Internet

Vor denen ist niemand sicher

In China überwachen dreißigtausend Polizisten das Internet - und Yahoo hilft dabei. Die bisher von „Reporter ohne Grenzen“ aufgedeckten Auslieferungsfälle scheinen nur die Spitze eines Eisbergs zu sein.

Lesermeinungen zum Beitrag

03. Mai 2006 10:21

Überwachung im Internet

Ingo Höckenschnieder (ihoecken)

ist sicherlich nicht neu. Und schon seit langem ist bekannt, daß die großen Mail-Anbieter die eMails überwachen und mit Geheimdiensten zusammenarbeiten.
Aber auch wer nicht bei einem großen Anbieter ist bleibt mit seiner eMail privat. Da die Mails meist über mehrere Server gehen, kann jeder dieser Server die gesamte Mail protokollieren und nach Stichwörtern durchsuchen.
Selbst wenn man bei der Registrierung eines freien eMails-Accounts nicht seinen richtigen Namen angibt, ist es meist einfach den Benutzer ausfindig zu machen. Dank Protokollierung der TCP-IP Adressen kann man schnell herausfinden wo wer surft und natürlich auch wer einen eMail-Account abruft.
Wer im Internet auch nur ein wenig sicher sein will, der muß selbst für den Schutz sorgen. Verschlüsselung von eMails oder zumindestens wichtigen Anhängen sollte zum eigenen Schutz jeder beherrschen.

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03. Mai 2006 10:05

Juhuu Yahoo und tschuess.

Michael Keydel (michaelkeydel)

Irgendwie habe ich das Gefuehl, dass die Verfasser der beiden ersten Kommentare noch nicht ganz wach waren.
Es geht hier um staatliche Repressionen gegen Buerger von China und Tibet, die sich eine eigene Meinung erlauben. Und dies wird, wenn man dem Zeitungsbericht Glauben schenken darf, von Yahoo aktiv unterstuetzt. Wie mach man einem Wirtschaftsunternehmen klar, dass man sein Verhalten mehr als missbilligt?

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03. Mai 2006 09:49

Datenschutz in China

A. Rodi-Nohr (Steuerzahler)


Solche Staaten werden als Handelspartner umschwärmt. Produkte aus China verschaffen mir persönlich ein schlechtes Gewissen und werden nicht gekauft.

Datenschutz ist ein zweischneidiges Schwert und kann mit guten Vorsätzen böses bewirken.

China kontrolliert seine Bürger bestimmt mit der Angst, dass sich dieses Volk organisiert auflehnen könnte.

Mal sehen, was der Kampf gegen Terror uns noch bringt.

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03. Mai 2006 09:01

Datenschutz

Michael Klueter (mklueter)

... das zu "Mehr Datenüberwachung - und wer sich nichts vorzuwerfen hat, muss doch auch nichts befürchten". Wir sind nicht China - aber was geht, wird auch irgendwann von irgendwem genutzt

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03. Mai 2006 05:46

TK Überwachung..überall

Peter Pan (fetchman)

Es ist sicherlich falsch Menschen wegen Kritik am Staate zu verurteilen.
Aber worüber regen sich die Reporter ohne Grenzen denn auf, auch in Deutschland müssen jetzt die Kommunikationsverbindungen gespeichert werden und die Geheimdienste können wie sie wollen sich in den Mailverkehr oder auch in Telefonate einschalten wie sie wollen.
Die Amerikaner verlangen sogar meine persönlichen Daten und Flugdaten, ja sogar was ich esse wollen die wissen, welche Zahlungsart ich benutze.

Und das ganze nennt sich in der westlichen Welt "Schutz der Bevölkerung".

Die Frage ist nur, wer beschützt uns vor den Guten!

Die selbe Überwachung gibts es auch hier, nur mit dem Unterschied, das ich für kritische Äusserungen nicht verhaftet werden, dies aber auch nur solange unsere Regierung demokratisch und förderalistisch bleibt.
Und ich bete jeden Tag das sich daran nie mehr was ändern wird.
Bedenke: Was du heute sagst oder schreibst, kann morgen schon deine Verurteilung sein.

Gruss aus Taiwan...auch dieser Datenverkehr wurde von der taiwanesischen Polizei mitgeschrieben, nach dem neuem Telekommunikationsgesetz hier, müssen alle Auslandsverbindungen und Inhalte mitgesichert werden.

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