Dagmar Metzger

Offen und ehrlich

Sie hat die Bühne der Landespolitik mit einem Paukenschlag betreten, dessen Echo in der ganzen SPD zu hören ist. Dagmar Metzgers Ankündigung, Ypsilanti nicht zu unterstützen, brachte die SPD in Hessen heftig ins Wanken. Von Peter Zitzmann

Lesermeinungen zum Beitrag

14. März 2008 12:29

Fortsetzung

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Vielleicht sollten Sie dazu einmal die Bücker "Der Erste" und "Der Zweite" von Landolf Scherzer lesen. Doch konkret zu Gregor Gysi. Dieser verteidigte als Anwalt unter anderem Rudolf Bahro, den als Dissident verfolgte Robert Havemann und die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley. Dazu übernahm er die Vertretung mehrer politischer und kirchlicher Gruppen.
Im Übrigen war es auch Gysi der 1989 als erster eine Änderung des Wahlrechts sowie die Einführung eines Verfassungsgerichts forderte.

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14. März 2008 12:27

Merkwürdiges Geschichtsverständnis Teil 1

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Herr Hermann, Filbinger war Mitglieder der NSDAP der er freiwillig beitrat. Seine Todesurteile gegen Desserteure die sich diesem Vernichtungskrieg widersetzten, waren daher sehr wohl politisch motiviert. Aber wir können auch zu lebenden Politikern kommen. Da gibt es einen Helmut Kohl, der nur deshalb nicht in Beugehaft sitzt, weil seine Partei dies verhindert. Da gibt es einen Schäuble der nur deshalb nicht wegen Steuerhinterziehung und Schwarzgeldannahme verurteilte, weil Mitglieder seiner Partei Meineide schworren. Selbiges gilt für Koch. Einer dieser Meineidigen ist heute ebenfalls Bundesminister. Und nur noch nebenbei: in den sechsen Jahren von 1933 bis 1938 wurden im Dritten Reich weit mehr Menschen ermordet und gefoltert, als es in der gesamten DDR Geschichte an politisch Verfolgten gab. Das Kriegsargument verfängt also nicht.
Hier wäre vielleicht auch zu erwähnen, daß die DDR Führung so verbrecherisch sie war 1989 eben keinen Schiessbefehl gab.
Doch nun zu Gregor Gysi. Vielleicht kennen Sie sich mit der DDR nicht so wirklich aus, doch nur weil jemand in der SED war, hieß er damit nicht automatisch alles gut. Wie schon erwähnt kam der größte offenen Widerstand gegen das Regime aus der SED selbst.

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11. März 2008 17:43

zu Gregor Gysi

Hermann Weiß (Weiss10)

Daß Genosse Gysi Anwalt war, ist mir bekannt. Hingegen ist mir bisher nicht bekannt, daß er Regime-Gegner verteidigt haben soll. Wie auch, war er doch selbst in der SED, also Teil des Regimes!

Dagegen ist mir bekannt, daß er möglicherweise der Stasi-IM "Gregor" ist.
Vor Gericht konnte er zwar nicht überführt werden, aber seine Unschuld wurde meines Wissens auch nicht bewiesen.

Ich weiß, daß in einem Rechtsstaat jemand solange als unschuldig gilt, solange nicht seine Schuld bewiesen ist. Deswegen schreibe ich ja auch nur "möglicherweise". Ich bitte um Verständnis, daß mir angesichts des Werdegangs und auch der gegenwärtigen Politik des Genossen Gysi und auch angesichts einiger Eigenarten des derzeitigen bundesdeutschen Rechtssystems es aber immer noch möglich erscheint, daß er doch IM "Gregor" ist.

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11. März 2008 17:27

@Frank Garbe

Hermann Weiß (Weiss10)

1.: Hier geht es um Politiker der Gegenwart, um Politiker, die derzeit aktiv sind, nicht um Politiker, die schon lange tot oder nicht mehr aktiv sind.
Ich bin gegen jeden Verbrecher.

2.: Herr Filbinger war Militärrichter und verurteilte nicht NS-Gegner, sondern Deserteure und andere, die sich im Militärdienst vergangen hatten. Todesurteile sprach er meines Wissens nur selten aus, und die trafen dann auch wirkliche Schwerstverbrecher wie beispielsweise einen Deserteur, der mehrere Kameraden hinterrücks ermordete, um zu desertieren.

3.: jeder Sozialismus ist verhängnisvoll, ob rot oder braun lackiert (frei nach dem einstigen SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher).
Der Kommunismus insgesamt hat vielfach mehr Menschen umgebracht und noch weitaus mehr Menschen ins Unglück gestürzt als der Nationalsozialismus.

