Gerhard Richter

Die Erhabenheit des Alltags

Familie am Meer (1964)Frau mit Kind (Strand), 1965Frau Baker, 1965Schloß Neuschwanstein (1963)

Bildergalerie Im Museum Frieder Burda in Baden-Baden sind Sahnestücke deutscher Sammlergeschichte ausgestellt: Werke Gerhard Richters aus privaten Kollektionen. Der Meister bestimmte die Hängung der Bilder selbst. Von Rose-Maria Gropp

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22. Januar 2008 18:37

Gerhard Richters „Stil“ der STIL-Losigkeit – „Stil ist Gewalttat“ (Richter)?

Werner Hahn (wernerhahn)

"Ich mag alles, was keinen Stil hat: Wörterbücher, Fotos, die Natur, mich und meine Bilder. Denn Stil ist Gewalttat, und ich bin nicht gewalttätig", sagte Richter einmal. Um ästhetische Objektivität bemüht, schrieb Goethe 1789 den Aufsatz über „Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil“: „Gelangt die Kunst durch Nachahmung der Natur, durch Bemühung sich eine allgemeine Sprache zu machen, durch genaues und tiefes Studium der Gegenstände selbst, endlich dahin, dass sie die Eigenschaften der Dinge und die Art wie sie bestehen genau und immer genauer kennen lernt, dass sie die Reihe der Gestalten übersieht und die verschiedenen charakteristischen Formen neben einander zu stellen und nachzuahmen weiß: dann wird der STIL der höchste Grad wohin sie gelangen kann; der Grad, wo sie sich den höchsten menschlichen Bemühungen gleichstellen darf. Wie die einfache Nachahmung auf dem ruhigen Dasein und einer liebevollen Gegenwart beruhet, die Manier eine Erscheinung mit einem leichten fähigen Gemüt ergreift, so ruht der STIL auf den tiefsten Grundfesten der Erkenntnis, auf dem Wesen der Dinge, in so fern uns erlaubt ist es in sichtbaren und greiflichen Gestalten zu erkennen.“

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