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Studium

Neuer Studiengang Fachjournalistik an der Macromedia FH




15. Juni 2007 
Die Macromedia Fachhochschule der Medien startet mit den bundesweit ersten Fachrichtun-gen Sport- und Kulturjournalismus sowie Wirtschafts- und Finanzjournalismus im kommen-den Wintersemester den neuen Bachelor-Studiengang Journalistik. Die Akkreditierung wird im Juli erwartet. Studienorte sind München, Köln und Hamburg. Die Bewerbung für das Win-tersemester 07/08 ist ab sofort möglich.

„Wir sehen einen klaren Bedarf an gezielt ausgebildeten Fachjournalisten“, so Joachim Scheurer, Kanzler der Macromedia Fachhochschule der Medien (MFM), über den neuen Studiengang Fachjournalistik, der sich im Akkreditierungsverfahren befindet. In vielen Berei-chen werde Nachwuchs gesucht, der sowohl wissenschaftlich als auch fachlich und redakti-onell gebildet ist. „Bei uns bündeln sich alle Medienkompetenzen unter einem Dach. Studie-rende können sich früh mit Dozenten aus der Praxis und Medienstudierenden anderer Fä-cher vernetzen“, so Scheurer. Die Vorgespräche zur Berufung der Journalismus-Professoren laufen. Bereits an Bord ist der diesjährige Grimme-Preisträger und MONITOR-Reporter Prof. Dr. Kim Otto. „Mit den drei Fachrichtungen setzen wir auf expandierende Berufsfelder“, stellt MFM-Professor Otto fest, „die neuen Studenten können direkt auf die umfassende techni-sche Ausstattung zurückgreifen, zum Beispiel die Radio- und TV-Aufnahmestudios.“ An der im letzten Herbst gegründeten Privathochschule studieren bereits 360 Studierende in den Fächern Medienmanagement, Digitale Medienproduktion sowie Film und Fernsehen.

Berufsfeld Journalismus im Umbruch

Wo früher mit etwas Begabung ein Quereinstieg möglich war, sind Journalisten heute auch gut ausgebildete Medienmacher in einer ausdifferenzierten Medienwelt mit zunehmend crossmedialen Angeboten. „Eine zeitgemäße journalistische Hochschulausbildung ist daher theoriestark, praxisnah und verbindet klassische Aufgaben mit den neuen Herausforderun-gen“ beschreibt der Kanzler der Medien-FH den Anspruch an das neue Fach, das in nur drei Jahren plus Praktikumssemester zum Bachelor-Abschluss führt. Immer weniger Redaktionen könnten es sich leisten, neben dem hektischen Tagesgeschäft neue Mitarbeiter anzulernen. Genau dort setzen die neuen Bachelor-Studiengänge an. Prof. Dr. Perry Reisewitz, der an der MFM Kommunikationsmanagement lehrt, stellt einen steigenden Bedarf an Fachjourna-listen fest „denn in Deutschland haben viele Unternehmen das Potenzial des Corporate Publishing noch nicht entdeckt. Fachjournalisten bringen hier das redaktionelle Handwerks-zeug, das spezifische Know-how und den entsprechenden Weitblick mit.“

Journalistisches Handwerk als Basis

Im Mittelpunkt stehe jedoch weiterhin die journalistische Ausbildung, die das Handwerk an-hand von Beiträgen für Print, Online, Hörfunk, Fernsehen, Public Relations und die neuen crossmedialen Angebote trainiert. Redaktionelle Abläufe werden in Lehrredaktionen einge-übt. Die stark erweiterten Aufgaben heutiger Journalisten erforderten verstärkt wirtschaftliche und managementbezogene Kompetenzen. Diese werden in Seminaren über Management, Wirtschaft sowie Projekt- und Redaktionsmanagement vermittelt. Seminare in Medien- und Kommunikationstheorie, Medienpolitik, Medienproduktion, Medientechnik sowie Medienwirt-schaft vermitteln den notwendigen theoretischen Hintergrund, um neuen Entwicklungen auf akademischem Niveau begegnen und sie erfolgreich gestalten zu können.

Management und Fachgebiet als Kür

Über diese verbindlichen Grundlagen hinaus können die Studierenden sich auf ein Bericht-erstattungsfeld spezialisieren. Drei Studienrichtungen stehen zur Auswahl:

Kulturjournalismus
Nachwuchsjournalisten mit ausgeprägtem Interesse an Kunst und Kultur können die Studien-richtung Kulturjournalismus wählen. Aufbauend werden hier die Themenkomplexe Kulturwis-senschaft, Kulturpolitik und Kulturmanagement vertieft, denn der zukünftige Arbeitsplatz kann auch in der lokalen oder regionalen Kulturarbeit, zum Beispiel im Auftrag einer Stadt-verwaltung, sowie auf Public Relations und Kulturmarketing liegen.

Finanz- und Wirtschaftsjournalismus
Der Wirtschaftsjournalismus ist seit Jahren einer der am stärksten wachsenden Berichter-stattungsbereiche. Glaubwürdige Informationen sind für die Kreditwirtschaft, den Wertpa-pierhandel aber auch den Kleinanleger unverzichtbare Informationsquelle und Basis für Ent-scheidungen. Wirtschaftsjournalisten recherchieren Nachrichten aus der Welt der Banken und Unternehmen und bereiten sie unterschiedlich auf, je nachdem ob für Aktionäre, Investo-ren oder den Wirtschaftsteil einer Zeitung. Dazu braucht es profundes Wissen über die Funk-tion der Geldmärkte, Wirtschaftspolitik auf nationaler und europäischer Ebene und über die Weltwirtschaft.

Sportjournalismus
Sportereignisse leben von Gemeinschaftsgefühl, Begeisterung und Emotionen. Sportjourna-listen müssen sich damit identifizieren können, um glaubwürdig und fachkompetent berichten zu können. Die Studienrichtung Sportjournalismus umfasst daher Regelwerke verschiedener Sportdisziplinen, die institutionellen Grundlagen des Sports, Sportrecht und spezifische Wirt-schaftsaspekte von Sportvereinen und -initiativen behandelt werden. In Medientrainings wird auch an der persönlichen Präsenz für die Live- und Studiomoderation sowie an Interview-techniken gearbeitet.

Weitere Infos zu den Studiengängen im Internet unter www.macromedia-fachhochschule.de.

Bildmaterial: Macromedia FH