Auch das SED-Regime war mörderisch, brachte hunderte Menschen um und noch viel mehr Menschen ins Elend.
Das NS-Regime war noch mörderischer als das SED-Regime, allerdings muß dabei auch berücksichtigt werden, daß es sich bei seinen schlimmsten Mordtaten im Krieg gegen eine riesige Übermacht befand. Damit will ich die NS-Taten nicht entschuldigen. Ich bin aber sicher, daß die SED im Kriege ähnlich brutal gewesen wäre.

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11. März 2008 13:12

Herr Hermann

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Wenn Sie schon Gregor Gysi hier als "alten SED-Kader" bezeichnen, sollten Sie eventuell noch erwähnen, daß er stets Regime-Gegner verteidigte in seiner Funktion als Anwalt.
Achja übrigens. Kurt-Georg Kiesinger war Mitglieder der NSDAP und wurde Bundeskanzler. Filbinger verurteilte Gegner des NS-Regimes zum Tode und wurde Ministerpräsident. Theodor Oberländer nahm am Hitler-Ludendorff-Putsch teil, wurde Mitglied der SA und war für Massaker an ukrainischen Juden und Russen in Lemberg und Umgebung verantwortlich. Dieser Herr wurde unter Adenauer Bundesministier. Wo sind die Aufschreie gegen die CDU? Oder sieht die Konservative die DDR tatsächlich als schlimmer, als das Dritte Reich an?

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11. März 2008 08:55

SED-PDS-Die Kinke damaliger Verrat an der SPD in der Ostzone

Bernd Höhle (Berwuz)

schon im Jahre 1949 wurde die SPD in der Ostzone, die sich "DDR" nannte durch einen gewissen Otto Grotewohl an die KPD verraten. Daraus entstand die Verbrecherpartei SED.
Liebe Leser, vielleicht wußtet Ihr das noch nicht, jedoch ist diese SPD mit seinem Vorsitzenden Beck auf dem besten Weg erneut Verrat an seinen Wählern zu begehen. Wollt Ihr wirklich Zustände wie in dem ehemaligen kommunistischen Verbrechersystem?
Eine mutige Frau Dagmar Metzger hat Stirn bewiesen und Ihr Freiheitsgefühl über den leichteren Weg des ja- sagens gestellt. Hut ab vor dieser mutigen Frau, Ehrlichkeit über den einfacheren Weg der Lüge zu stellen. Diese Frau hat erkannt, wohin ein Weg der Lüge führt, packen wir es an und trotzen den Lügen.

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10. März 2008 22:44

Die Linke = PDS = SED

Hermann Weiß (Weiss10)

Um das hier klarzustellen: Die sich derzeit "Die Linke" nennende Partei ist nichts anderes als die mehrfach umbenannte SED - mit dem Zusatz der WASG.

Zur Zeitabfolge:
Am 17.XII.1989 nannte sich die SED in "SED-PDS" um, am 4.II.1990 in "PDS", am 17.VII.2005 in "Die Linkspartei.PDS" oder auch kürzer "Die Linke.PDS", und seit dem 16.VI.2007 nennt die SED sich "Die Linke".
Bei allen Umbenennungen vor 2007 wurde weder der Vorstand ausgetauscht noch gab es Änderungen in der Parteimitgliedschaft.
Ob sie sich nun SED, SED-PDS, PDS oder Die Linkspartei.PDS nannte, es war immer dieselbe Partei. Lediglich am 16.V.2007 kamen noch die paar Genossen von der WASG dazu, ansonsten ist auch "Die Linke" immer noch die SED.

Auch an führenden Personalien läßt sich leicht erkennen, daß die "Linke" nichts anderes als die SED ist:
Genosse Parteivorsitzender Bisky ist seit 1963 (dem Jahr des Mauerbaus!) Mitglied der SED und saß 1989-1991 in deren Präsidium, Genosse Bundesfraktionsvorsitzender Gysi ist seit 1967 Mitglied der SED, war schon 1990-2000 deren Bundestagsgruppen- bzw. -fraktionsvorsitzender, 1989-1993 Parteivorsitzender usw.

Somit sind die obersten Positionen der SED alias "PDS" alias "Die Linke" immer noch von alten SED-Kadern besetzt.

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09. März 2008 20:17

Warum war HERR Metzger bei den Grünen ?

Laber Nase (labernase)

.. er wußte es selbst nicht mehr - und ist ausgetreten.
Warum ist FRAU Metzger in der SPD? Nur weil Koch weg sollte? Oder gibt's eigene Ziele? Haben die etwas mit dem "S" der SPD zu tun - oder werden sie durch den Aussichtratsposten vorgegeben? Im ersten Falle sollte man/frau fähig sein, Partner für diese Ziele zu suchen & zu finden ohne alte Kamellen hervorzukramen, für den zweiten Fall bietet der Namensvetter hinreichend viel Vorbildfunktion.

Schönen Wochenanfang!

