Klassiker der Comic-Literatur

Die Geistesblitzableiter - Dilbert

Von Patrick Bahners

25. Dezember 2005 Dilbert wird nicht poetisch. Er macht sich keinen Reim auf seinen Beruf. Dem Ingeniör ist nichts zu schwör? Den Wahlspruch des Entenhausener Diplom-Ingenieurs Düsentrieb kennt der amerikanische Kollege nicht, da er sich nur bei Erika Fuchs findet, in der deutschen Übersetzung der Comic-Geschichten von Carl Barks. Düsentrieb gibt der Lage der technischen Intelligenz gestischen, mimischen und bei Fuchs auch sprichwörtlichen Ausdruck, die er mit Dilbert teilt. Daß der Erfinder ein verkanntes Genie ist, deuten bei Düsentriebs erstem längeren Auftritt im Juni 1952 (deutsch in "Mickymaus", Heft 1 von 1953) die Zeichen des Außenseiterstatus an, insbesondere die ungekämmten Haare, wie sie auch auf Künstlerköpfen wuchern.

Dilbert würde sich nie die Haare raufen oder gar ausreißen. Seine Arme sind zu kurz, als daß er sich tastend der Ausmaße seines Hirnkastens versichern könnte. Sein Kopf hat Zylinderform und wirkt etwas zu groß, wie ein Baustein einer ausrangierten Computergeneration. Auf der Schädeldecke wächst eine Reihe von Haarkringeln, Chiffre der Erinnerung daran, daß auch Dilbert ein Jüngling in lockigem Haar war. In den Augen seiner Mitbürger scheint der Hochschulabsolvent Düsentrieb sich wie ein Kind zu benehmen, ein senex puerilis. Er kann einfach nicht stillhalten, heftige Spotzlaute spuckt sein neuer Lieferwagen aus, wenn er um die Ecke hopst.

Dilbert ist seiner Zeit voraus

Doch der vermeintliche Kindskopf ist seiner Zeit voraus. Keine Ölkrise wird ihn daran hindern, seinen Kunden die neuesten Produkte der Erfinderwerkstatt zuzustellen: Der Wagen wird von Feuerwerkskörpern angetrieben, von denen allerdings fünfzig auf hundert Kilometer benötigt werden. Zu einer Senkung des Verbrauchs kam es nicht mehr, weil der Konstrukteur den Prototyp gegen einen Baum rasen ließ. Gerade an dieser Unfallstelle zeigte sich freilich Düsentriebs Genialität: Die Verschrottung setzte die für andere Projekte dringend benötigte Zeit frei. Besser, es platzte das Raketenauto als seine Karriere als Ingenieur. So integrierte er die Selbstüberholung der Technik in den Entwicklungsprozeß, der selbst in der Art eines Feuerwerks über die Bühne geht.

Dilbert übt seinen Beruf in einer Zeit aus, da Düsentriebs Entdeckung, daß die Optimierung der Produktentwicklung aus der Sicht des Produzenten nicht optimal ist, die Strategie großer Konzerne bestimmt. Keinen Staubsauger kann man heute noch nach der Devise "Selbst ist der Mann" reparieren, indem man die Schaufeln mit der Hand wieder in Stromlinienform bringt, und Computerprogramme mit Sollzusammenbruchstellen geben den Nutzern Rätsel auf, die das nächste Update löst. Dilbert ist zur Arbeit in einer Firma verdammt, die einen Perfektionisten wie ihn gar nicht gebrauchen kann. Carl Barks, der Künstler mit der unverwechselbaren Handschrift, der auf Dauer nicht unter Menschen arbeiten wollte, stellte sich den Genius als einen unaufhaltsamen Bahnbrecher vor. Scott Adams, den im Büro die Frage heimsuchte, warum er eigentlich soviel freie Zeit zum Zeichnen hatte, wußte, daß der verhinderte Problemlöser nie allein ist. Wozu hat man den Kollegen im Nachbarzimmer? Als Geistesblitzableiter.

