Louise Lawler

Pollock und das Leben der Formen

Von Rose-Maria Gropp

Pollock mit Suppenschüssel: Louise Lawler

Pollock mit Suppenschüssel: Louise Lawler

09. Juni 2007 Warum steht eine Suppenterrine unter einem angeschnittenen Drip Painting von Jackson Pollock? Die Antwort ist zunächst ganz simpel: Die farblichen Korrespondenzen bezaubern. Das Harte trifft auf das Weiche, das Zweidimensionale auf das Dreidimensionale. Das Abstrakte neigt sich dem Konkreten zu und das reine Kunstwerk dem, zumindest potentiellen, Gebrauchsgegenstand.

Die Amerikanerin Louise Lawler, Jahrgang 1947, zeigt in ihren Arbeiten die Lage, wie sie ist, indem sie scheinbar nur abfotografiert, was gegeben ist, in den Salons der Kunstsammler zum Beispiel. Das ist so scheinheilig wie raffiniert. Sie bedient sich der Konzeptkunst und der Appropriation Art in gleicher Weise virtuos, um künstlerisches Schaffen auf seine kommerzielle Verwertung hin zu untersuchen: Wie beiläufig entsteht ein Kunstwerk eigenen neuen Rechts. Louise Lawlers „Pollock & Tureen“ erweckt die Formen zu einem zweiten Leben.

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Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Museum Bojmans Van Beuningen

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