Frau Ypsilanti und die Linkspartei

SPD fassungslos über Kurt Beck

Seine Stellvertreter Steinbrück, Steinmeier und Andrea Nahles sind erstaunt und entsetzt: Zwar schließt der SPD-Vorsitzende eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei weiter aus. Die Spekulation, Andrea Ypsilanti werde sich in Hessen mit deren Stimmen zur Ministerpräsidentin wählen lassen, dementiert er aber nicht.

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Februar 2008 00:35

ein Blick in die Zukunft

Martin Gödde (chmulmendossa)

In welche Richtung kann Herr Beck denn steuern? Naja, wenn es doch eine Linke Mehrheit im Lande gebe ... doch gibt es die? Ich glaube nicht - so gut gehts uns nicht, dass wir uns das leisten könnten.
Es gibt eine Mehrheit in der Mitte zu gewinnen. Dort hat der "Genosse der Bosse" seine Wähler gesucht und gefunden. Aber ohne die Wähler aus der Mitte entspringt die "Linke Mehrheit" wohl eher einer Traumwelt, als der "bösen, ungerechten Realität".
Es gibt Linke Idealisten, aber die sind Grün und nicht Rot. Auch wenn sie ihrer linke Weltanschauung zumindest zum Teil damit rechtfertigen können, nur einen Teil der realen Welt vertreten zu müssen (eben der Umwelt), so muss man ihnen zumindest nachsagen, dass sie sich konsequent verhalten. Das ist bestimmt auch darauf zurückzuführen, dass sie sich einer "Klientel bedient, die eher komplexe Zusammenhänge verstehen, als es die Wähler der SPD können" (Zitat Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen).
Was also, wenn Herr Beck die Mitte aufgibt (läßt die sich vereimern? Ich hoffe nicht!)? Vielleicht wird er sogar Kanzler einer rotrotgrünen Koalition, aber auf Dauer kann die SPD das nicht überleben.
Meine Prognose: die SPD wird 2020 kleiner Parter einer grünen Volkspartei.

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25. Februar 2008 23:23

war doch abzusehen und zwar schon lange

Margrit Steer (Margrit-Steer)

aber mal ganz ehrlich, diese jetzige Entwicklung, jetzt ja auch in Hamburg, war doch absehbar. Wer genau nach der Wende 89 aufgepaßt hat, ahnte das damals schon.
oder gar ein ehemaliger Zonenflüchtling war (wie ich), der hörte diesen aus dem Osten gekommenen "neuen" Demokraten anders zu
Über Nacht wurden plötzlich so viele bis dahin 150%ige DDR-Bürger zu "lupenreinen Demokraten" und strömten in die Westparteien.
Eisnt stramme FDJ-Kader, hier spielen sie uns die Demokraten vor.
Seitdem ist doch immer mehr spürbar geworden, dass die alte DDR-Denke hier Einzug gehalten hat.
Nur die Mehrheit der Journalisten hat dies nicht gemerkt und haben uns die Politiker schön geredet und tun es noch.
Und da steht die SPD keinesfalls alleine. Das betrifft auch die andere, die (ehemalige) christ-demokratische Partei (sie ist nämlich längst keine mehr).
Es wurde doch der gleiche Fehler gemacht wie nach 45. Man hat ungeprüft alle und jeden übernommen.
Die alte DDR-Denke ist nie verschwunden, sie hat ihren Ungeist zu uns getragen.
Das was also jetzt geschieht, ist doch also absolut nicht verwunderlich.
Man ging doch schon einmal zusammen.

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23. Februar 2008 00:43

Waehlerbetrug, Herr Beck, ist es, wenn Sie mit der CDU zusammenarbeiten wuerden

Kevin Alonso (Ayers.Rock)

Denn das wollen die sozialdemikratisch gesinnten Waehler bestimmt nicht. Deswegen hat ein Grossteil der Bevoelkerung "links" gewaehlt.

Nun ist es an Ihnen, das Waehlervotum in sozialdemokratische Politik umzusetzen.