Ein Durchbruch genügt

Dilberts Alltag wird durch die Massenangestelltenhaltung bestimmt. Die Pappwände seines würfelförmigen Büros messen ihm ein Minimum an Sauerstoff und Privatheit zu. Seltsamerweise aber genügt es, daß er dann und wann ein Ei legt. Der Mitarbeiter nach Maß der Hauszeitschrift ist gewissermaßen Kolumbus: Ein Durchbruch genügt, um im Curriculum vitae als genialer Anbahner dazustehen. Dilbert wüßte schon oder ließe es sich im Zweifelsfall von seinem skrupellosen Alter ego Dogbert gesagt sein, wie man im gesamten Betrieb die Ideenproduktion automatisieren könnte. Aber dieses Wissen ist auf der Chefetage gar nicht willkommen, und Dogbert ist der Typus des Unternehmensberaters, den man der Not gehorchend ins Haus läßt und schnellstmöglich wieder loswerden will.

Das Wegebahnen ist der Zweck der intellektuellen wie der unternehmerischen Tätigkeit, das Aufhalten ergibt den Inbegriff des Kontraproduktiven: soweit der artistische Mythos der Avantgarde in der Version des ökonomischen Modells und gesellschaftlichen Projekts, das der Computer möglich gemacht hat. Die Umkehrung dieser Prämisse ist das komische Grundgesetz von Dilberts Universum. Dem Ingenieur mag alles leicht werden, weil für ihn die Welt alles ist, was man fallenlassen kann. Spätestens der Chef macht ihm das Leben wieder schwer, der ein schlecht verstandenes, aber darum erst recht wirksames Interesse an der Unvernunft der herrschenden Verhältnisse hat. Was wäre das Management ohne seine Initiativen und Offensiven, ohne die Trägheit der mit Zielvorgaben und Hausphilosophemen zu bombardierenden Masse? Liefen die Dinge von alleine, wäre der Chef der erste, der wegrationalisiert würde.

Die Organisationstheorie nach Dogbert

Zur Widerlegung der biblischen Weltentstehungslehre verwies die darwinistische Populärphilosophie auf die Verschwendung des Lebens, die der Mechanismus der natürlichen Auslese fordert. Hätte ein gütiger Schöpfer die Anpassung der Arten an die Veränderungen der Lebensbedingungen nicht ohne den Ausstoß todgeweihter Mutationen organisieren können? Mit dem Wachstum des Wissens über die soziale Evolution hat sich die Beweislast umgekehrt. Die im Binnenbetrieb einer vorgeblich auf Profit ausgerichteten Organisation anfallende Vernichtung von Ressourcen ist so gewaltig, daß man all den Rundbriefen in der Endlosschleife und den Unsicherheitskopien der vertraulichen Strategiepapiere einen Sinn zuweisen möchte, der sich schwerlich als Funktionalität fassen lassen wird.

Dogbert, der in der Tradition der materialistischen Aufklärung die Gesetze der sozialen Mechanik ausbuchstabieren möchte, hält daran fest, die ungewollten Konsequenzen technischer Innovationen als Nebenfolgen zu beschreiben. In "Dogbert's Big Book of Business", einem Buch außerhalb der Reihe der Zeitungsstrip-Sammelbände, adaptiert er die Geschichtsphilosophie des Priestertruges, der heilszweckdienlichen Illusion, für eine Zeit, deren Klerus die Ingenieure bilden. Der Fortschritt habe zur Voraussetzung, daß man sich über seine Folgen täusche, lautet die an drei Beispielen aus der Weltgeschichte der Technik erläuterte Regel. Im ersten Bild sehen wir den Erfinder des Rades, den Typ Uringenieur im Fellanzug, mit der Brille, die Dilbert auch beim Schlafengehen nicht ablegt. Sein Werk werde die Zivilisation weniger kompliziert machen. "Wirklich?" Der gleichfalls bebrillte Urhund mit Saurierschwanz läßt dem ungläubigen Wort keine bremsende Tat folgen. Das Rad der Geschichte wird auch nicht zurückgedreht, als Dilberts schnurrbärtiger Großvater die letzte Schraube am Fernseher festdreht, der nach dem Willen seines Erfinders Kultur und Bildung befördern soll. Und die Verheißung des Personal-Computers, als dessen Vater wir im dritten Beispiel Dilbert selbst erkennen? Das papierlose Büro.

