26. März 2008 SPD und Grüne in Hessen wollen schon bei der ersten Sitzung des neuen Landtags die Abschaffung der Studiengebühren in dem Bundesland auf den Weg bringen. Die entsprechenden Gesetzentwürfe würden bei der Konstituierung des Parlaments am 5. April eingebracht, damit sie zum kommenden Wintersemester wirksam werden könnten, teilten die beiden Fraktionen am Mittwoch mit.
Studenten in Hessen sollen demnach bereits zum nächsten Wintersemester 2008/2009 nicht mehr für ihr Studium zahlen müssen. Neben den allgemeinen Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester wollen SPD und Grüne auch die Langzeit- und Zweistudiengebühren kippen.
Dadurch würde nach Berechnungen der beiden Fraktionen den Hochschulen in diesem Jahr zwar ein Finanzloch von 33 Millionen Euro entstehen. Das Geld wollen SPD und Grüne den Hochschulen jedoch komplett aus dem Landeshaushalt ersetzen.
Nach der Landtagswahl in Hessen am 27. Januar war es weder Ministerpräsident Roland Koch (CDU) noch seiner Herausforderin Andrea Ypsilanti (SPD) gelungen, eine tragfähige Regierung zu bilden. Koch bleibt daher nach dem 5. April vorerst geschäftsführend im Amt. Ypsilanti war mit ihren Plan gescheitert, eine von den Linken tolerierte rot-grüne Regierung zu bilden, und hatte eigene Initiativen im Parlament angekündigt.
Text: FAZ.NET mit dpa, ddp
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