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22. Februar 2008 11:13

Völker, hört die Signale....

B. Hoffmann (adolar)

Ja, wundert Euch nicht, wenn keiner mehr wählen geht.

Was hier in Hessen gegenwärtig abläuft, spottet jeder Beschreibung. Nur, weil der "mündige Bürger" bzw. das Stimmvieh den Hintern nicht hoch kriegt und wählen geht, haben wir jetzt die Kommunisten im Parlament. Eine Regierungsbildung ist wieder einmal nur mit massivem Wählerbetrug möglich, oder es gibt eine weitgehend handlungsunfähige große Koalition wie in Berlin.

Die Faz teilte mit, daß in der ehem. SBZ inzwischen die Linke wieder mehr Stimmen bekommen würde als SPD und CDU !!! Wird es wieder Zeit für eine neue Mauer? Wurde ja von einer Exponentin der Einheitspartei in den letzten Tagen wieder begrüßt.

Was ist verkehrt? Es wählen demnächst nur noch die, die sich ärgern. Warum das so ist, interessiert unsere "Volksvertreter" nicht. Stattdessen wird die Macht im Staat ausgekungelt. Macht nur so weiter. Dann muß ich demächst in Hessen auch die Linke wählen oder sogar eintreten, weil ja die Devise gilt "join the winning team". Ich muß offen sagen, daß mir die Vertreter der Linken bei uns in Hessen sogar einen ehrlichen, durchaus sympathischen Eindruck machen, so ähnlich, wie die Grünen früher. Wenn da nur die Ideologie nicht wäre.

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22. Februar 2008 11:04

Überrschung?

Richard Theurer (benedikt412)

In Meck-Pomm hieß es doch auch keine Zusammenarbeit.
Dann kam die Duldung und dann die Koalition.
Und genauso wird es in Hessen und in anderen Bundesländern auch kommen.
Bis wir dann endlich wieder die Einheitsliste haben.
Und die STASI wie in Niedersachsen gefordert.
Und den antifaschistischen Schutzwall.
Aber das konnte ja keiner ahnen.
Und auch nicht wissen.
War alles schon mal da .
Also bitte nicht überrascht tun.

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22. Februar 2008 10:32

@ Henrik Carlhoff - Einführung der STASI

A. Malliki (a.malliki)

Wulff sagte inhaltlich nach der Wahl: "Wir haben die Polizei geändert und die Kontrollgesetze eingeführt und trotzdem wurden wir gewählt".

Für mich besteht keinerlei Unterschied zwischen STASI zu unseren Schäubl'schen Überwachungsgesetzen, die Merkel mitträgt. Viel mehr bin ich der Meinung, dass die CDU den Systemwechsel anstrebt und deshalb diese Überwachungsgesetze einführt, die eventuelle Kritiker gleich im Vorfeld ausgeschaltet.

Wären die Absichten der CDU/SPD auf der Basis von Demokratie und Rechtstaatlich aufgestellt, müßte die Regierung jetzt nicht mit Präventivgesetzen zu erwartenden Widerstand aufspüren.

Sie sollten auch den EU-Vertrag genau durch lesen, denn innerhalb der EU sollen dann demnächst Aufständische gezielt niedergeschossen werden. Also gehen unsere Macht jetzt schon davon aus, dass die Bürger mit dem Systemwechsel nicht einverstanden sind.

Und wenn mir dann ein Sakrozy auch noch mit einer europ. Wirtschaftsregierung kommt, sehe ich die Demokratie in Europa zum Aussterben verurteilt. Vor allem wenn es um eine europ. Armee geht, die ohne nationale Mitbestimmung eingesetzt werden kann.

Merkel: Wir sind keine Konkurrenz zur NATO!

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22. Februar 2008 09:04

Alle Optionen offenhalten notwendig

Karsten Krug (kkrug)

um mit den anderen Verhandlungspartnern offensiv umgehen zu können. Wenn Y die Linken ausschließt, dann muss sie bei der FDP betteln gehen. Und wenn die FDP sich der Realpolitik verweigert, dann muss sie in Kauf nehmen, dass es demnächst wieder Wahlen gibt. Darauf spekuliert wohl die FDP, um dann mit Koch zu regieren.

