Ist der Tragweite ihrer Entscheidung bewusst: Dagmar Metzger

Dagmar Metzger

Offen und ehrlich

Sie hat die Bühne der Landespolitik mit einem Paukenschlag betreten, dessen Echo in der ganzen SPD zu hören ist. Dagmar Metzgers Ankündigung, Ypsilanti nicht zu unterstützen, brachte die SPD in Hessen heftig ins Wanken. Von Peter Zitzmann

Lesermeinungen zum Beitrag

14. März 2008 12:29

Fortsetzung

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Vielleicht sollten Sie dazu einmal die Bücker "Der Erste" und "Der Zweite" von Landolf Scherzer lesen. Doch konkret zu Gregor Gysi. Dieser verteidigte als Anwalt unter anderem Rudolf Bahro, den als Dissident verfolgte Robert Havemann und die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley. Dazu übernahm er die Vertretung mehrer politischer und kirchlicher Gruppen.
Im Übrigen war es auch Gysi der 1989 als erster eine Änderung des Wahlrechts sowie die Einführung eines Verfassungsgerichts forderte.

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14. März 2008 12:27

Merkwürdiges Geschichtsverständnis Teil 1

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Herr Hermann, Filbinger war Mitglieder der NSDAP der er freiwillig beitrat. Seine Todesurteile gegen Desserteure die sich diesem Vernichtungskrieg widersetzten, waren daher sehr wohl politisch motiviert. Aber wir können auch zu lebenden Politikern kommen. Da gibt es einen Helmut Kohl, der nur deshalb nicht in Beugehaft sitzt, weil seine Partei dies verhindert. Da gibt es einen Schäuble der nur deshalb nicht wegen Steuerhinterziehung und Schwarzgeldannahme verurteilte, weil Mitglieder seiner Partei Meineide schworren. Selbiges gilt für Koch. Einer dieser Meineidigen ist heute ebenfalls Bundesminister. Und nur noch nebenbei: in den sechsen Jahren von 1933 bis 1938 wurden im Dritten Reich weit mehr Menschen ermordet und gefoltert, als es in der gesamten DDR Geschichte an politisch Verfolgten gab. Das Kriegsargument verfängt also nicht.
Hier wäre vielleicht auch zu erwähnen, daß die DDR Führung so verbrecherisch sie war 1989 eben keinen Schiessbefehl gab.
Doch nun zu Gregor Gysi. Vielleicht kennen Sie sich mit der DDR nicht so wirklich aus, doch nur weil jemand in der SED war, hieß er damit nicht automatisch alles gut. Wie schon erwähnt kam der größte offenen Widerstand gegen das Regime aus der SED selbst.

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11. März 2008 17:43

zu Gregor Gysi

Hermann Weiß (Weiss10)

Daß Genosse Gysi Anwalt war, ist mir bekannt. Hingegen ist mir bisher nicht bekannt, daß er Regime-Gegner verteidigt haben soll. Wie auch, war er doch selbst in der SED, also Teil des Regimes!

Dagegen ist mir bekannt, daß er möglicherweise der Stasi-IM "Gregor" ist.
Vor Gericht konnte er zwar nicht überführt werden, aber seine Unschuld wurde meines Wissens auch nicht bewiesen.

Ich weiß, daß in einem Rechtsstaat jemand solange als unschuldig gilt, solange nicht seine Schuld bewiesen ist. Deswegen schreibe ich ja auch nur "möglicherweise". Ich bitte um Verständnis, daß mir angesichts des Werdegangs und auch der gegenwärtigen Politik des Genossen Gysi und auch angesichts einiger Eigenarten des derzeitigen bundesdeutschen Rechtssystems es aber immer noch möglich erscheint, daß er doch IM "Gregor" ist.

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11. März 2008 17:27

@Frank Garbe

Hermann Weiß (Weiss10)

1.: Hier geht es um Politiker der Gegenwart, um Politiker, die derzeit aktiv sind, nicht um Politiker, die schon lange tot oder nicht mehr aktiv sind.
Ich bin gegen jeden Verbrecher.

2.: Herr Filbinger war Militärrichter und verurteilte nicht NS-Gegner, sondern Deserteure und andere, die sich im Militärdienst vergangen hatten. Todesurteile sprach er meines Wissens nur selten aus, und die trafen dann auch wirkliche Schwerstverbrecher wie beispielsweise einen Deserteur, der mehrere Kameraden hinterrücks ermordete, um zu desertieren.

