Hessen-SPD

Nach den Bauchschmerzen der Kater

In der hessischen SPD war die Versuchung stärker als die Angst: Die Hoffnung, nach neun Jahren Opposition endlich wieder Politik gestalten zu können, hatte bei so manchem Skeptiker einen Meinungswandel hervorgerufen. Realpolitik statt Jeanne d'Arc. Von Ralf Euler, Wiesbaden

Lesermeinungen zum Beitrag

08. März 2008 14:39

Wer seine Vergangenheit verleugnet......

Samson Fung (SamsonFung)

"Wer seine Vergangenheit verleugnet, verliert seine Zukunft" (Konfuzius), dies gilt derzeit in besonderem Maße für die deutsche Sozialdemokratie, die die Prinzipien auf denen sie gegründet wurde, verleugnet und verrät. Alles zum Wohle des "Volkes" oder ehrlicher des einzigen "Götzen" der in der Politik noch zählt: der MACHT. Das deutsche Volk und die Sozialdemokratie sollten sich glücklich und geehrt schätzen, Menschen wie Frau Metzger unter sich zu haben, die Ihrem Gewissen und Ihrem Wort verpflichtet sind und nicht der skrupellosen Machtgier. Nicht umsonst haben die Väter des Grundgesetzes es wohlwissend in der Verfassung verankert, daß der Abgeordnete nur seinem Gewissen verpflichtet ist . Frau Metzger kann man für die kommenden Tage nur wünschen: Bleibe standhaft und möge die MACHT mit Dir sein !

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08. März 2008 10:28

Das große Glück den einfachen Weg gehen zu können

Paul Rabe (heidelpaul)

Ich hatte großen Respekt vor Frau Ypsilanti, daß sie es gewagt hatte den unglaublich schwierigen Weg einer Minderheitsregierung zu gehen um ihre Inhalte durchzusetzen welche sie den Wählern versprochen hat.

Sie wäre vom ersten Tag an das Zielobjekt jeglicher Anti-Rhetorik des politischen Gegners und großer Teile der Presse gewesen. Es war Ihr klar, daß sie damit politisch nur verlieren konnte denn jeder Politiker weis , daß er in einem solchen Medienfeuer früher oder später verbrannt wäre.

Respekt vor einer Politikerin, welche mal die Sache vor ihre eigene Karriere stellt !!

Jetzt hat sie großes Glück gehabt. In der Opposition lebt es sich angenehm und ungefährlich. Dort kann sie auch die hessische Politik bestimmen und an den Fäden ihrer Mehrheit (die ja inhaltlich nach wie vor bei den Sachthemen gegeben ist) Herrn Koch wie eine Marionette tanzen lassen.

Es ist jetzt der einfachere Weg, ich hätte ihr aber gegönnt ihren Mut auch beweisen zu können.

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08. März 2008 04:59

Manche verstehen nur wenig von Politik

Gunther Wolkenstein (Gunther.Wolkenstein)

In Hessen besteht zum Glück eine Rot-Rot-Grüne Mehrheit....
Gemeinsame Politikvorhaben der Parteien werden von einer künftigen Rot-Rot-Grünen Mehrheit durchgesetzt.

Dazu braucht man den Posten des Ministerpräsident/In nicht.

In Hessen ist Rot/Rot/Grün an der Macht. Und zwar mit einner Mehrheit von 4 Stimmen im Paralment.

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08. März 2008 00:01

Mit jedem zu koalieren ist nicht "Realpolitik"

Josef Bujtor (Mramorak)

Realpolitik ist sich auf die beine zu stellen und dem Volk zu sagen was es wissen muß! Und damit den Menschen die Gelegenheit geben selber zu entscheiden. Wer nicht den Mut hat, sich auf die Seite der Wahrheit zu stellen ist nicht mehr als ein rieseger Feigling - und davon gibt es leider zuviele zur Zeit in unserem Lande.
Realpolitik ist die unerträglichen Zustände ("Realitäten") zu ändern.
Wer bisher vonder Nachkriegszeit nocht nichts in Sachen Realpolitik gelernt hat, sollte weiter schlafen.

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