dem der Gebühren und Prämien kassiert. Wir Kundnen zahlen nur - dafür, dass wir uns nicht die Zeit nehemn uns zu informieren und mit Hilfe unseres gesunden Menschenverstandes das halbe Dutzend Versicherungen inkl. Vorsorgeprodukten auswählen das wir tatsächlich benötigen. Es gilt also nicht MLP, AWD, Banken und Versicherungen zu kritisieren, sondern uns selbst dafür, falls wir das mit uns machen lassen.

...ein Mitglied des Versorgungswerks der Rechtsanwälte wird, dann war es das mit der Riester-Förderung, Herr Hilß. Da gibt es meines Wissens keinen Riester-Steuereffekt mehr. Schon blöd, wenn der Student da bereits einige Jahre eingezahlt hat, die Rentabilität ist nämlich dahin. Aber der Berater, der seine Provision innerhalb der ersten Jahre abhängig von der Höhe der ursprünglich anvisierten Gesamtzahlungen erhält, dürfte dann ja bereits glücklich sein.

bahnbrechenden Neuigkeiten... Die Idee der unabhängigen Beratung ist gut, die Umsetzung auf der Basis der "provisionslastigsten" Produkte leider komplett fehlgeschlagen.

Einer der Mitkommentatoren hat sinngemäß geschrieben: "Wer also 12 Jahre Horizont hatte, war in einem Lebensversicherungsprodukt ganz gut aufgehoben." Etwas nur aus steuerlichen Gründen zu machen ist Schwachsinn. Diese ewigen Steuervermeidungsstrategien sind letztendlich Unsinn, weil man eben statt dem Staat der versicherung das Geld gibt. Das Geld ist auf jeden Fall weg. ____Bei LV kommt es immer auf den Sparanteil an, nur dieser wird mit dem Garantiezins verzinst. Momentan beträgt der Sparanteil im Durchschnitt ca. 75%. Zahle ich 100 EUR monatlich ein, bleiben nur 75 EUR als Sparanteil übrig. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat mal behauptet, Lebensversicherungen seien "legaler Betrug". Obwohl die Lebensversicherer dagegen geklagt haben, hat die Verbraucherzentrale den Prozess gewonnen. Was nützen mir 2,5% auf 75%. Da habe ich lieber 4% auf 100% und zahle davon (falls über 801 EUR) meine 25% Abgeltungssteuer. Einfach mal Taschenrechner zücken und nachrechnen. Das selbe gilt für Riester-Verträge, auch hier ist der Sparanteil nur 75%.... Ich habe mein Geld bei der Bundesfinanzagentur. AWD oder MLP - drei Buchstaben, aber nicht EINEN Cent wert!

..wie überall gibt es schlechte MLP-Berater und gute MLP Berater, gute Ärzte und schlechte Ärzte, Feierabendversicherungsvertreter oder Berater die das professionell tun, gute Zeitungsartikelschreiber oder schlechte (abhängige) Zeitungsartikelschreiber, gute Zeiten - schlechte Zeiten... Lieber Herr Scherff, lassen Sie sich doch selber einmal von den Leistungen eines MLP Beraters überzeugen oder holen Sie sich mehrere Meinungen davon ein. Es gibt viele Trittbrettfahrer die das MLP Konzept (gibt es seit Ü 35 Jahren) erfolglos kopieren bzw. kopiert haben, über die hier kein Wort berichtet wird. Ist das eine unabhängige Berichtserstattung??? Oder für wen oder was schreiben Sie? Die Menschen in unserem Land brauchen Orientierung, vor allem was das Thema Finanzen im Alter zu tun hat und keine weitere Verwirrung darüber, was die Politik uns allen antun möchte. Und wenn Sie sich in der Finanzwelt auskennen, dann müssten Sie auch wissen, das zum Beispiel AWD und MLP nicht konkurrieren, sondern sich komplementieren und zwar über ihre Zielgruppe. Und das keine Fondspolicen verkauft werden liegt daran, dass diese eben teuerer im Abschluss sind als eine klassiche LV (liegt aber nicht am Finanzvertrieb) anberaten werden sie von mir allemal...

und die Uni in Duisburg und sicher auch andere Hochschulen verdienen da kräftig mit, indem sie dem MLP Werbeflächen verkaufen und Hochschul-interne Büros vermieten!!!! Wie erkärt man sich denn sonst den hohen Akademikeranteil. Mag sein, dass der Studentenanteil am Gesamtanteil der Abschlüsse relativ niedrig ist. Darauf kommt es aber nicht an. Worauf es wirklich ankommt ist, dass bei den Studenten, die als junge Menschen noch nicht ausgereift und in vielerlei Hinsicht beinflussbar sind, der zündende Funke entsteht........

