... sind in der Tat ein Problem. Mir als Käufer ist das schon passiert, bei einem Lieferanten, dem ich seine Ware bezahlt habe, der mir aber Schrott geliefert hat. Zwei mal habe ich auf eigene Kosten, die Ware zurückgeschickt. Danach nie wieder was vom Verkäufer gehört und auch mein Geld nicht zurückbekommen. Als ich ihn negativ bewertet habe, kam seine Negativbewertung postwendend. Pech gehabt.
Ebay hat sich trotz entsprechender Reklamation herausgehalten. Und das wird sich mit dem neuen Bewertungssystem auch nicht ändern....
Klar, die Nutzung von PayPal kostet Geld (Gebühren). Aber die - wie auch hier im Forum - immer wieder zu hörende Klage, dass der PayPal-Service 'für Private' zu teuer sei, ist so pauschal überhaupt nicht richtig. Im Gegenteil: PayPal ist eher für gewerbliche ebay-Anbieter ein (Kosten)-Risiko: denn die 'Gewerblichen' wollen auf ebay 'Gewinn' machen, müssten also Einstandskosten und Nebenkosten (wozu PayPal gehört) in die Kalkulation einbeziehen. Das kann bei dem Wettbewerb sehr knapp werden. Dazu kommt für die Gewerblichen das Risko 'Käuferschutz', das dem Käufer bei PayPal-Zahlung zusteht und besonders bei Neuware relevant ist. Ganz anders jedoch bei Privaten: die wollen ja in dem Sinne keinen 'Gewinn' erzielen, sondern Hausrat und anderes Gebrauchtes wieder veräußern. Das erfolgt in der Regel sowieso unter Einstand! Außerdem steht gar nicht fest, zu welchem Preis der Artikel weg geht. Da spielen dann die 5 Euro PayPal, die z.B. beim Verkaufspreis einer Möbelgarnitur von einigen Hundert Euro anfallen, keine besondere Rolle mehr ... Und bei hochwertigen Artkeln (z.B. Kunst) werden mit PayPal darüber hinaus sogar auch ausländische Käufer (Fremdwährung) angelockt! Ich sehe da per Saldo nur Vorteile!
Mein eigentlicher Grund, ebay zu meiden ist, daß der ursprüngliche Charakter verlorengegangen ist. Es steht nicht mehr die Auktion im Vordergrund, sondern nur noch der Gewinn von professionellen Händlern. Wenn ich Ware zu handelsüblichen Preisen kaufen möchte, gehe ich lieber in ein Geschäft.
Moment mal - was da als 'Radikalreform' angekündigt wird (... als wichtigste Neuerung wird die Einstellgebühr für die klassische Ebay-Auktion... mit Startpreis ein Euro und Galeriebild wegfallen..") ist sachlich nicht nur falsch, sondern auch reine Augenwischerei. Falsch, weil ebay diese sog. 'Volksauktion' - 1 Euro Stargebühr und Galeriebild für nur 10 Cent Einstellgebühr - ohnehin schon von ca November 2007 bis in den Januar 2008 hinein , also über mehrere Monate hinweg, praktiziert hat. 'Augenwischerei', weil 1-Euro-Startpreisauktionen sich im Zweifel nur für den Verkauf von (Sperr)müll (wobei es auf den erzielten Verkaufspreis nicht ankommt) oder Artikel eignet, die garantiert von vielen Interessenten beboten werden. Im Klartext: nicht der 'Private' wird durch diese 'Reform' gebührenmäßig entlastet, sondern doch im Grunde nur Gewerbliche (auch wenn sie 'privat auftreten), die neue oder neuwertige Standardartikel feilbieten. 'Private', die gerne interessante Raritäten anbieten würden, aber nur ungern riskieren möchten, die Artikel zu Dumpingpreisen dann abgeben zu müssen, weil nur wenige Interessenten gefunden wurden, müssen also weiterhin zu höheren Startpreisen und damit zu den überteuerten Gebühren anbieten.
Zumindest für Privatkunden lohnt sich diese Zahlungsmethode nicht, da die Kosten für den Verkäufer leicht die jetzt gestrichene Einstellgebühr übersteigen. Und man darf sich nicht vertun: Auch Privatleute verkaufen häufiger hochwertige und teure Produkte (z.B. seltene Schallplatten, Handys, gebrauchte Unterhaltungselektronik), so daß ein Käuferschutz weiterhin wichtig wäre.
Hier tut ebay nichts für seine Kunden, sonder für seinen erweiterten Umsatz über die Tochtefirma paypal.
Um nicht über Gebühr schlecht zu reden: Die übrigen Änderungen finde ich gelungen.
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