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22. Februar 2008 08:57

die SPD ekelt sich vor den eigenen Kindern

rene dustmann (reduma)

wenn´s nicht so traurig wäre: die haben Angst daß ihnen von den "neuen Linken" die mit Mühe hochgehaltene Maske vom Ideologen- /Demagogengesicht gerissen wird. Dann würde jeder sehen: kein Unterschied, links bleibt links.
Wird zwar teuer für uns aber je schneller es passiert desto klarer werden die Verhältnisse.
Die SPDler werden dann halt auf einige Vorzüge des "bürgerlichen Lebens" verzichten müssen und wieder die Klassenkampfanzüge aus dem Schrank holen. Ob die dann noch passen?
Beck braucht sicher ´nen neuen...

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22. Februar 2008 08:38

Ist die SPD fassungslos ?

Walter Wasilewski (wwasilewski)

Der Verfasser dieses Artikels ist fassungslos. Die Stellvertrter Becks sind nicht die SPD.Scheinbar gibt es Leute bei denen immer nur eine bestimmte Gruppe zählt.
Wahlversprechen haben eine große Bedeutung aber Politik muß immer die momentane Lage meistern und dann kommt zum Tragen ein n i e gibt es nicht.
Adenauer sagte es treffend- Was geb ich auf mein dumm Geschwätz von gestern -niemand kann mich hindern schlauer zu werden.
Im GG steht die Bundesrepublik Deutschland ist demokratisch, sozial, föderal.
Praktiziert wird"demokratiusch" kapitalistisch. .....
Walter Wasilewski

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22. Februar 2008 08:28

Was für eine staatsbürgerliche Pflicht....?

Michael Fichtner (ebaristo)

Herr Beck will eine Ampel aus Rot-Gelb- Grün und setzt die hessische FDP unter Druck, wenn er sagt, das sich Frau Ypsilanti am 5.April zur Ministerpräsidentenwahl stellen soll. Klar Herr Beck will sein Wahlversprechen nicht brechen und mit der Linkspartei ein Bündnis eingehen, daher zwingt er das die hessische FDP ihr Wahlversprechen - nur für eine bürgerliche Regierung zur Verfügung zu stehen, brechen soll. Die FDP in Hessen soll hart bleiben und zur Not ein Rot-Rot-Grünes Bündnis zulassen, denn so ein Bündnis hilft der FDP bei den nächsten Landtagswahlen in anderen Bundesländern.

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22. Februar 2008 06:58

@Hajo Stork

Volker Tosch (kons)

Wechselwähler gibt es leider immer mehr, einher damit geht eine schrumpfende bürgerliche Mehrheit. Ich finde es auch falsch, dass die CDU Positionen einnimmt, die eigentlich ur-sozialdemokratisch sind. Aber wenn die Basis schrumpft und die der anderen Volkspartei wächst, kann man das entweder hinnehmen (was die FDP neuerdings macht, anstatt den aktuellen Machthabern hinterherzulaufen) oder man sucht sich eben neue Positionen und schiebt so "alles" nach links. Man muss bloß einen Blick auf die Personalpolitik der CDU werfen. Wo sind denn Merz und Kirchhof? Das sind doch Menschen, die der CDU zu Ansehen auf ihren klassischen Gebieten hätten verhelfen können. Aber das ist momentan wohl gegen den, ich glaube man nennt es "Zeitgeist". Und langsam machen sich die Folgen bemerkbar...

