Der Streit um die Rückgabe der Nofretete hat einen weiteren Höhepunkt erreicht. Ägypten fordert den Inbegriff altägyptischer Kunst zurück, den Deutschland sich unrechtmäßig angeeignet habe. Die Sache ist verzwickt, doch der Vorwurf bleibt ungerechtfertigt.
Das Städel Museum hat den Vertrag mit seinem Direktor Max Hollein bis 2015 verlängert. Hollein kann damit seine millionenschweren Erweiterungspläne auch zum Ende führen.
Früher litten Mittelalter und Renaissance an den düsteren Räumen des Victoria und Albert Museums in London. Sieben Jahre Sanierung stellen sie nun ins Helle - und machen Schluss mit der Vorstellung vom Mittelalter als den dunklen Jahrhunderten. Von Gina Thomas, London
Im Kreis der Surrealisten experimentierte man mit allen möglichen Formen der Fotografie und eröffnete damit dem Medium neue Möglichkeiten. Eine Ausstellung im Pariser Centre Pompidou versammelt eine eindrucksvolle Galerie von dabei entstandenen Bildern. Von Werner Spies
Alljährlich kehrt sie zum Tag, an dem ihre Eltern von Mitarbeitern des Informationsministeriums ermordet worden sind, nach Teheran zurück. Es wurde immer schwieriger. Jetzt wird die in Offenbach lebende Künstlerin Parastou Forouhar in Iran festgehalten. Von Andreas Maier
Die Kunst des Serviette-Faltens ist heute fast vollkommen in Vergessenheit geraten. Wie das Tuch bei königlichen Empfängen gebrochen wird, ist in manchen Ländern Staatsgeheimnis. Nur einer kann diese Geheimnisse heute noch lüften: Joan Sallas aus Freiburg. Von Daniel Birnbaum
Modefotograf werden ist eigentlich etwas Peinliches, dachte Juergen Teller früher. Inzwischen hat er seine Meinung geändert. In der Nürnberger Kunsthalle sind jetzt seine Arbeiten mit Kate Moss, Charlotte Rampling und vielen mehr zu sehen - ohne gelackten Wahn, ohne Selbstentblößung. Von Rose-Maria Gropp
Der Streit um Minarette in Westeuropa könnte sich entschärfen lassen, wenn Moscheen sich ihrer abendländischen Bau-Umwelt ebenso anpassen würden, wie dies Synagogen seit Jahrhunderten tun. Ein vergleichender Überblick. Von Dieter Bartetzko
Ein Künstler, dessen Werke die Vergänglichkeit aller Dinge veranschaulichen, ist am Montagabend mit dem angesehenen Turner Preis ausgezeichnet worden: Richard Wright, in London geboren, in Glasgow ansässig, zeigte sich verblüfft, als er die mit fünfundzwanzigtausend Pfund dotierte Ehrung entgegennahm. Von Gina Thomas
In der Restaurierungswerkstatt kommt ein vergessenes Meisterwerk Ernst Ludwig Kirchners wieder ans Licht. Was mag den Maler 1922 bewogen haben, das Porträt seiner früheren Geliebten zu verbergen? Von Rose-Maria Gropp
Einer der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer Österreichs ist tot. Alfred Hrdlicka starb im Alter von 81 Jahren in Wien. Sein Werk umfasst viele Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken, die sich mit Krieg, Gewalt und Faschismus auseinandersetzen.
Bildergalerie Hier ist der große Surrealist des Kinos am rechten Platz angekommen: Im Max Ernst Museum in Brühl kann man Regisseur David Lynch als bildenden Künstler entdecken. Er übt eine Macht über uns aus, die aus seinen Filmen kommt. Von Verena Lueken
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat den Weg für den Neubau des Berliner Schlosses frei gemacht. Aber die Position des Architekten ist geschwächt. Und momentan prunken Computersimulationen noch mit Gebäudeteilen, deren Finanzierung bisher nicht gesichert ist. Von Andreas Kilb
Solch ein Gewimmel dürfen wir sehen: Das Kunsthaus Zürich feiert den hundertfünfzigsten Geburtstag des Malers Georges Seurat und lässt ahnen, welche Sprünge dieser früh verstorbene Innovator wohl noch vollführt hätte. Von Patrick Bahners