„Art Berlin Contemporary“

Eine neue Kunstmesse für Berlin

Von Swantje Karich

16. April 2008 „ABC“ - so knapp, aber auch präzise lautet der Name einer neuen Messe für zeitgenössische Kunst in Berlin: die „Art Berlin Contemporary“. Der ehemalige Leiter der „Fine Art Fair Frankfurt“ und derzeitige Koordinator des Berliner „Gallery Weekend“, Michael Neff, will die Messe im einstigen Postbahnhof am Gleisdreieck etablieren.

Auch der Termin für die Schau stehe schon fest, sagt Neff gegenüber dieser Zeitung: Ihre Premiere feiert die „ABC“ vom 4. bis 7. September 2008. Mit fünfzig Galerien und unter einem Motto will Neff dann die beiden repräsentativen Räume mit ihren insgesamt 9000 Quadratmetern bespielen: „Unser Unternehmen soll aber in keinem Fall als Konkurrenz oder Gegenveranstaltung zum Art Forum Berlin verstanden werden. Wir wollen vielmehr ein Konzept weiterentwickeln, das ich schon in Frankfurt erprobt habe“.

Keine Gegenmesse

Nach der Absage der dritten „Fine Art Fair Frankfurt“ im Frühjahr soll nun sein Konzept in Berlin greifen: „Keine Kojen, Einzelprojekte, eine gezielte Auswahl und wenige Objekte“ sollen „den Besucher dazu bringen, sich mit der Kunst auseinanderzusetzen“.

Der Termin für die erste „ABC“ liegt knapp zwei Monate vor Beginn der Berliner Messe für Gegenwartskunst, dem „Art Forum“, das unter der Leitung von Sabrina van der Ley steht. In den vergangenen Monaten war jedoch immer wieder von Querelen um die Ausrichtung des Art Forums zu hören: Für 2009 ist jetzt als neue Direktorin die Schweizerin Eva Maria Häusler im Gespräch, die mit Sam Keller für die „Art Basel“ arbeitete. Es wird also weiter gerungen in Deutschland um den Kunstmesse-Standort von internationalem Format. Derzeit läuft die Traditionsmesse Art Cologne noch bis zum 20. April.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Archiv, Wonge Bergmann

 
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