3.: jeder Sozialismus ist verhängnisvoll, ob rot oder braun lackiert (frei nach dem einstigen SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher).
Der Kommunismus insgesamt hat vielfach mehr Menschen umgebracht und noch weitaus mehr Menschen ins Unglück gestürzt als der Nationalsozialismus.

Auch das SED-Regime war mörderisch, brachte hunderte Menschen um und noch viel mehr Menschen ins Elend.
Das NS-Regime war noch mörderischer als das SED-Regime, allerdings muß dabei auch berücksichtigt werden, daß es sich bei seinen schlimmsten Mordtaten im Krieg gegen eine riesige Übermacht befand. Damit will ich die NS-Taten nicht entschuldigen. Ich bin aber sicher, daß die SED im Kriege ähnlich brutal gewesen wäre.

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11. März 2008 13:12

Herr Hermann

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Wenn Sie schon Gregor Gysi hier als "alten SED-Kader" bezeichnen, sollten Sie eventuell noch erwähnen, daß er stets Regime-Gegner verteidigte in seiner Funktion als Anwalt.
Achja übrigens. Kurt-Georg Kiesinger war Mitglieder der NSDAP und wurde Bundeskanzler. Filbinger verurteilte Gegner des NS-Regimes zum Tode und wurde Ministerpräsident. Theodor Oberländer nahm am Hitler-Ludendorff-Putsch teil, wurde Mitglied der SA und war für Massaker an ukrainischen Juden und Russen in Lemberg und Umgebung verantwortlich. Dieser Herr wurde unter Adenauer Bundesministier. Wo sind die Aufschreie gegen die CDU? Oder sieht die Konservative die DDR tatsächlich als schlimmer, als das Dritte Reich an?

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11. März 2008 08:55

SED-PDS-Die Kinke damaliger Verrat an der SPD in der Ostzone

Bernd Höhle (Berwuz)

schon im Jahre 1949 wurde die SPD in der Ostzone, die sich "DDR" nannte durch einen gewissen Otto Grotewohl an die KPD verraten. Daraus entstand die Verbrecherpartei SED.
Liebe Leser, vielleicht wußtet Ihr das noch nicht, jedoch ist diese SPD mit seinem Vorsitzenden Beck auf dem besten Weg erneut Verrat an seinen Wählern zu begehen. Wollt Ihr wirklich Zustände wie in dem ehemaligen kommunistischen Verbrechersystem?
Eine mutige Frau Dagmar Metzger hat Stirn bewiesen und Ihr Freiheitsgefühl über den leichteren Weg des ja- sagens gestellt. Hut ab vor dieser mutigen Frau, Ehrlichkeit über den einfacheren Weg der Lüge zu stellen. Diese Frau hat erkannt, wohin ein Weg der Lüge führt, packen wir es an und trotzen den Lügen.

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10. März 2008 22:44

Die Linke = PDS = SED

Hermann Weiß (Weiss10)

Um das hier klarzustellen: Die sich derzeit "Die Linke" nennende Partei ist nichts anderes als die mehrfach umbenannte SED - mit dem Zusatz der WASG.

Zur Zeitabfolge:
Am 17.XII.1989 nannte sich die SED in "SED-PDS" um, am 4.II.1990 in "PDS", am 17.VII.2005 in "Die Linkspartei.PDS" oder auch kürzer "Die Linke.PDS", und seit dem 16.VI.2007 nennt die SED sich "Die Linke".
Bei allen Umbenennungen vor 2007 wurde weder der Vorstand ausgetauscht noch gab es Änderungen in der Parteimitgliedschaft.
Ob sie sich nun SED, SED-PDS, PDS oder Die Linkspartei.PDS nannte, es war immer dieselbe Partei. Lediglich am 16.V.2007 kamen noch die paar Genossen von der WASG dazu, ansonsten ist auch "Die Linke" immer noch die SED.

Auch an führenden Personalien läßt sich leicht erkennen, daß die "Linke" nichts anderes als die SED ist:
Genosse Parteivorsitzender Bisky ist seit 1963 (dem Jahr des Mauerbaus!) Mitglied der SED und saß 1989-1991 in deren Präsidium, Genosse Bundesfraktionsvorsitzender Gysi ist seit 1967 Mitglied der SED, war schon 1990-2000 deren Bundestagsgruppen- bzw. -fraktionsvorsitzender, 1989-1993 Parteivorsitzender usw.