Hauptsache oder Nebensache?

Wenn aber immer etwas anderes eintritt als geplant und wenn es dann wieder austritt, aus Schubladen und Postfächern quillt, kann man das überhaupt noch als Nebensache abtun, muß man es nicht als Hauptsache anerkennen? Die Figur des verrückten Wissenschaftlers, dem die katastrophischen Wirkungen seines Handelns gleichgültig sind, ist ausgestorben, seit die kühnsten Forscher mit dem Antritt der ersten Stelle in eine lebenslange Beschäftigungstherapie einwilligen. Dilbert teilt sich mit den Kollegen aus anderen Fakultäten den Arbeitsplatz des Doktor Faustus? Er sieht doch sonst ganz normal aus. Verrückt ist das System oder besser gesagt: die hierarchisch und das heißt sachfremd geordnete Organisation, die einem fiktiven Gesamtwillen alles lokale Besserwissen opfert. Warum trägt Dilbert eine Brille? Er ist eben kein gelehrter Narr, der seine Augen entweder in visionärer Verzückung aufreißt oder in mystischer Versenkung schließt. Und er schwingt auch keine Reden über den Zusammenhang der Erscheinungen, will die Menschen weder in Staub verwandeln noch zu Kohlessern erziehen. Der Ingenieur ist ein Tüftler und Rechner. Im Ernstfall will der Angestellte angestellt bleiben und nichts gesagt haben. So ungern sieht der Chef Dilbert den Mund aufmachen, daß nicht einmal der schmalste Strich den Sitz der Zunge verrät, auf die der Vorzeigemitarbeiter sich beißt.

Dabei hantiert Dilbert mit Worten nicht weniger sicher als mit Zahlen oder dem Schraubenzieher. Er ist ein Meister der Lakonie, trainiert durch seinen aus der Art geschlagenen Hund, der die weggeworfene Bemerkung dem apportierten Stöckchen vorzieht. Dilbert gibt nichts von sich und plaudert nichts aus. Seine Sätze stehen neben ihm, wie es sich für einen der Objektivität verpflichteten Wissenschaftler selbst im Angestelltenstatus gehört. Es ist um ihn eine Würde wie um die großen Schweiger Moltke und Wittgenstein. Er kommt sich regelmäßig unsagbar töricht vor, und das zu Recht. Aber er ist keine Witzfigur. Wenn er den Müll vor die Tür stellt, geht er nicht das Risiko ein, daß eine Nachbarin ihren Kindern verkündet: "Mal herhören! Ihr werdet jedweden Verkehr mit diesem albernen Erfinder abbrechen!"

Schwerkraft am eigenen Leib

So sprach Donald Duck zu seinen Neffen, den Assistenten des Pyrotechnikers unter den Automobilpionieren, und entzündete dadurch erst ihre Neugier. Das Berührungsverbot führte Düsentrieb seine Schüler zu, als Gegenmodell zum Spießbürgerleben zogen Einsamkeit und Freiheit den wissenschaftlichen Nachwuchs an. Daß der Name Duck einstweilen, wie ihr Onkel fürchtet, zum Gespött der Leute wird, nehmen die Junioringenieure in Kauf: Sie sehen ihn schon am Firmament der Geistesgeschichte neben dem des Grafen Zeppelin.

Ob Ruhm die Unbequemlichkeit des Prangers lohnt, ist auch für Dilbert keine Frage mehr. Sein birnenförmiger Körper läßt den Gedanken als abwegig erscheinen, daß an ihm ein Luftschiffer verlorengegangen sein konnte. Am eigenen Leib demonstriert er die Schwerkraft, die den Ingenieur in Lohn und Doughnuts hält. Alles zieht ihn hinunter, drückt ihn auf seinen Stuhl, aber er zieht niemanden an. Jedenfalls der weiblichen Jugend müßten Erziehungsberechtigte, denen das Spiel mit dem Chemiekasten zu gefährlich ist, den Kontakt mit dem kurzsichtigen Bastler nicht untersagen. Es liegt in der Natur der Frauen, daß sie Dilbert aus dem Weg gehen, obwohl er sich einredet, es müsse einen geheimen Bestseller geben, dem sie die Tricks entnehmen, wie sie Verabredungen mit ihm ausweichen können.

