Oft überleben die einfachsten Weisheiten. So lautet der vielleicht berühmteste Satz der 1976 verstorbenen Wall Street-Legende Benjamin Graham: Das größte Problem für Anleger - und ihr schlimmster Feind - sind wohl sie selbst.
Bis heute boomen die Tips, wie denn die Investoren diesen ihren schlimmsten Feind, den gar nicht so weise handelnden Homo sapiens, überwinden können, um sich zumindest auf dem Börsenparkett in den rational entscheidenden Homo oeconomicus zu verwandeln.
Die Sinnhaftigkeit der meisten dieser Grundsätze ist allgemein akzeptiert. FAZ.NET hat einige lehrbuchhafte und gewinnversprechende Anlagevorsätze gesammelt und stellt sie nach und nach im folgenden Spezial vor.
Regeln zu erkennen ist das eine ...
Tatsächlich zielen alle diese Anlageregeln letztlich darauf, menschliche Schwächen zu korrigieren, also am Kapitalmarkt unmenschlicher, das heißt emotionsloser, rationaler und disziplinierter zu agieren. Denn die Börse verzeiht menschliche Schwächen am wenigsten, so scheint es.
Aber Vorsicht: Trotz aller Verhaltensregeln und Strategietipps für den Anlageerfolg ist die Zahl der Verlierer an der Börse nicht geringer geworden. Denn sinnvolle Verhaltensregeln zu erkennen, ist nur der erste Schritt zum Erfolg.
... sie zu befolgen, das andere
Sie auch zu befolgen, ist ungleich schwieriger, wie professionelle Anlageexperten immer wieder selbstkritisch bestätigen. Im entscheidenden Moment kommt nämlich immer wieder das menschliche Element ins Spiel. Die rational anerkannte Regel scheint in eben diesem Augenblick nicht gültig zu sein, und der Homo sapiens vertraut auf seine Intuition - oft zu seinem eigenen Schaden.
Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.
Text: @cri