Somit sind die obersten Positionen der SED alias "PDS" alias "Die Linke" immer noch von alten SED-Kadern besetzt.

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09. März 2008 20:17

Warum war HERR Metzger bei den Grünen ?

Laber Nase (labernase)

.. er wußte es selbst nicht mehr - und ist ausgetreten.
Warum ist FRAU Metzger in der SPD? Nur weil Koch weg sollte? Oder gibt's eigene Ziele? Haben die etwas mit dem "S" der SPD zu tun - oder werden sie durch den Aussichtratsposten vorgegeben? Im ersten Falle sollte man/frau fähig sein, Partner für diese Ziele zu suchen & zu finden ohne alte Kamellen hervorzukramen, für den zweiten Fall bietet der Namensvetter hinreichend viel Vorbildfunktion.

Schönen Wochenanfang!

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08. März 2008 20:17

besser Lügilanti gibt ihr Mandat zurück

Dirk Christof Wolf (Obelix2000)

Dagmar Metzger soll auf jeden Fall ihr Mandat behalten; ich habe die SPD nur wegen der glaubwürdigen Politik von Frau Metzger gewählt und natürlich wegen dem ''Versprechen'' von Lügilanti auf keinen Fall mit der Linkspartei zusammen gehen und ganz klar, Koch ist wegen seiner Ausländer- und Jugendpolitik etc. auf keinen Fall tragbar, aber da wussten die Wähler wenigstens von Anfang an wo sie dran sind. Ohnehin wäre mir Jürgen Walther als Kandidat (Wunschkandidat der Parteibasis) lieber gewesen. Am besten Lügilanti tritt aus der SPD aus und läuft zu der Linkspartei über und nimmt Kurt Beck gleich mit.

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08. März 2008 20:09

Es wird Zeit, die Wahlziele vorher schriftlich zu fixieren...

Stephan Volz (ikda)

Da das Gedächtnis insbesondere in Politikerkreisen mitunter nicht immer das beste ist, sollte man die Versprechen vor der Wahl gleich mit auf den Stimmzettel setzen und die Einkünfte daran koppeln. Für mehr Ehrlichkeit und Sachverstand in der Politik!
Wenn die Abgeordneten an die Fraktion gebunden sind, dann brauchen wir sie nicht, dann reicht eine Person pro Partei.

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08. März 2008 20:05

Es gibt noch aufrechte Politiker!

Andreas Horn (ahorn)

Schön, daß sich jemand nach der Wahl noch an seine Wahlversprechen erinnert. Wir brauchen mehr aufrechte und ehrliche Politiker/-innen in diesem Land, dann nimmt auch die Politikverdrossenheit in diesem Land wieder ab.
Schade ist nur, daß nun viele Politker Frau Metzger unter Druck setzen. Ich wünsche Ihr genug Stärke, um ihren Weg unbeirrt weiterzugehen!

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08. März 2008 14:50

Tradition

dieter diehm (johndow)

Endlich mal eine aufrechte Sozialdemokratin, die wieder in der Tradition von Kurt Schumacher steht. Sie sollte als MP-Kandidatin ihrer Partei für die Wahl antreten!

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08. März 2008 13:34

Pitiplatsch

J Chrispeels (JediYoda)

Die Macht geht vom Volke aus, nicht von der Partei. Ein gewählter Abgeordneter zumal wenn er direkt gewählt wurde, ist nur seinem Gewissen verpflichtet.
Wenn die Parteispitzen in Hinterzimmern ihre Strategien auskungeln und gewählte Abgeordnete zu überrumpeln versuchen, dann hat das nichts mehr mit einer repräsentativen Demokratie zu tun. Höchstens mit einer Demokratie a la Putin.

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08. März 2008 12:41

Ach haetten wir doch mehr Dagmar Metzgers in Deutschland!

Gerd Bauer (gwb)


Wieviel besser ginge es der Bundesrepublik Deutschland und den Buergern, wenn es mehr Politiker mit Rueckgrat gaebe, die sich nicht den parteipolitischen Zielen unterordnen. In Deutschland wird zu wenig Politik und viel zu viel Parteipolitik betrieben! Dies gilt fuer alle Parteien, nicht nur fuer die SPD. Wir Buerger haben die Nase voll von strategischen Luegen, wir verlangen ein sofortiges Ende dieser zynischen Machtmanoever! Die wahren Volksvertreter sind nicht Koch, Beck oder Ypsilanti, es ist Dagmer Becker!