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08. März 2008 20:17

besser Lügilanti gibt ihr Mandat zurück

Dirk Christof Wolf (Obelix2000)

Dagmar Metzger soll auf jeden Fall ihr Mandat behalten; ich habe die SPD nur wegen der glaubwürdigen Politik von Frau Metzger gewählt und natürlich wegen dem ''Versprechen'' von Lügilanti auf keinen Fall mit der Linkspartei zusammen gehen und ganz klar, Koch ist wegen seiner Ausländer- und Jugendpolitik etc. auf keinen Fall tragbar, aber da wussten die Wähler wenigstens von Anfang an wo sie dran sind. Ohnehin wäre mir Jürgen Walther als Kandidat (Wunschkandidat der Parteibasis) lieber gewesen. Am besten Lügilanti tritt aus der SPD aus und läuft zu der Linkspartei über und nimmt Kurt Beck gleich mit.

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08. März 2008 20:09

Es wird Zeit, die Wahlziele vorher schriftlich zu fixieren...

Stephan Volz (ikda)

Da das Gedächtnis insbesondere in Politikerkreisen mitunter nicht immer das beste ist, sollte man die Versprechen vor der Wahl gleich mit auf den Stimmzettel setzen und die Einkünfte daran koppeln. Für mehr Ehrlichkeit und Sachverstand in der Politik!
Wenn die Abgeordneten an die Fraktion gebunden sind, dann brauchen wir sie nicht, dann reicht eine Person pro Partei.

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08. März 2008 20:05

Es gibt noch aufrechte Politiker!

Andreas Horn (ahorn)

Schön, daß sich jemand nach der Wahl noch an seine Wahlversprechen erinnert. Wir brauchen mehr aufrechte und ehrliche Politiker/-innen in diesem Land, dann nimmt auch die Politikverdrossenheit in diesem Land wieder ab.
Schade ist nur, daß nun viele Politker Frau Metzger unter Druck setzen. Ich wünsche Ihr genug Stärke, um ihren Weg unbeirrt weiterzugehen!

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08. März 2008 14:50

Tradition

dieter diehm (johndow)

Endlich mal eine aufrechte Sozialdemokratin, die wieder in der Tradition von Kurt Schumacher steht. Sie sollte als MP-Kandidatin ihrer Partei für die Wahl antreten!

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08. März 2008 13:34

Pitiplatsch

J Chrispeels (JediYoda)

Die Macht geht vom Volke aus, nicht von der Partei. Ein gewählter Abgeordneter zumal wenn er direkt gewählt wurde, ist nur seinem Gewissen verpflichtet.
Wenn die Parteispitzen in Hinterzimmern ihre Strategien auskungeln und gewählte Abgeordnete zu überrumpeln versuchen, dann hat das nichts mehr mit einer repräsentativen Demokratie zu tun. Höchstens mit einer Demokratie a la Putin.

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08. März 2008 12:41

Ach haetten wir doch mehr Dagmar Metzgers in Deutschland!

Gerd Bauer (gwb)


Wieviel besser ginge es der Bundesrepublik Deutschland und den Buergern, wenn es mehr Politiker mit Rueckgrat gaebe, die sich nicht den parteipolitischen Zielen unterordnen. In Deutschland wird zu wenig Politik und viel zu viel Parteipolitik betrieben! Dies gilt fuer alle Parteien, nicht nur fuer die SPD. Wir Buerger haben die Nase voll von strategischen Luegen, wir verlangen ein sofortiges Ende dieser zynischen Machtmanoever! Die wahren Volksvertreter sind nicht Koch, Beck oder Ypsilanti, es ist Dagmer Becker!

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08. März 2008 10:56

@Christoph Maerz

Frank Garbe (Frank_Garbe)

So nennen Sie doch bitte jene Personen in der LINKEN die zu DDR Zeiten Verbrechen begangen haben, die in jedem anderen Lande strafbar gewesen wären, nur eben nicht in einer Diktatur. Die LINKE und auch schon die PDS haben sich deutlich von den Verbrechen die im Namen der SED und des angeblichen Sozialismus begangen wurden. Ähnliches hörte man von Kissinger und Filbinger im übrigen nie. Stämpelte man damals die CDU als undemokratisch ab? Was ist mit Schäubles Plänen zur Rundumüberwachung? Was dieser da vor hat, davon hätte die Stasi wahrscheinlich noch nicht einmal geträumt.
Die von Ihnen angeführten "sozialistischen" Länder sind ein sehr schlechtes Beispiel. Persönlich behaupte ich der Sozialismus im Geiste Marx und Engels wurde noch nirgends praktiziert, sondern Diktaturen als sozialistisch ausgegeben. Daher lässt sich auch nicht behaupten der Sozialismus funktioniert nicht oder funktioniert. Gerade China ist seit Deng Xiaoping eine reine nach Manchester Kapitalismus agierende Diktatur, davor war sie maoistisch-stalinistisch.
Man kann andere politische Ansichten als die LINKE haben, dies steht jedem frei. Nur sollte man dies inhaltlich begründen und nicht mit historischen Halbwissen.

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