Der Ruf und die Vorgehensweise von MLP sind seit Jahren bekannt. Eine unabhängige Beratung ist auch nicht durch andere Anbieter bzw. Bank & Finanzinstitute gewährleistet. Die vertragsrechtliche Haftung sollte man hier erweitern. Das Problem ist meines Erachtens jedoch ein völlig anderes! Man(n) (Frau auch) kann nur falsch beraten werden, wenn man sich seiner "Selbstinformationspflicht" entzieht und zusätzlich (eklatante) Lücken im Bereich "Finanzen" aufweist. Treffen beide Punkte aufeinander, entsteht eine gefährliche Mischung. Fazit: Es sollte ein verpflichtendes Fach/Seminar wie etwa "Grundlagen und Umgang mit Finanzprodukten/Altervorsorge etc." für ALLE jungen Menschen Bestandteil der Schulausbildung/Lehre/Studium sein. Und solange dies nicht der Fall ist, hilft nur die schlichte Erkenntnis, sich intensiver und pflichtbewusster mit diesen Themen selber auseinanderzusetzen. Schließlich geht es um die eigene Vorsorge! Aufgrund eigener Erfahrung im Feundeskreis, kann ich mich jedoch auch nicht dem Eindruck verwehren, dass der nächste Urlaub oder die Anschaffung des nächsten Autos mit einer grösseren Akribie und Analyse geplant wird als die eigene finanzielle Absicherung und Vorsorge. Dann kann ich nur sagen: Auch selber schuld!

Was die einen als Zeichen für die hohe Qualität der Beratung erachten, belegt für andere eher die völlige Ahnungslosigkeit der berateten Personen. Aber diese auszunutzen ist Ihrer Ansicht nach ja kein Problem, sind diese doch selbst schuld. Haben ja selbst unterschrieben. Wenn die ernsthaft dachten, dass sie objektiv beraten wurden, kann denen sowieso keiner helfen. Und wenn so ein junger Student schön fleißig in eine LV einzahlt, fehlt ihm wenigstens die finanzielle Flexibilität um auf dumme Gedanken zu kommen. Die sollte in dieser Phase des Lebens aber gerade im Vordergrund stehen. Es gibt übrigens auch gute Gründe, weshalb nicht jeder Student einen Riestervertrag haben sollte, nicht alle werden in ihrem späteren Berufsleben nämlich noch die staatliche Förderung erhalten... Es muss vielmehr lauten: wer weiß, dass er dauerhaft in den Genuß der staatlichen Förderung kommen wird, der sollte einen Riestervertrag abschließen.

Sieh da, es hat sich immer noch nichts geändert. Provisionsgeile Drücker verkaufen unnütze Produkte. War während meines Studiums ('90-'96) so. Komisch, Deutsche informieren sich zu Tode, wenn sie eine elektronische Saftpresse kaufen wollen. Aber die größten Investitionen eines durchschnittlichen Angestelltenhaushaltes: Immobilie, Rente, KV wird immer noch von denen erledigt, die zufällig als erste vor der Haustür standen. Dann heißt es „mein Vermittler hat mir xxx empfohlen“. Um solche Dinge kümmert sich der Finanzvorstand eine Haushaltes gefälligst selbst. Für Finanzprodukte gilt: Jeder, der verkauft, lügt. Und sei es auch nur, weil er provisionsfreie, aber bessere Produkte verschweigt.

..hat mir nach dem MLP-Beratungsgespräch sofort den nötigen Abstand zu deren Produkten gegeben. Mir ging es dabei nur um die Vermögensverwaltung und die vollkommen überhöhten Gebühren waren durch absolut nichts zu rechtfertigen. Mein Hinweis auf soche unakzeptablen Bedingungen wurde ausschliesslich mit Fragen, ob man beim Beratungsgespräch etwas falsch gemacht hätte und in zukunft ändern könnte, begegnet. Das kam mir schon ziemlich weltfremd ja schon ein bisschen esoterisch vor. Kritische (!!) Zeitungslektüre scheint mir eine bessere Grundlage der finanziellen Lebensplanung als irgendein Berater mit versteckter Agenda. Ausserdem zeichne ich lieber selbst verantwortlich für meine finanziellen Entscheidungen, das macht die Freude über Gewinne viel genüsslicher und den Schmerz bei Verlusten erträglicher.