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08. März 2008 10:56

@Christoph Maerz

Frank Garbe (Frank_Garbe)

So nennen Sie doch bitte jene Personen in der LINKEN die zu DDR Zeiten Verbrechen begangen haben, die in jedem anderen Lande strafbar gewesen wären, nur eben nicht in einer Diktatur. Die LINKE und auch schon die PDS haben sich deutlich von den Verbrechen die im Namen der SED und des angeblichen Sozialismus begangen wurden. Ähnliches hörte man von Kissinger und Filbinger im übrigen nie. Stämpelte man damals die CDU als undemokratisch ab? Was ist mit Schäubles Plänen zur Rundumüberwachung? Was dieser da vor hat, davon hätte die Stasi wahrscheinlich noch nicht einmal geträumt.
Die von Ihnen angeführten "sozialistischen" Länder sind ein sehr schlechtes Beispiel. Persönlich behaupte ich der Sozialismus im Geiste Marx und Engels wurde noch nirgends praktiziert, sondern Diktaturen als sozialistisch ausgegeben. Daher lässt sich auch nicht behaupten der Sozialismus funktioniert nicht oder funktioniert. Gerade China ist seit Deng Xiaoping eine reine nach Manchester Kapitalismus agierende Diktatur, davor war sie maoistisch-stalinistisch.
Man kann andere politische Ansichten als die LINKE haben, dies steht jedem frei. Nur sollte man dies inhaltlich begründen und nicht mit historischen Halbwissen.

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08. März 2008 09:56

Wer ist offen und ehrlich?

Klaus Kraemer (KlausKraemer)

Frau Metzger ist allenfalls eine Fußnote wert. Das eigentliche Problem ist der Niedergang der SPD. Früher war sie "Volkspartei". Heutzutage ist sie straff auf dem Wege zu einer 25 %-Partei. Diesen Niedergang hat die Schröder-SPD mit dem "größten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik" (FAZ über HartzIV) selbst verursacht. Oder wie kann man erklären, dass eine Partei links von der SPD sich nun auch in Westdeutschland etabliert und in die Länderparlamente einzieht?
<br>Die Grünen sind jedenfalls als sozialpolitische Opposition ausgefallen. Deswegen wirbt die CDU auch um die Grünen.
<br>
<br>Die FAZ wird noch lernen müssen, dass auch in Deutschland linke Parteien zur Normalität der politischen Demokratie gehören.
<br>
<br>Die Kommentare der FAZ gegen die Linkspartei sind kaum noch ernst zu nehmen. Da wird von "Kommunisten" und "Linksextremisten" schwadroniert. Fällt Ihnen eigentlich nichts besseres ein? Leben Sie immer noch in der alten Bundesrepublik?
<br>
<br>Die Linkspartei ist in ihrem Kern eine linke sozialdemokartische Partei. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Auch das konservative Bürgertum muss diese politische Lektion noch lernen.
<br>
<br>

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08. März 2008 09:23

www.dagmar-metzger.de..

Michael Meier (never1)

...ist um 9.15 am 08.03.08 nicht erreichbar und wohl gehackt!

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07. März 2008 19:48

Sie ist nicht

heinz peter (pitiplatsch)

offen und ehrlich sie ist eine Verräterin. Die Konsequenzen werden kommen so oder so.

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07. März 2008 19:04

@Garbe und Herrmann: alles schon vergessen?

Marzo Matto (maerzc)

Man kann es einfach nicht glauben, was manche Linke von sich geben. Anscheinend vertrauen sie - wahrscheinlich angesichts der Erosion des Schulwesens zurecht - auf die Geschichtsvergessenheit vieler Menschen.

Aktuell wird gestreikt: eine beträchtliche Zumutung für viele gerade auch sozial schwache Bürger im Land, die dennoch am Montag zur Arbeit gehen müssen und nicht wissen, wie sie kurzfristig den Weg zur Arbeit und eine Kinderbetreuung organisieren sollen. Dieser Streik wird von Leuten betrieben, die von sich behaupten, auf der Seite der sozial Schwachen zu stehen.

