Drogen-Ausstellung

Ihr wart doch gestern auch schon da

Menschen unter Einfluss von Drogen: Ashkan Sahihis „Drug Series”. Hier: EcstasyAmphetaminHeroinLSD

Bildergalerie Drogen sind aus den Schmuddelecken des Stadtbildes verschwunden, dafür haben sie den Alltag der Massen erobert. Eine Ausstellung in Dresden fragt, welche Rolle Drogen und Räusche in unserer Gegenwart spielen, und was die Kunst dazu zu sagen hat. Von Peter Richter

Lesermeinungen zum Beitrag

15. August 2008 16:37

Kunst ist nicht gleich Pädagogik!

Alexander Berg (AlexanderBerg)

In der Ausstellung geht es nicht mehr um Voyeurismus als in anderen Medien, genauso wenig geht es um Pädagogik. Kunst muß keine Rücksicht darauf nehmen, ob sie eine gute Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche erfüllt, denn es geht in der Kunst nicht um Zweckerfüllung. Wer Kunst zu erzieherischen Zwecken einsetzen möchte, ist auf einem gefährlichen Weg. Erwachsenen hingegen bleibt es selbst überlassen, ob sie sich mit einem Kunstwerk näher befassen wollen oder nicht.

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13. August 2008 09:24

Art meets Wreckage

St. Koch (Pensacola)

Offensichtlich suchen die Künstler den Kick des Tabu-Bruchs genauso heftig, wie die Süchtigen den nächsten Schuß. Wir sehen Fotos von quasi-Selbstmorden. Wann komen die ersten Fotos aus der Gerichtsmedizin als künstlerisches Werk daher ? Drogensüchtige sollen in die Gesellschaft integriert werden um Ihnen den Ausstieg zu erleichtern - aber Drogenkonsum und Drogenhandel sollen in dem kriminellen Kontext gesellschaftlich gemieden und geächtet werden wie es Verbrechen zukommt. In diesem Zusammenhang sind Fotos von Drogensüchtigen oder unter Drogen stehenden Menschen nur zur Abschreckung akzeptabel und nicht im Sinnkontext mit Kunst zu sehen ! Einige Künstler vertreten jedoch unter dem Gesichtspunkt der Bewußtseinserweiterung, Elitegedanken die sich auf den Mißbrauch weicher Drogen gründen, obwohl generell für jedermann klar sein müßte: Finger weg von Drogen!

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12. August 2008 16:36

Der vierte Trieb

Joachim F. Sobich (jfsobich)

Der vierte Trieb ist das Rauschbedürfnis zur Dummheit. Zur Finanzierung von Drogenbaronen und Rebellionen wie FARC, Taliban etc. Solche Naivtäten sind wohl nur rauschhaft zu verstehen.

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