90 Prozent für Seehofer

CSU-Sonderparteitag

Einen BMW bestellt, einen Audi bekommen

Der CSU-Sonderparteitag hat Horst Seehofer zwar erwartungsgemäß zum Vorsitzenden gewählt. Doch vorher musste er sich herbe Kritik der Basis anhören: „Wir haben einen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein gewählt. Von einem Horst Seehofer war nie die Rede.“ Von Eckart Lohse, München

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Oktober 2008 12:12

Beckstein/Huber hatten keine Chance, denn sonst wäre die Situation anders

O. Morrissey (Morrissey)

Schon seltsam: Als die Entscheidung nach Stoibers Sturz anstand, ob nun Beckstein oder Seehofer Spitzenkandidat werden sollte, hatte Seehofer in den Umfragen bei den Wählern deutlich die Nase vorn. In der eigenen Partei jedoch nicht den nötigen Rückhalt und so hat sich das Duo Beckstein/Huber durchgesetzt. Nun, die ganzen Stimmen die zur FDP und den Freien Wählern gegangen sind, werden also ignoriert und Seehofer hätte nie eine Chance gehabt??? Was für eine Chance denn? 50%+ zu erreichen? Diese hatte das Duo Beckstein/Huber ja wohl grandios selber verfehlt. Schlechter hätte es also mit Seehofer nicht ausfallen können, aber besser. Wie viele im Job und im Bekanntenkreis bin ich einer der Wähler, die eben dieses Mal nicht die CSU gewählt haben, es aber getan hätten, wenn Seehofer Kandidat gewesen wäre und die mit der jetzigen Lösung hochglücklich sind!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
26. Oktober 2008 09:48

Heuchelei von allen Seiten

Franz Müller (mueller1000)

Liebe fränkische, altbayerische und deutsche Landsleute, ein paar Mißverständnisse kann ich mir nicht verkneifen klarzustellen: 1. Seehofer stand bei der Landtagswahl nicht zur Wahl. Das gilt aber auch für Ministerpräsident Beckstein. Bei der Landtagswahl wird nicht der Ministerpräsident, sondern der Landtag. Übrigens ist Beckstein 2007 ja auch nicht durch eine Wahl der Bürger Ministerpräsident geworden, sondern durch Kungelei im CSU-Vorstand. Da hätten die Bürger auch sagen können, sie haben eine Weißwurst (Stoiber) gewählt und eine Nürnberger Rostbratwurst (Beckstein) erhalten. So weit zum BMW und Audi-Vergleich. 2. Beckstein hat sich immer als "ehrliche Haut" verkauft. Das ist eine für einen Politiker nette Tarnkappe, vor allem wenn er schwach im Reden ist. 3. Das Landesbankdebakel wird immer noch völlig unterschätzt. Für die Schulden dieser Bank haftet der Freistaat, d.h. alle Bayern (und Franken und Schwaben) als Steuerzahler in praktisch unbegrenzter Höhe. Der Freistaat ist damit über Nacht zum Schuldenstaat geworden wie dies Stoiber immer den anderen Ländern vorgeworfen hat. Hierfür tragen Stoiber, Beckstein, Huber und viele andere ehemalige Kabinettsmitglieder direkt Verantwortung.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
26. Oktober 2008 00:44

Audi ist doch eh besser

Hubertus Böse (cutehard)

Zuerst der Humor: wer in München Auto fährt, fürchtet sich doch sowieso vor den BMW Fahrern - ob das alles Testfahrer für die Formel1 oder eigene Werksfahrer sind, lassen wir mal dahin gestellt! Erst heute wollte ein Mann mit der Bemerkung "Lassen Sie mich vorbei, ich bin BMW-Fahrer!" mich beim Karstadt auf der Rolltreppe überholen! Jetzt zur Politik: Wer glaubt allen Ernstes noch daran, ein Land mit einer Partei zu regieren? Doch wohl nur ein US-Amerikaner! Wir sind zu differenziert, um noch allein durch Tracht und Zucht regiert zu werden. Oh, der arme Herr Beckstein, dem man plötzlich nachtrauert! Komisch: zur Wahl schaffte er das nicht. Volksnähe war doch wohl als sein Anliegen nicht zu erkennen! Jeder Münchner hingegen weiß eigentlich das Geheimnis - wie es Christian Ude praktiziert: zuerst das Wohl der Stadt, dann das der Partei. Hätten doch die Landesherren sich dessen auch bemächtigt! Dann wäre es egal, wie viele Parteien das Land steuern. Denn dann würde es wieder ums Land gehen. Und nicht darum, wer welche Fahrzeugmarke fährt!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
26. Oktober 2008 00:40