Der real existierende Sozialismus hat auch nach dem Krieg (DDR, CSSR, Polen, Ungarn, China, zuletzt Myanmar) blutig nachgewiesen, wie er mit solchen Demonstrierenden und Streikenden umgeht. Wer sich das wünscht, möge bitte in solche Länder auswandern.
Freiheitsliebende Bürger lehnen eine Regierungs-Beteiligung von Parteien ab, deren totalitäres Denken mit noch so viel gefressener Kreide nicht kaschiert werden kann, zumal sich die Protagonisten immer noch in prominenter Position in diesen Parteien wiederfinden und man sich kein bißchen von den DDR-Untaten distanzieren will.

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07. März 2008 18:04

Es geht auch um den Weg!

Sascha Kaiser (thorin)

In der Sache kann man eine solche Entscheidung sicher gut respektieren. Es geht aber auch um den Weg. Wenn eine Fraktion eine Sitzung anberaumt, um eine Entscheidung von der Tagweite einer Minderheitsregierung mit den Grünen zu entscheiden, dann gibt es drei Möglichkeiten:
- am besten ist es, man geht hin und nimmt Einfluss
- wenn das nicht geht, dass kann man vorab darüber informieren, dass man diesen Kurs nicht mitgehen könne
- oder man bleibt weg und äußert sich vorab nicht und trägt dann einfach den Entschluss mit, der getroffen wird.
Aber nicht zu kommen, Ypsilanti mit dem Fraktionsbeschluss an die Öffentlichkeit gehen lassen und diesen dann zu kippen - das ist vom Verfahren her nicht richtig, egal wie man in der Sache dazu steht.

Aber so fragwürdig der Weg auch war: er führte direkt zu bundesweiter Bekanntheit einer Politikerin, die bis dahin niemand zur Kenntnis genommen hat. Ob man zur Erreichung eines solchen Zieles und zur persönlichen Profilierung seine Parteichefin ans Messer liefern darf - das ist sicher auch eine Gewissensfrage. Frau Metzger scheint jedenfalls hier keine Gewissensbisse zu haben.

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07. März 2008 17:47

@ Herr Garbe

Peter Becker (sidewinderpeter)

Nach Ihrer Argumentation("die SED gibt es seit dem 04.02.1990 nicht mehr") dürfte es ja seit dem 08.05.1945 ja auch keine Nazis bzw. kein rechtsradikales Gedankengut mehr geben.

Außerdem ist es ein äußerst respektabler Auftritt von Frau Metzger, ihrer Landesvorstandsvorsitzenden aufzuzeigen, dass sie wenigstens ein Stück weit zu Ihren Aussagen stehen muss, wenn sie als Führungskraft akzeptiert werden soll. Frau Metzger ist eben nicht einfach nur mediengeil: sie stellt sich demonstrativ gegen den polulären Mainstream. Und das ist mutig!

Die Gewissensentscheidung, nicht mit der LINKEN zusammezuarbeiten, ist schon vom Grundsatz der Meinungsfreiheit her zu respektieren, auch von Ihnen, Herr Garbe. Da können auch keine Tiraden eines offensichtlich verärgerten Radikalen gegen die Werte des Grundgesetzes etwas ausrichten.

Und um den Vergleich als Beispiel heranzuführen: die CDU/CSU arbeitet auch nicht mit der DVU, der NPD oder den Republikanern zusammen. Wieso sollte dann die SPD mit einer extremen Partei wie der LINKEn zusammenarbeiten?

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07. März 2008 17:43

Breite Basis

Kunibert Fürchtegott (madzger)

"Das Selbstbewusstsein, mit dem die Novizin auftritt, beruht in ihrer Heimatstadt Darmstadt auf einer breiten Basis."

Wenn man mal von 30000 Studenten absieht, die nur sehr ungern Studiengebühren bezahlen.

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07. März 2008 17:40

Es ist ein Fehler

Günther Jacobs (gjacobs)

wenn Parteien unabhaengige Persoenlichkeiten in die Parlamente schicken.
Nur beruslose Parteisoldaten hat man richtig im Griff. Ironie aus !
Respekt fuer Frau Metzger

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07. März 2008 17:39

Wer verriet hier wen?

joachim burkart (fazburri)

"Solche Leute würde ich, wenn ich in der SPD wäre, als Verräter bezeichnen" - es ist doch einigermaßen erschreckend, so etwas in einer Stellungnahme zum Fall Ypsilanti zu lesen. Darf man vielleicht noch fragen, wer hier eigentlich wen verraten hat? Doch Frau Ypsilanti den Wählerwillen, würde ich meinen. Aber bei den Linken geht es halt weniger um diese Art von Verrat, sondern um blinde Gefolgschaft.

