
Man muß vermuten, daß die Produktion von speziellen Seniorenprodukten für die Großfirmen heute ein Image-Problem ist. Aber dahinter lauert ein Abgrund. Es widerspricht nämlich dem Instinkt des Arbeiters, Güter herzustellen, denen man ansieht, daß sie nur jemandem nützen, der selbst nicht arbeitet. Denn der Arbeiter vegrößert den Gütervorrat, sein Kunde nicht. In unserer alternden Gesellschaft dürfte dieser Umstand noch zu größeren Problemen führen.

Wenigstens ein paar 'kleine' Anbieter erkennen ein steigendes Potential. Und es sind nicht nur die Handys. Viele, sehr viele "Ältere" würden gerne das Internet nutzen, haben aber die berechtigte Angst, mit der Technik nicht klarzukommen. Der Handel ist auf junge Abnehmer fixiert und die Hersteller schmeißen in dieser Branche mit Anglizismen und unverständlichen Kürzeln nur so um sich - und verängstigen ein riesiges Potential "älterer" Interessenten. Auch ein Beispiel zur Servicewüste Deutschland. Es heißt doch, der Kunde sei König - in Sachen Service/Beratung/Geräte- installation ist der Kunde hier Bettelmann.