
In der Ausstellung geht es nicht mehr um Voyeurismus als in anderen Medien, genauso wenig geht es um Pädagogik. Kunst muß keine Rücksicht darauf nehmen, ob sie eine gute Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche erfüllt, denn es geht in der Kunst nicht um Zweckerfüllung. Wer Kunst zu erzieherischen Zwecken einsetzen möchte, ist auf einem gefährlichen Weg. Erwachsenen hingegen bleibt es selbst überlassen, ob sie sich mit einem Kunstwerk näher befassen wollen oder nicht.

Offensichtlich suchen die Künstler den Kick des Tabu-Bruchs genauso heftig, wie die Süchtigen den nächsten Schuß. Wir sehen Fotos von quasi-Selbstmorden. Wann komen die ersten Fotos aus der Gerichtsmedizin als künstlerisches Werk daher ? Drogensüchtige sollen in die Gesellschaft integriert werden um Ihnen den Ausstieg zu erleichtern - aber Drogenkonsum und Drogenhandel sollen in dem kriminellen Kontext gesellschaftlich gemieden und geächtet werden wie es Verbrechen zukommt. In diesem Zusammenhang sind Fotos von Drogensüchtigen oder unter Drogen stehenden Menschen nur zur Abschreckung akzeptabel und nicht im Sinnkontext mit Kunst zu sehen ! Einige Künstler vertreten jedoch unter dem Gesichtspunkt der Bewußtseinserweiterung, Elitegedanken die sich auf den Mißbrauch weicher Drogen gründen, obwohl generell für jedermann klar sein müßte: Finger weg von Drogen!

Der vierte Trieb ist das Rauschbedürfnis zur Dummheit. Zur Finanzierung von Drogenbaronen und Rebellionen wie FARC, Taliban etc. Solche Naivtäten sind wohl nur rauschhaft zu verstehen.