“Irrsinnig nervtötend“, nennt Maler Daniel Richter seine eigenen Bilder

Interview mit Daniel Richter

„Die meisten Maler sind doof“

Daniel Richter ist einer der Superstars der neueren deutschen Malerei. Im Interview spricht er über seinen linksautonomen Hintergrund im Umfeld der Hafenstraße, die Beziehung zwischen Punk und Kunst und die Strukturen an deutschen Kunsthochschulen.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. April 2007 01:11

nur noch einen Schritt weiter

Stefan Finke (rabbi)

richter - dessen interview ich übrigens auch klasse finde - glaubt offensichtlich, dass, wer den gegenwärtigen diskurs über medien, fotografie usw. nicht mitmacht, automatisch doof ist. und unterschlägt, wie doof der diskurs oft genug ist. kann ich nur sagen, es reicht nicht, modische diskurse mitzumachen, um nicht doof zu sein. sondern nicht doof ist, wer sich nicht doof machen lässt, sondern seine kunst ernsthaft betreibt. doof ist, wer die diskurse, in denen er sich gerade herumtreibt, für die einzig gültigen hält. dann wird nämlich aus der nichtdoofheit eine bloße schicke geste - die ihrerseits auch nicht besser ist als die doofheit der anderen. aber in 5, 6 jahren findet er das auch noch heraus, das traue ich ihm - dessen interview ich übrigens klasse finde - durchaus zu.

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23. April 2007 16:32

Daniel Richter ist offenbar klasse

Friederine Teich-Erdmann (Teich-Erdmann)

Das Interview enthielt nichts bloedes, macht aber neugierig, was ist eine Hasenstrafe?

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23. April 2007 15:59

Sind die meisten Maler (bildenden Künstler) wirklich doof?

Werner Hahn (wernerhahn)

„Superstar“ Richter lobt „Leute“, die sich „wie die Blöden für Kunst interessieren“. Wieso können die erst „in fünf, sechs Jahren auch das Gute vom Schlechten unterscheiden“? Warum nicht gleich?! Baselitz sagte: „Es geht doch darum, dass Bilder gemacht werden, die es bisher nicht gab. Wir nennen das originell.“ (FAZ 02/06/06.) Richter ist zuzustimmen, wenn er glaubt, „dass Kunst (…) in erster Linie gute Kunst sein sollte. Das ist schon schwierig genug“. „Die meisten Maler (…) beschäftigten sich nur mit malerei-immanenten Dingen und mit ihren Vorlieben, deswegen ist die meiste Malerei auch so doof, und die meisten Maler sind auch doof.“ Ist dies übertragbar auch auf andere bildende KUNST-Sparten?
An einer „Scheißhochschule“, wo die Studenten „ja nur das Ergebnis des Lehrkörpers“ sind (….), kann Richter als Groß-Guru des Kunstmarkts leicht auf „eine der letzten C-4-Professuren“ verzichten. Richters Bild über die Trostlosigkeit der Hochschulen für bildende Kunst („Freie Kunst“) verdanken wir der Meinung, dass Kunst nicht lehrbar sei, weil alles Kunst sei. „Genie“ Lüpertz forderte „die Unterwerfung und die Bewunderung“ für den „Meister“. Brauchen wir noch Akademien, deren Professoren die „Selbstabschaffung“ betreiben?

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