Neben dem Kreditrisiko trägt ein Anleger beim Kauf einer Anleihe ein gewisses Zinsänderungsrisiko. Und zwar in zweifacher Hinsicht. Ist er aus einem bestimmten Grund gezwungen, das Wertpapier vor Verfall zu verkaufen, dann ist es relativ unwahrscheinlich, dass die Zinsen am Kapitalmarkt genau auf dem Niveau sind, auf dem sie beim Kauf lagen.
Hat er etwa eine Anleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Kupon von fünf Prozent gezeichnet, als auch der Kapitalmarktzins bei fünf Prozent lag, dann lag der Preis - zumindest theoretisch - genau bei 100 Prozent. Wollte er also 2.000 Euro investieren, so hat ihn das Investment genau 2.000 * 100 Prozent = 2.000 Euro gekostet.
Kursgewinne und -verluste bei Anleihen
Ist kurze Zeit später der Kapitalmarktzins von fünf auf sechs Prozent gestiegen, so änderte sich damit auch die Basis für die Bewertung seiner Anleihe. Sein zukünftiger Zahlungsstrom hat sich nicht geändert, denn er erhält nach wie vor jedes Jahr seinen Kupon von fünf Prozent auf das investierte Kapital. Allerdings wird der jetzt mit dem höheren Zinssatz von sechs Prozent abdiskontiert. Dadurch fällt aber der Preis seiner Anleihe von 100 Prozent auf 92,64 Prozent. Und damit natürlich auch der Wert seines Investments auf 2.000 * 92,64 Prozent = 1.853 Euro. Mit anderen Worten, er hätte in diesem Fall einen Kursverlust von rund sieben Prozent zu realisieren.
Genau das Gegenteil würde passieren, wenn der Kapitalmarktzins von fünf auf vier Prozent gefallen wäre. Der Wert der Anleihe würde von 100 auf 108 Prozent steigen, sein Investment wäre mit 2.162 Euro etwa acht Prozent mehr wert als zuvor.
Konzept der Duration
Daraus lässt sich zumindest rudimentär das Konzept der Duration ableiten. Die läge in diesem speziellen Fall bei etwa 7,8 und würde nichts anderes sagen als: wenn sich der Kapitalmarktzins um einen Prozentpunkt verändert, dann steigt oder fällt der Wert meiner Anleihe um 7,8 Prozent. Die Duration ist also nichts anderes, als ein Maß dafür, wie stark eine Anleihe auf eine Zinsänderung reagiert. Sie ist um so größer, je länger die Laufzeit einer Anleihe ist und je tiefer ihr Kupon.
Das Zinsniveau hat aber nicht nur Einfluss auf den Preis einer Anleihe. Denn auch die Wiederanlage der während der Laufzeit ausbezahlten Kupons hängt natürlich davon ab. Allerdings kann dieser Effekt für Privatanleger normalerweise vernachlässigt werden.
Die Grafik zeigt den idealtypschen Zusammenhang zwischen dem Zinsniveau/Rendite und dem theoretischen Wert einer zehnjährigen Anleihe mit einem Kupon von fünf Prozent.
Text: @cri
| Tops & Flops | +/- | Prozent |
|---|---|---|
| VOLKSWAGEN AG STAMMA | +45,13 | +15,20 |
| K+S AKTIENGESELLSCHA | -0,15 | -0,39 |
| MAN AG STAMMAKTIEN O | -0,40 | -1,01 |
| DEUTSCHE BANK AG NAM | -5,99 | -16,08 |
| DEUTSCHE POSTBANK AG | -3,87 | -14,61 |
| INFINEON TECHNOLOGIE | -0,44 | -13,68 |
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 4.544,31 | -7,01 |
| TecDax | 516,75 | -4,81 |
| DowJones | 8.451,19 | -1,49 |
| Nasdaq | 1.649,51 | +0,27 |
| STOXX 50 | 2.421,87 | -7,86 |
| Nikkei 225 | 8.276,43 | -9,62 |
| S&P 500 Zert. | 8,83 | -10,45 |
| Euro/Dollar | 1,34 | +0,00 |
| Bund Future | 114,67 | -1,44 |
| Gold | 847,40 | +0,00 |
| Öl | 76,65 | -7,49 |