Ein gnädiges Schicksal

Die Anonymität ist das Schicksal des angestellten Forschers, und sie muß als gnädiges Schicksal gelten, da auch die Verteilung von Ruhm und Schande zu den unkalkulierbaren Konsequenzen des arbeitsteiligen Erkenntnisfortschritts gehört. Selbst wer sich in der Teamarbeit mit seinem Achtel Lorbeerblatt bescheiden möchte, steht bei Abschluß des Projekts vielleicht mit dem Schwarzen Peter da. Dilbert behält seinen Nachnamen wohlweislich für sich, um ja nicht an der falschen Stelle in die Firmenchronik zu rutschen. Seine Bereitschaft zum Selbstopfer wird freilich nicht dadurch honoriert, daß er sich in jedem beliebigen Moment unsichtbar machen könnte. Wie Dilberts Schlips sich über seinem Denkerbauch wölbt, wodurch die Spitze auf die Sterne beziehungsweise die Neonröhren zeigt, so ragt sein halbkahler Schädel genau dann wie ein schlecht getarnter Sprengkopf aus dem Ameisenheer der Angestellten heraus, wenn er im Linoleumboden versinken möchte. Was ist von der Souveränität des Denkers geblieben, der die Welt um sich vergißt, wenn er seinen Geist durch das All schweifen läßt? Der krampfhafte Versuch der Blickkontaktvermeidung.

Die Frage der Fluretikette ist auch für Dogberts großes Buch vom Geschäft nicht zu klein. Wie gibt man einem Kollegen Kenntnis davon, daß man ihn zur Kenntnis genommen hat? Nur für die ersten beiden Zufallsbegegnungen im Laufe eines Arbeitstages gibt es Regeln. Nach der zwanglosen Begrüßung beim ersten Mal fordert der Gestus des Ungezwungenen schon im Wiederholungsfall einen grotesk hohen mimischen Aufwand: ein wechselseitiges Wiedererkennen im Wissen, daß man sich heute schon begrüßt hat, signalisiert durch ein knappes Lächeln und hochgezogene Augenbrauen. Beim dritten Aufeinandertreffen befindet man sich dann auf dem abschüssigen Feld der Improvisation: Der eine mag sich hinter einer Stellwand verstecken, der andere einen Niesanfall vortäuschen. Wenn Dilbert daheim Dogbert die Abenteuer seines Bürolebens erzählt, spielt er alle Varianten dieser Ursituation durch, daß Mensch und Mensch einander schutzlos gegenübertreten, auch Sonderfälle wie den Fahrstuhl oder die Begegnung mit dem Kollegen, dessen Namen man nicht kennt.

Vom Vorrang des Instinkts gegenüber der Vernunft

Sollte das Gerät, dessen Ausreifung Daniel Düsentrieb die Priorität vor der Weiterentwicklung des Feuer schluckenden und spuckenden Kraftfahrzeugs einräumte, die Serienreife erreicht haben? In Dilberts Welt wird man sich die Markteinführung als ein Versehen vorstellen. Irgendein Manager ließ zu, daß Einzelstücke in den Handel gelangten, nachdem er im Testbetrieb naturgemäß den gewaltigen Umsatzbringer verkannt hatte. Es handelt sich bei dieser Erfindung Düsentriebs um eine Pioniertat der Biotechnologie: Apparate, die durch Bestrahlung Tieren die Gaben des Denkens und der Rede verleihen. Man male sich allein die Anwendungen im militärischen Bereich aus, wo der Mensch dem Menschen ein Wolf sein soll, aber wegen der Schwachheit der menschlichen Natur zu häufig nicht ist. Dogbert, der Statur nach ein Schoßhündchen, aber mit einem Köpfchen von napoleonischer Ausstattung, muß das Intelligenzstrahlenfeld passiert haben.