Stoiber, Scharnagel und andere Spezialisten wisssen schon mehr?

Helmers Helmers (margithelmut)

Die absoluten tiefgründigen Spezialisten dieser Partei haben schon immer abseits ihr Süppchen gekocht. Nun rodelt wieder mal die Hexenküche von Scharnagel. Der schon immer seit Strauß `ens zweiten involvierter freier Journalist, hat alles sofort begriffen und umgesetzt. Kein Wort von Menschen und Aufgaben, von veränderbaren Stammtischen, von der Volksseele. Nein es gibt nur die Meinung dieser Scharnagelparte – CSU (immer noch leider, die schon immer gewusst hat, wo es lang geht in unserem Staat. Wenn sie sich damit nicht getäuscht hat, wir werden die nächsten Wahlen beobachten und sehen, wer recht hat. Ich sage es wird weiter Berg ab gehen, denn die CSU kann sich nicht mehr auf die Bürger einstellen, sie ist schon lange zu abgehoben und damit nicht erreichbar!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. Oktober 2008 23:56

Die CSU-Granden haben nun ihr Ergebgnis, ob zufrieden oder nicht?

Helmers Helmers (margithelmut)

Hier geht es weder um ein Bauernopfer, wie die Banker der LB sagten, es geht viel mehr darum, dass dieser Boss der LB, der seit März im Sattel sitzt, nicht einmal genau sagen konnte, welche Belastungen und welches Geld abgeht und wie viel vom Bankenschutzschild benötigt wird. Na man kann sich ja mal um ein paar Millärdchen täuschen, aber nicht als hochbezahlter Spitzenbanker dem schon jetzt der Überblick verloren gegangen ist und die Aufsichtsräte permanent falsch informiert hatte. Wetten, dass er sich so nicht lange halten wird? Er soll mal erklären, von welchem Institut die LB diese Schrottimmo`s gekauft hat, die Aufarbeitung dieses Problems hat überhaupt noch nicht begonnen in Zusammenhang mit den Falschmeldungen der Ratingagenturen, die alle vom Staat und den Banken verklagt werden müssten.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. Oktober 2008 19:30

Ein BMW bestellt

Walter Wasilewski (wwasilewski)

ich nehme auch lieber den Audi. Das ist wie mit dem Wetter oder dem schnellen Klimawechsel, nichts ist unmöglich aber alles ist möglich. Schnelle Informationen- nicht nur über die Windrichtung - bringen Vorteile. Wer diese nutzt, dem ist ein Regierungsamt so gut wie sicher. Politik mit Wetterstation ist angesagt. Walter Wasilewski

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. Oktober 2008 18:44

Beckstein

Matthias Hühn (matthiashuehn)

der Herz-Jesu-Sozialist Seehofer haette nie eine Chance gehabt, wenn es nicht einen viel zu anstaendigen und verantwortungsvollen Beckstein gegeben haette. Nun ist der beste aktive Politiker in Deutschland (Merz und Metzger sind ja nicht mehr so richtig dabei), in Rente.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. Oktober 2008 17:46

Stueck aus dem Tollhaus

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Die bayerische Methode des Personalwechsels im Amt des Ministerpraesidenten ist demokratietheoretisch abenteuerlich. Stoiber's Ausscheiden erfolgte viel zu spaet, Beckstein liess sich darauf ein und geriet in ein Fiasko. Die CSU steht bis auf die Knochen blamiert da. Hoffentlich wird sie bei der kommenden Bundestagswahl ein noch groesseres Fiasko erleben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 8 von 8 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche