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| Jan Taubitz, 26 Jahre, studiert im zweiten Semester MA Geschichtswissenschaft an der Uni Erfurt. |
19. Januar 2009
Wir haben Studenten nach ihrer Meinungen gefragt
Jan Taubitz, 26 Jahre, studiert im zweiten Semester MA Geschichtswissenschaft an der Uni Erfurt.
Ich möchte später vermutlich promovieren, daher muss der Master sein. Das Studium ist viel anspruchsvoller als der Bachelor in Staatswissenschaften. Ich konzentriere mich jetzt ganz auf Geschichte, Nebenfächer habe ich keine mehr. Wir schreiben auch keine Klausuren, sondern ausschließlich Hausarbeiten. Da muss man sich viel intensiver einarbeiten. Manchmal ist mir die Arbeitsbelastung zu groß. Dennoch macht der Master mehr Spaß als der Bachelor - die Seminare sind kleiner, die Betreuung ist viel besser und als Masterstudent wird man richtig wahrgenommen.
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| Nelly Schoene, 25 Jahre, hat im Juli an der Uni Paderborn ihren MA Komparatistik/Vergleichende Literaturwissenschaft abgeschlossen. |
Nelly Schoene, 25 Jahre, hat im Juli an der Uni Paderborn ihren MA Komparatistik/Vergleichende Literaturwissenschaft abgeschlossen.
Im Bachelorstudium habe ich Kulturwissenschaften studiert. Ich habe mich anschließend für einen Masterstudiengang entschlossen, um mich auf einem Gebiet weiter zu spezialisieren und meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Jetzt bewerbe ich mich bei Kulturinstitutionen und Verlagen. Das Studium ist straff gehalten, aber es gibt Studiengänge, die anstrengender sind. Wenn man wirklich interessiert ist, kann man es gut schaffen.
Sandra Spintie, 22 Jahre, studiert im zweiten Semester den Masterstudiengang Ernährungswissenschaften (M.Sc.) an der Uni Gießen.
Der Bachelor in Ökotrophologie hat mir nicht gereicht. Ich will mehr wissen und mich höher qualifizieren. Und außerdem macht mir das Studium Spaß. Im Master gibt es weniger Vorlesungen und dafür mehr Seminare mit weniger Teilnehmern. Die Hälfte der Kurse dürfen wir frei wählen, auch aus fachverwandten Disziplinen. Mich würde Psychologie oder Soziologie interessieren. Wir müssen jedoch Masterveranstaltungen belegen, und da fehlt mir das Vorwissen aus dem jeweiligen Bachelor.
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| Sandra Spintie, 22 Jahre, studiert im zweiten Semester den Masterstudiengang
Ernährungswissenschaften (M.Sc.) an der Uni Gießen. |
Mareike Zeddel, 30 Jahre, M.A., Newcastle University, 4. Semester International Politics.
Ohne Master hätte ich deutlich schlechtere Berufschancen. Ich möchte später für eine internationale Hilfsorganisation arbeiten, und die meisten setzen einen Master als Abschluss voraus. Außerdem ist für solche Jobs ein Studium im Ausland empfehlenswert. Im Gegensatz zum Bachelorstudium gibt es hier keinen Frontalunterricht vom Professor. Ich muss mir viel mehr selbst erarbeiten, mich sehr intensiv mit den Dingen beschäftigen. Das ist eine ungleich größere intellektuelle Herausforderung.
Christian Hetsch, 28 Jahre, ist im dritten Semester M.A. Politikwissenschaften an der Uni Bremen.
Ich will in den diplomatischen Dienst des Auswärtigen Amtes. Mit meinem Bachelor in Politikmanagement allein geht das nicht. Als Spezialisierung habe ich den Schwerpunkt Internationales Recht gewählt, auch im Hinblick auf meinen Berufswunsch. Das Niveau ist beim Master viel höher, und es wird viel vorausgesetzt. Die Arbeitsbelastung ist ziemlich groß. Auf der einen Seite fühle ich mich stark gefordert, auf der anderen Seite durch das Lernen in kleinen Gruppen auch individuell gefördert.
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| Mareike Zeddel, 30 Jahre, M.A., Newcastle University, 4. Semester International Politics |
Jens Christmann, 27 Jahre, studiert im dritten Semester Biochemie (konsekutiver Master) an der Ruhr-Universität Bochum.
Der Master in Biochemie be deutet vor allem, viel Zeit im Labor zu verbringen. Ab dem dritten Semester haben wir keine Vorlesungen mehr, sondern arbeiten an Projekten. Jeden Tag bin ich von etwa 9 bis 18 Uhr im Labor und mache Experimente. Da bleibt zwar manchmal wenig Freizeit, aber die große Praxisnähe gefällt mir. Man bekommt so einen guten Ein blick in die Arbeit. Da ich später gerne in der Forschung arbeiten würde, ist das für mich optimal.
Isabelle Albert, 25 Jahre, hat im Juli an der Universität Mannheim den konsekutiven Master in Germanistik gemacht
Ich war unter den Ersten, die in Mann heim auf Master studiert haben, und habe die Umstellung mitbekommen. In den Vorlesungen und Hauptseminaren gab es nur wenige Masterstudenten, die meisten studierten auf Lehramt oder Magister. Im Gegensatz zu ihnen konnte ich meine Schwerpunkte relativ frei wählen. Daher war ich wohl motivierter. Aber ich hatte auch mehr Druck, weil bei mir alle Scheine für den Ab- schluss zählten. Ich durfte nichts schleifen lassen.