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22. Februar 2008 00:47

zu: Das Herz schlägt links

Henrik Carlhoff (henneems)

Gut, dann ist dies in Hessen die Chance einer konzeptlosen Partei von Oppositionsnörglern eine Bedeutung zu geben. Die Konzepte, welche aus den Reihen der Linke kommen, sind wirklich sehr sehr beeindruckend, wie zum Beispiel die Wiedereinführung der Stasi. Die Pds hat doch in den NBL einfach nur Tradition, da ihre Grundidee des Sozialismus hier von den Menschen teilweise gelebt wurde und deshalb auf mehr Verständnis ( vielleicht manchemal sogar irrationales Verständnis) trifft. Zur Bundestagswahl: Fischen am linken wie am rechten Rand schafft keinen Zusatz zu einer Linken Front. Man schaue sich die Reden von Lafontaine und Gysi an, reine Polemik und Kritik, keine Vorschläge als Bestrafung der großen Partein durch Wahl der PDS. Wer die PDS wirklich für regierungsfähig, bzw. als Partner einer stabilen Minderheitenregierung sieht, der verklärt die Tatsachen. Wenn es der PDS irgendwann passt, dann hält sie ihr Fähnchen in den Wind und wird ihre kleienaber entscheidende Macht ausnutzen um die angeblich Unfähigkeit der großen Parteien zu beweisen.Das unterscheidet sie von Grünen und FDP und Zweitere lässt sich hoffentlich nicht von der Angst von Rot-Grün(rot) beeindrucken. Ypsilanti wird nicht MP, da sie nicht die Siegerin der Wahl ist.

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21. Februar 2008 23:14

Fassungslos? Das Wort dieser Tage heißt VERGESSEN

Jürgen Howaldt (jurgenhowaldt)

Als ehemaliger Bürger der "Selbständigen Politischen Einheit Westberlin" und Bürger der jetzigen Hauptstadt Berlin kann ich nur die Blindheit, Kurzsichtigkeit und Vergesslichkeit der Deutschen beklagen.

Herr Gysi ist Weltmeister im Sich-Arrangieren mit beiden politischen Systemen. Priviligiert in der DDR, Anwalt in West und Ost, Talkshow Teilnehmer mit höchster Einladungsquote, Senator mit kürzester Laufzeit - ein Blender groß geworden durch meisterhafte Anpassungsfähigkeit. In Berlin regieren seine Ja-Sager geräuschlos, geschmeidig anpassungsfähig mit Dehnungsfuge.

Herr Havemann und Pastor Brüsewitz würden sich im Grabe umdrehen - nicht wegen Gysi, sondern weil die Deutschen vergessen.
Die Zwangsvereinigung zur SED in der jungen DDR? Vergessen!
Die Geschichte der SPD?Vergessen!
Jeder Berliner erinnert sich noch an Lafontaines Besuche bei Honecker und sein Stimmen gegen die Wiedervereinigung. Vergessen!
Nach der Wende wird Hessen zum Treppenwitz der deutschen Geschichte. Die einzige Wahrheit bleibt: jedes Volk verdient seine Regierung bis zum Auskotzen und bis es zu spät ist. Und dann vergessen!

Meine Hoffnung sind die SED Millionen in Liechtenstein. Aber wahrscheinlich sind diese auch -- vergessen.





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21. Februar 2008 22:33

„ein Sozi von altem Schrot und Korn.“

Hermann Trouvain (liwiz)

Lafontaine? Oskar Lafontaine? Ist das Ihr Ernst, Herr Schliefkowitz?
Bei dem Namen kamen mir in der Vergangenheit immer nur die Begriffe Egozentriker und Opportunist in den Sinn.
Wenn das aber so ist wie Sie schreiben, dann habe ich von Ihnen gelernt, daß das passende, griffige Synonym für meine Assoziation „ein Sozi von altem Schrot und Korn“ ist.

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21. Februar 2008 22:30

Lügen haben kurze Beine ...

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Die Lügen des Kurt Beck werden der SPD hoffentlich den letzten Sargnagel verpassen und mit dazu beitragen, dass das Linkspotential der Wählerschaft sich bei weit unter 50% einpendelt, ehe es zu spät ist.

Deutschland hat schon einmal durch demokratische Wahlen eine Diktatur ans Ruder gebracht. Das sollte mit Rot/Rot/Grün auf Bundesebene kein zweites Mal geschehen.

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