Christus am Kreuz, um 1515-1522

Jahrhundertkünstler Matthias Grünewald

Ein Blick in die Gebirge und Schluchten des Gesichts

Erkenntnisse eines Wasserkünstlers: In Berlin wird das zeichnerische Gesamtwerk des Renaissancemalers Matthias Grünewald ausgestellt. Es zeigt, wie die ganze Epoche, ein Doppelgesicht aus Inbrunst und Zweifel. Von Andreas Kilb

Lesermeinungen zum Beitrag

24. März 2008 08:38

Handwerk, Kunst und Glaube: Matthias Grünewald

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Danke, sehr geehrter Herr Kilb, für diese Darlegung. Gerade zur österlichen Betrachtung werden Grünewalds Werke gerne herbeigezogen. Ihre Ausführungen nun machen diese verständlicher und schärfen den Blick für das Anliegen und die Art des Künstlers und Handwerkers. Doch glaube ich schon, daß Grünewald nicht nur der - gar nicht so vergängliche - Triumph seiner Kunst verblieben ist, sondern eben auch das Wesentliche des Glaubens. Sie schreiben es selbst am Ende: "Für die Gläubigen malte er einen Gemarterten, vor dem man in die Knie sank; im Atelier jedoch bewahrte er ein Bild des Erlösers, mit dem er Zwiegespräch halten konnte." Es ist dieser österliche Erlöser, der Wesen und Ziel der Gläubigen und ihrer Kirche ist. Er geht den Weg über Karfreitag nach Ostern.

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