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Die Redaktion

Joachim Müller-Jung

Ein indischer Schlangenbeschwörer kann zur aufregendsten Dienstreisenbekanntschaft werden, wenn man, wie Joachim Müller-Jung, an den beinlosen Reptilien einen Narren gefressen hat. Am Ende war es dann zwar nur die unspektakuläre Regenbogenboa und nicht etwa die Kobra im Körbchen daneben, derer er sich kürzlich für ein paar Rupies anzunähern vermochte. Aber immerhin: Das Herz des Herpetologen lässt sich auch mit einem vergleichsweise lumpigen Vertreter der Riesenschlangen erwärmen. Reptilien und hier vor allem die Leguane, Gürtelechsen und Zwergchamäleons Madagaskars waren Thema der Diplomarbeit, die Joachim Müller-Jung zum Abschluß seines Biologiestudiums in Heidelberg und Köln ablieferte. Im Auftrag des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig in Bonn absolvierte er seine Feldstudien auf der ostafrikansichen Insel. Schon zu der Zeit war er längst als freier Mitarbeiter in Diensten unterschiedlichster Medien, allen voran der "Kölnische Rundschau", wo er bis 1995 sein Volontariat absolvierte. Anschließend kam er als Redakteur in das Ressort "Natur und Wissenschaft" der F.A.Z. Inzwischen schreibt er hauptsächlich über die Klimaforschung und ihre politischen Folgen, über Stammzellen, Gen- und Hirnforschung, Forschungspolitik sowie über unterschiedliche medizinische Themen. Im Frühjahr 2003 übernahm er von Dr. Rainer Flöhl die Ressortleitung.
Joachim Müller-Jung, Jahrgang 1964, ist verheiratet. Er hat zwei Söhne und eine Tochter.