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07. März 2008 17:37

nichts fällt so sehr auf

Horst Dettweiler (dettw)

wie ein/e Politiker/in, mit dem Atttribut "offen und ehrlich" ist. Im Parteienkosmos aalglatter Beliebigkeitsstrategen findet der Wahlbürger das leider so selten wie eine Perle in einer Muschel.

Dass solche Eigenschaften überhaupt als achtes Weltwunder bestaunt werden, obgleich sie ja eher selbverständlich sein sollten, ist unser Problem.

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07. März 2008 17:31

genau ...

fridjoft scholz (fscholz1)

offen und ehrlich ,nur dem eigenen Gewissen verpflichtet , und den Erben von Stasi , Mauer und Unterdrückung endlich die rote Karte gezeigt.

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07. März 2008 17:22

Eine goldene Ausnahme

Wolf Rübner (wruebner)

Frau Metzger verdient großen Respekt für ihren Mut und ihre Geradlinigkeit.
Die anderen Akteure der SPD verdienen nur die "Goldene Ananas".

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07. März 2008 17:04

Es gehört sich so!

Emanuel Schwabe (fray048x)

Wie vor der Wahl versprochen, so nach der Wahl gehalten. Moral zählt also doch!
Frau Metzger hat nicht vergessen, daß Kommunisten gefährlich sind, wenn sie an der Macht sind.

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07. März 2008 16:50

Nur eine hatte ein Gewissen

joachim burkart (fazburri)

Wie schön, daß es in der SPD wenigstens eine Person gibt, die den Mut hatte, zu ihrer Meinung zu stehen, während andere - wie der Herr Walter - zwar auch "dagegen" waren, aber jederzeit für ihren Posten und ihre Geltungssucht gegen ihre Überzeugung zu handeln bereit waren.

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07. März 2008 16:49

Offen und ehrlich?

Heinz Mann (Hmann0815)

Das Ziel jeder Partei kann nur sein zu regieren, sonst braucht sie erst gar nicht anzutreten.
Rein programmatisch hat die SPD mit der LINKEN die größte Übereinstimmung. Und die GRÜNEN sind willig für eine Koalition.
Und dann kommt eine daher und vermasselt die greifbar nahe Chance, das höchste Ziel der Partei zu erreichen.

Und dafür wird sie von den Medien gelobt. Das Lob gilt aber nicht wirklich der Frau Metzger sondern einem SPD-Fraktionsmitglied, das ein Mitregieren der LINKEN verhindert hat - wenn auch um den Preis der Selbstaufgabe aller Chancen. Die SPD (Hessen) wird sich von diesem Schlag so schnell nicht erholen.

Solche Leute würde ich, wenn ich in der SPD wäre, als Verräter bezeichnen.

Nur zur Erinnerung: Nach Umfragen ist die LINKE derzeit in den neuen Bundesländern die stärkste Kraft (29%), gefolgt von CDU (26%) und SPD (23%). Aber die LINKE ist nicht regierungsfähig? Nein, die anderen Parteien haben die Hosen voll, und die Massenmedien, die bekanntlich ein paar wenigen reichen Leuten gehören, besorgen das Geschäft der arg in Bedrängnis geratenen Parteien.

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07. März 2008 16:34

Rampenlicht...

Frank Garbe (Frank_Garbe)

...mehr wollte Frau Metzger nicht. Inhaltlich war ihre Erklärung zu ihrrer angeblichen "Gewissensentscheidung" leer und nicht direkt durch Sachkenntnis getrübt. Wer immer noch nicht verstanden hat, daß es die SED seit dem 4.2.1990 nicht mehr gibt, sollte nicht in einem deutschen Landtag sitzen. Wer die DDR immernoch für schlimmer hält das Dritte Reich sollte auf der politischen Bühne rein gar nichts zusuchen haben. Oder haben Leute für Frau Metzger vergessen, daß die CDU Nationalsozialisten und Kriegsverbrecher in Amt und Würden in Land und Bund brachte? Hat Frau Metzger vergessen, daß Herr Koch nur mit Hilfe von Schwarzgeld an die Macht kam?
Offensichtlich ja oder eben nicht und ihr geht es allein darum, für einen kurzen Moment im Rampenlicht zu stehen um dann sang- und klanglos auf der Hinterbank zu verschwinden. Mit Offenheit und Ehrlichkeit hatte dies jedenfalls nichts zutun.

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