Halberstadter Domschatz

Das Buch des Lebens in gedämpftem Licht

Die Schätze des Vatikans sind reicher, doch diesseits der Alpen sucht der Halberstadter Domschatz seinesgleichen. Dank eines neues Anbaus wird er jetzt wieder zugänglich. Er prunkt mit einer der größten Sammlung kirchlicher Textilien und den ältesten Kirchenteppichen der Welt. Von Robert von Lucius

Lesermeinungen zum Beitrag

15. April 2008 13:23

Weihbrotschale = Patene?

Ansgar Snethlage (Emil-Heinrich)

Ich halte die in Ihrem Artikel gegebene Erklärung der Weihbrotschale für unrichtig. Das weiche Material Silber würde durch die Zerteilung des Brotes mit einem scharfen Messer Schaden nehmen, und die unebene Struktur des Bodens würde die nach der Eucharistiefeier notwendige Reinigung der Schale deutlich erschweren.
Der angegebene Name "Weihbrotschale" deutet vielmehr auf eine Nutzung für das Antidoron hin, also Brot, das nur gesegnet statt gewandelt wird und am Schluß der Liturgie an die Gläubigen ausgeteilt wird. Da es sich dabei nicht um die Eucharistie handelt, sondern eben "nur" um gesegnetes Brot, muß auch die Reinigung nicht so gründlich erfolgen.

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