Öffentliche Raumeroberung: Sand, Licht, Wasser, Orte und ihre Geschichte, das sind die Fixpunkte im Werk Israelis Dani Karavan. Der Berliner Gropius-Bau widmet ihm nun eine Retrospektive voller Überraschungen. Von Thomas Wagner
Robert Rauschenberg bereitete der Pop-Art den Weg, später mit John Cage der Medienkunst. Mit großer Geste hatte er die Welt ins Museum geholt, nun musste er sie verlassen: Er starb am Montag im Alter von 82 Jahren in Florida.
Fertig, wegputzen: Der Wiener Daueraktionist Hermann Nitsch betreibt seine blutrünstigen Schlachtspiele und deren Verwertung immer noch. Für manche sind sie zur Religion geworden. Eine Pilgerfahrt nach Prinzendorf. Von Oliver Jungen
Bildergalerie Er wird als architektonische Sensation gefeiert und als Symbol der Macht kritisiert: Ein Besuch auf der Baustelle des CCTV Towers in Peking - und bei denen, die ihn bauen. Von Niklas Maak, Peking
Bildergalerie Ferdinand Hodler gilt als Schweizer Nationalmaler, doch seine Kunst ist viel zu eigenständig, um patriotismustauglich zu sein. Das Kunstmuseum Bern zeigt nun eine große Retrospektive des Künstlers, der in seinen Werken die Welt entvölkerte. Von Peter Geimer, Bern
Das bayerische Landeskriminalamt hat einen Kunstschatz im Wert von über hundert Millionen Dollar beschlagnahmt. Die Eigentumsverhältnisse an den Kunstwerken aus den Maya-, Inka- und Aztekenreichen sind ebenso unklar wie die Frage, ob es sich um Raub oder Diebstahl handelt.
Der nächste Kunstskandal? Für eine Ausstellung der Yale University hat die Kunststudentin Aliza Shvarts angeblich ein Video gedreht, das mehrere ihrer Fehlgeburten zeigt. Sie habe sich dafür mehrfach künstlich befruchten lassen. Von Jordan Mejias, New York
Der Künstler Gregor Schneider will einen Menschen ausstellen, der eines natürlichen Todes stirbt oder gerade gestorben ist. Die Empörung über seine Absicht ist groß. Doch der Pater Friedhelm Mennekes SJ unterstützt Schneiders Projekt. Von Andreas Rossmann, Köln
Auf der Suche nach dem maximalen Tabubruch erklärte der Künstler Gregor Schneider seine ahnungslos Schlange stehenden Besucher selbst zum Kunstwerk. Es soll nicht sein letzter Streich gewesen sein. Jetzt sucht er nach einem Sterbenden, dessen Ableben er dokumentieren will. Von Peter Richter
Kurz bejubelt, viel gescholten: Bernard Buffet, einstiger Malerstar von Paris und König des Miserabilismus, gilt strengen Kunstkennern als Banause. Eine große Frankfurter Ausstellung erlaubt eine Neubewertung des Malers wider die Orthodoxie, meint Rose-Maria Gropp.
Wer etwas wissen will über den Alltag in den Straßen New Yorks in den dreißiger, vierziger Jahren, über das Leben in Wohnvierteln wie Brooklyn und der Bronx, kommt nicht umhin, das Werk Helen Levitts zu studieren. Jetzt zeigt Hannover ihre Fotografien. Von Freddy Langer
Jetzt ist es raus: Der Frankfurter Michael Neff will im einstigen Postbahnhof am Gleisdreieck in Berlin eine neue Messe für zeitgenössische Kunst etablieren. Im Gespräch mit FAZ.NET erklärt er sein neues Unternehmen. Von Swantje Karich
Die Schätze des Vatikans sind reicher, doch diesseits der Alpen sucht der Halberstadter Domschatz seinesgleichen. Dank eines neues Anbaus wird er jetzt wieder zugänglich. Er prunkt mit einer der größten Sammlung kirchlicher Textilien und den ältesten Kirchenteppichen der Welt. Von Robert von Lucius
Warum gibt es keine bedeutenden Künstlerinnen? Die amerikanische Kunsthistorikerin Linda Nochlin hatte in den siebziger Jahren als eine der ersten diese Frage gestellt. Im Gespräch erklärt sie, warum die Antwort darauf so schwer fällt.