
Der innerparteiliche Machtkampf ist gefährlich für die CSU. Gibt die Partei ein darwinistisches Bild ab, wird sie kaum wählbar sein bei der Europa- und Bundestagswahl. Dann wird es noch weitere Zerstreuungen in Bayern geben.

Wer auch immer der neue starke Mann in der CSU sein möchte - er kommt um die Erkenntnis nicht herum, daß er scheitern muß, wenn er glaubt, die Partei wieder in Höhenlagen à la Franz-Josef Strauß oder Alfons Goppel hieven zu können . Die Zeiten haben sich geändert - andere Volksparteien haben dies schon bitter zur Kenntnis nehmen müssen. Musterland Bayern hinkt insoweit ( und nur insoweit ) der Entwicklung hinterher. Die Zuwanderung anderer wahlberechtigter Deutscher hat es mit sich gebracht, daß die Wähler kritischer geworden sind. Differenzierter. Das mag man begrüßen oder beklagen - eine Änderung ist nicht in Sicht. Dazu kommt, daß vielleicht das Führungsgespann Huber/Beckstein seinerzeit bei der Auswechslung von Stoiber nicht mit dem gebührenden Taktgefühl zu Werke gegangen ist; sie wollten sich unverhohlen seiner entledigen....- 43% Zuspruch ist - im nationalen und internationalen Vergleich - immer noch ein stolzes Ergebnis; wenn der neue Mann nicht Charisma (und Erfolge in Berlin) aufweisen kann, könnte dies 2012 durchaus noch unterboten werden.... Für Bayern hat es im übrigen keine schmerzvollen Kosequenzen - die ehemaligen CSU-ler haben wohl ausschließlich bei FWG und FDP ihr Heil gesucht.. also rechts.

Hubi weg und Becki weg und Pauli lacht sich ins Fäustchen.

Stimmt nicht. Machtkampf in den Parteien. Der Bürger hat sich von der Parteipolitik verabschiedet. Die Wahlbeteilingung zeigt es.Eine innerparteiliche Demokratie ist in allen Parteien nur in verstümmelter Form üblich. Die Blöcke in einer Partei sind oft unversöhnlich im Kampf um die Spitze im Kampf. Auf Parteitagen sind nur "wenige" Delegierte in der Lage sich durchzusetzen.Die "Masse" ist für den notwendigen Beifall gedacht. Sie sind und handeln eigentlich nicht anders als die Wahlverweigerer. Aber es genügt ja schon wenn 2 Mann aufstehen und energisch ihre Meinung kund tun. Die Presse meldet dann - Uneinigkeit und Streit- in der Partei.....Was üblich sein sollte, ist für die Medien- Streit und nicht eine offene Auseinandersetzung verschiedener Meinungen. Walter Wasilewski