Nostalgie und Aufbruch zugleich: Zur Jubiläumsfeier des Ressorts Natur und Wissenschaft trafen sich, exakt fünfzig Jahre nach Erscheinen der ersten Wissenschaftsseite der Zeitung, zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Journalismus und Kultur im fünften Stock des Frankfurter Redaktionsgebäudes.
Die Wissenschaft ist ein halbes Jahrhundert durch dick und dünn gegangen, bis sie gelernt hat, was ihr lange fehlte: den Willen zum Dialog, die Grundvoraussetzungen für gemeinsame Fruchtbarkeit. Szenen eines unverzagten Wissenschaftlerlebens. Von Joachim Treusch
Wer ist der Schlangenbeschwörer der Redaktion? Wer steht Kopf für eine hochfliegende Reportage? Wer geht meilenweit für eine Recherche und wer drückt richtig aufs Gas? Lernen Sie die Redakteure und Autoren kennen, die das Ressort Natur und Wissenschaft prägen.
Schon immer scheint ein unüberbrückbarer Graben literarische Intellektuelle und Naturwissenschaftler geistig voneinander zu trennen. Doch es ist ein Mythos, dass Natur- und Geisteswissenschaften einander nicht verstehen - vielmehr führt die eine Disziplin zur anderen. Von Rudolf Stichweh
Die Entdeckung der spontanen Symmetriebrechung ermöglichte die Beschreibung der Welt durch das Standardmodell. Diese Entwicklung hat die Teilchenphysik revolutioniert, die vorhergesagten Teilchen wurden eines nach dem anderen mit Experimenten nachgewiesen. Von Marlene Weiss
Keine starre Erdkruste: Die Erde ist ein recht dynamischer Planet. Die plattentektonischen Prozesse wirken sich auch auf die Evolution und auf das Klima aus, und liefern einleuchtende Antworten auf viele drängenden Fragen. Von Horst Rademacher
Insgesamt schien die Erforschung der Planeten vor fünfzig Jahren weitgehend abgeschlossen zu sein. Doch unsere Nachbarn im All haben Gestalt angenommen und interessieren jetzt auch die Mineralogen und Chemiker gleichermaßen. Von Günter Paul
Von stummen Dienern zu beredten Partnern: Erst allmählich kommt die Mehrheit im Zentralnervensystem, die Fraktion der Gliazellen, zu ihrem Recht. Im Gehirn des Menschen, so eine Schätzung, finden sich mindestens zehnmal so viele Gliazellen wie Neuronen. Von Reinhard Wandtner
Die Nachricht von der Geburt des Klonschafs Dolly war der vielleicht größte biotechnische Coup und Fluchtpunkt neuer medizinischer Machbarkeitsphantasien: Die Jagd nach dem Jungbrunnen war eröffnet. Von Joachim Müller-Jung
Geschichte aus erster Hand: Die Wissenschaft ist seit eh und je Bestandteil der Zeitung. Rainer Flöhl hat mehr als vier Jahrzehnte für das Ressort geschrieben. Er schildert hier, wie sie den Weg in die Zeitung fand und ein fester Bestandteil wurde.
Lange schienen Experimente mit einzelnen Atomen und Molekülen schwer vorstellbar. Heute hantieren die Forscher mit ihnen, als handle es sich um Billardkugeln. Sie bauen winzige Schaltungen und Motoren im Miniaturformat. Von Manfred Lindinger
Vor fünfzig Jahren schien die Atomphysik ihre einstige Führungsrolle endgültig verloren zu haben. Die Wende kam mit der Entwicklung des Lasers um 1960, mit dem sich Atome äußerst präzise anregen und kontrollieren ließen. Von Rainer Scharf
Im Jahr 1990 begann das Weltraumteleskop Hubble mit der Durchmusterung des Himmels. Nie zuvor hat der Mensch so weit ins Universum geblickt und damit zugleich auf dessen Entstehung zurückgeschaut. Von Anne Hardy
Im 20. Jahrhundert wurden Mediziner für Kinderwünsche zuständig. Nach mehreren Jahren und etlichen Fehlversuchen glückte es schließlich: Die Engländerin Louise Brown gilt als erstes Retortenbaby der Welt. Von Martina Lenzen-Schulte
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