Das Risiko für die Menschheit liegt darin, daß Düsentriebs Kästen das Verhältnis von Herr und Hund auf den Kopf stellen. Während den Tieren die Eloquenz eines Marcus Antonius und die List eines Karl Rove geschenkt werden, behalten sie, was die Menschen beim Eintritt ins Reich der vernunftbegabten Wesen hatten abgeben müssen: ihren Instinkt. Einen Wolf, der auf zwei Beinen geht und ein Lagerfeuer nach allen Regeln der Pfadfinderkunst herrichtet, leitet immer noch der durch Artikulation keineswegs zähmbar gewordene Wunsch nach Entenfleisch. Dilbert dagegen muß auf der klimatisierten Wildbahn des Büroflurs ohne Instinkt zurechtkommen. Es wäre für alle Beteiligten entlastend, ließen sich das plötzliche Augenniederschlagen und das peinliche scheinbare Wegsehen auf Einflüsterungen der Natur schieben. Aber in einer Gemeinschaft von Geistesarbeitern gilt jeder Reflex als freie Handlung, deren Folgen ihrer Unberechenbarkeit zum Trotz Haftung entstehen lassen.

Der Denkapparat verläßt den Wirtskörper

Alle Fortschritte der Hirnforschung - Dilberts Denkapparat verläßt gelegentlich seinen Wirtskörper und ist dann einer peinlichen Befragung zugänglich, wo unsere Max-Planck-Institute sich noch auf Messungen intrakorporaler Stromflüsse beschränken müssen - haben die Unentrinnbarkeit dieser Zuschreibungen nicht aufheben können. Die Gesetze des sozialen Lebens lassen sich auch für den akademischen Bereich nicht einfach suspendieren. Das Büro geht dem Labor vor, weil auch das Labor ein Büro ist.

Wer Morgen für Morgen ein Bürogebäude betritt, dem kommt irgendwann der Verdacht, hinter den Eingangstüren müßten Apparate versteckt sein, die Verdummungsstrahlen aussenden. Verwandelt sich der Angestellte nicht allmählich in eine jener Reiz-Reaktions-Maschinen, als welche die Cartesianer die Tiere beschreiben und die Marktforscher die Menschen? Schon 1989, im ersten Jahr des Strips, hat Dogbert die wiederverwertbare Zeitung erfunden, die nicht veraltet. Die Schlagzeilen sind tatsächlich auch Weihnachten 2005 aktuell: "Der Papst verurteilt die Gewalt - Immobilienpreise steigen - Unruhen im Nahen Osten". Dogberts Konzept, vom Abonnenten tausend Dollars für ein Exemplar zu verlangen, das ein Leserleben lang vorhält, geht dennoch nicht auf. Selbst wenn man den Namen des Papstes wegließe und durch einen kardinalsroten Farbklecks ersetzte, müßte die Zeitung jeden Tag neu gedruckt werden. Denn etwas Neues erwarten die Leser wenigstens auf der Comic-Seite, die ja nur vorgibt, daß sich auf der Welt nie etwas ändert.

Scott Adams wurde 1957 geboren. Er studierte Ökonomie sowie (das ist nicht dasselbe) Hypnose. Von 1979 bis 1986 arbeitete er bei einer Bank, bis 1995 bei einem Telefonunternehmen. Auf seiner Visitenkarte stand „Ingenieur“, obwohl er keiner ist. „Dilbert“ entstand aus Kritzeleien in müßigen Minuten und erscheint seit 1989 als Zeitungsstrip mit Tages- und Sonntagsfolgen. Adams leidet an einer Muskelschwäche und gestaltet den Strip heute am Computer.

Dilbert ist ein Ingenieur. Das ist fast schon das Interessanteste, was sich über ihn sagen läßt. Er hat Kollegen, mit denen Frauen auch nicht lieber ausgehen. Und einen Chef. Der Eindruck, die Intelligenz werde in diesem Strip von den Tieren monopolisiert, täuscht.



Text: F.A.Z., 24.12.2005, Nr. 300 / Seite 36
Bildmaterial: Abbildung aus dem vorgestellten Band

 
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