Die entscheidende Frage ist, ob durch einen Versicherungsintermediär (MLP) der Markt transparenter wird. Die Informationsasymmetrie liegt immer zum Schaden auf Seiten des Versicherungsnehmers. Genau bei diesem Akt der Überwindung der Informationsasymmetrie hilft (im Idealfall) die Versicherung oder der angesprochene MLP-Makler; hat dieser dem Versicherungsnehmer zuwiderlaufende Interessen, wird's mit der Argumentation zu Gunsten MLPs schwierig. Freundlichst, A.KE

Dieser Beitrag entspricht nicht dem Niveau der FAZ. Es gibt gute und weniger gute Redakteure. Es gibt gute und weniger gute Verkäufer. Eines haben Sie gemeinsam, mit ihrer Arbeit verdienen Sie ihre Brötchen. Wegen eines schlechten Beitrags kann ich nicht die FAZ oder gar die ganze Presse verurteilen und abwerten. Gleiches gilt für den Direktvertrieb, egal ob Versicherungen oder Telefonanschlüsse. So wie der Verkäufer von seiner Provision lebt, so lebt der Redakteur von seinem Zeilenhonorar! PS Die Riester ist für das Alter

Aus eigener Erfahrung kann ich den Bericht absolut bestätigen. Ich wollte bei MLP am Anfang erst einmal kleine Brötchen backen. Hatte Interesse an Sparanlagen für einen Zeitraum von ca. 7 bis 15 Jahren. Vollkommen am Bedarf vorbei wurden mir Lebensversicherungen verkauft, die für die genannte relativ kurze Laufzeit untauglich sind. Das war der erste grobe Fehler meines Beraters, leider folgte noch viele mehr. Der Berater versuchte, mir weitere Produkte zu verkaufen, selbstverständlich perfekt begründet. Allerdings versäumte er, meine finanziellen Verhältnisse (die Grundlage für jede Finanzplanung!) zu untersuchen. Auch nach 5 Jahren als Kunde hatte mein Berater noch immer keine Übersicht über meine bereits getätigte Altersvorsorge. Trotzdem versuchte er, noch weitere Produkte zu verkaufen. Dieser Berater war vollkommen unkritisch den eigenen Produkten gegenüber. Was mich jedoch am meisten erstaunte war die Tatsache, dass er mir einige Produkte verkaufte, die sich mit meinem Bedarf überhaupt nicht deckten. Die versprochene individuelle Beratung ist eine Farce und fand nie statt. Diese Leute werden durch Schulungen indoktriniert. MLP ist nach meinen langjährigen und leidvollen Erfahrungen eine Art Finaz-Sekte.

Niemand in Deutschland arbeitet umsonst. Wenn ich als Makler nichts verdiene, kann ich nichts bezahlen. Das jetzt die Provision des Gesamtvertrages (nicht die des Verkäufers, die ist geringer) ausgewiesen wird, ist OK. Wir erfahren ja auch beim Kauf eines VWs oder BMWs wie hoch der Gewinn ist. Natürlich ist das genau der Maßstab, der ein Produkt vergleichbar macht, oder etwa nicht? Deshalb muss ein Kunde zu einem Makler gehen. Weil der Preis nur ein Teil der Punkte ist, die wichtig sind. Nur beim Makler hat der Kunde die Chance, das er gut beraten wird. Ein Makler haftet voll für seine Beratungsleistung. Wer hier nur nach Provision verkauft, bekommt richtige Probleme und das zu Recht. Ob Fondsparpläne besser sind als fondgebundene Rentenversicherungen hängt von vielen Faktoren ab und ist im Einzelfall unterschiedlich zu beantworten. Auch ist die immer wieder getroffene Pauschalaussage, das Indexfonds alleine deshalb besser sind, weil sie meistens kostengünstiger sind noch kein Beleg dafür, ob sie auch besser abschneiden. Auch hier ist die Qualtität des Beraters entscheidend. Honorarberatung ist grundsätzlich eine gute Sache. Leider sind die Menschen zu bequem, diese Leistung auch wirklich zu honorieren. Machen nur Wohlhabende.

... ist dieser Artikel sicher nicht. Denn eines darf man nicht vergessen: die Lösungen, die MLP anbietet, passen eben auch nur für eine Klientel mit höherem Einkommen und entsprechender Steuerlast. Bei einem Grenzsteuersatz >40% bleibt halt von der Rendite eines Aktienfondssparplans nicht mehr so viel übrig; entsprechend hoch ist der Nutzen steuerlicher Gestaltung durch Riester etc. Zudem halte ich persönlich "ehemalige Berater", ohne Namensnennung, für recht zweifelhafte Refrenzen, die der gewohnten journalistischen Qualität der FAZ nicht gerecht erscheinen. Und - ja, viele MLPler würden gerne auf Honorar beraten. Dumm nur, daß sie dann ihre Kunden abgeben müßten, denn welcher junge Akademiker kann sich für Konzeptberatung, Aufstellung der Altersvorsorge, Geldanlageberatung (natürlich auch ohne Provision, aber die Honorar-Uhr läuft dann auch mit) leisten, ein vierstelliges Honorar zu bezahlen? Willkommen in der Realität. Wer Schmährufe auf Provosionierung veröffentlicht, sollte die Konsequenzen der Alternative kennen: Beratung nur noch für Wohlhabende.