Google

Die Suchmaschine der Zukunft

Google hat viel vor: Eine Übersetzungsmaschine, die ohne Grammatik auskommt. Eine personalisierte Suchseite, die schon weiß, was man suchen will. Holger Schmidt hat einen Blick in das Google-Forschungslabor geworfen.

Lesermeinungen zum Beitrag

07. August 2007 05:55

Kommunikationsprobleme

Thomas Haase (Anotatta)

Jetzt gehen die Leute hier aufeinander los wie im Chatraum! Ist doch schnuppe,ob der Datenschutz in Labors oder in Laboren unterlaufen wird. Die Google-Macher müssen sich nicht an die Spielregeln halten, und wer etwas anderes annimmt, ist entweder so blöd, wie die sich den Benutzer wünschen - oder er macht hier Schleichwerbung. Die Übersetzungen sind eine Katastrophe, aber das Problem von Masse und Komplexität hatten wir doch schon, siehe Schachcomputer und sogar das Damespiel. Man löst solche Probleme, indem man Faktoren ausklammert, die für eine brauchbare Lösung nicht relevant sind. Mit der menschlichen Sprache verhält es sich allerdings so, dass Redundanz das Hauptproblem ist. Niemand liest zum Beispiel die menschliche Kommödie,um sich über die französische Gesellschaft zu informieren, wie sie zu Balzacs Zeiten existierte. Wer soll die relevanten Informationen herausziehen? Ein Programm? Lösung? Eines Tages werden für den Job qualifizierten Google-Individuen Chips in's Hirn gepflanzt, und diese menschlichen Übersetzer müssen dann nur online sein, damit die Qualität der Übersetzungen stimmt. Alles oki. :-)

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06. August 2007 21:48

@ Herr Burgstaller

Klaus Kothmayr (makliato)

Sehr richtig Herr Burgstaller, viel wird in deutschen Büros das komplette linguistische Wissen von Google abgeleitet! Ob Rechtschreibung, Grammatik oder Morphologie!
523.000-mal bei Google versus 12-mal bei google, etc. Kennen wir alles.
Ich dudle lieber

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06. August 2007 21:29

My English does not speak me after

Klaus Kothmayr (makliato)

Ist die Übersetzung von Google für "Mein Englisch spricht mir keiner nach." Natürlich, von der Syntax her ein mehr oder weniger komplexer Satz, wegen des zusammengesetzten Verbs.

Diese üble Übersetzung demonstriert die googlesche Arroganz Fremdsprachen gegenüber. Die Übersetzungsmaschine ist und bleibt ein Notnagel, wird mit den neuen "Übersetzungsverfahren" wahrscheinlich noch schlechter und sollte aufs tunlichste vermieden werden! Viele Firmen lassen Ihre Webseite bereits heute von Google übersetzen (vor allem in Asien) mit verherrenden Ergebnissen.

Ich schlage vor einfach in Indien googeln...

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06. August 2007 19:58

Trotzdem hat die Fliege Nathalie recht :)

Jitzak Tanenbaum (tanenbaum)

Labors ist nicht der Plural von Labor.

An alles ein s zu hängen, am besten mit einem Apostroph, ist eine denglishe Krankheit.

J.T.

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06. August 2007 13:28

Der Moloch Google

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Google ist eine der oder sogar die beste Suchmaschine im Netz, sie ist technisch weit fortgeschritten und wie der Bericht zeigt wird das auch noch für eine weile so bleiben.
Es gibt jedoch zwei Punkte die mir Angst machen, die "Sammelwut" von Google und die Verlässlichkeit ihrer Aussagen darüber was mit den Daten geschieht. Google weis wonach ich wann gesucht habe, welche Bilder ich wann eingestellt habe und wer darauf Zugriff hat, welche Briefe oder Mail's ich geschrieben habe und an wen usw. , was aber geschieht mit all diesen Daten die Google mit Hilfe seiner Dienste sammelt an wen werden sie verkauft, wer benutzt sie und wozu?
Wie man letztes Jahr erfahren hat, hat sich Google in der Öffentlichkeit ein "Scheingefecht" mit dem US-Innenministerium geliefert, ob die Daten/Inhalte die bei Ihrem Mailservice anfallen weitergegeben werden. Während dessen wurden eben diese Daten von Google an den CIA geliefert ohne das die Nutzer darüber informiert wurden.
Aus Sicht des Datenschutzes ist es äußerst bedenklich was da bei Google geschieht und in Zukunft noch geschehen wird, der "Gläserne User" könnte so in naher Zukunft Realität werden.

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06. August 2007 11:49

Google

Manuel Gradwohl (mGradwohl)

Google ist irgendwie ein zweischneidiges Schwert...

Auf der einen Seite eine tolle Suchmaschine, eine Softwareschmiede, die viele brilliante Ideen hat(te) und diese erfolgreich im markt implementiert hat, auf der anderen Seite macht mir die Firma langsam aber sicher Angst. Wenn ich daran denke, was sie schon alleine mit GoogleAnalytics alles über einen Internetnutzer herausfinden können (im Prinzip fast alles von der Bildschrimauflösung bis hin zum Straßenzug, indem sich der User befindet), und mir die weiteren Produkte und deren Einsatzmöglichkeiten anschaue: Wow...

Ich weiß nicht, inwieweit es "gesund" ist, eine Firma, die eine derartige Monopolstellung inne hat und die ihren Einflussbereich kontinuierlich ausbaut, zu unterstützen. Allerdings muss man auch sagen: Man kommt ja kaum um Google herum. Und momentan kann ich mit Google an sich auch wunderbar leben.

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06. August 2007 11:37

Millionen Fliegen können nicht irren

Nathalie Neumann (NathiNeu)

Wieder einmal kommt in der IT der Glaube zum Zuge, daß das, was die Mehrheit macht oder glaubt oder behauptet schon die Wahrheit sei. Das Ergebnis ist z. B. so ein Unsinn wie "Labors". Das ist der englische Plural. Der deutsche lautet "Labore". Das aber interessiert in der Gleichmacher-Zukunft niemanden mehr.
Wer soll schon noch deutsch sprechen, wenn die Mehrheit der Weltbevölkerung das Englisch der Informationsweltherrschaftsmacht Google verwenden kann? Zumal es den Standardisierungsbestrebungen eben jener Krake zuträglich ist, durch die das Sammeln und Ausspähen jedweder Informationen, die die Öffentlichkeit überhaupt nichts angehen, die aber durch die saumselige Gleichgültigkeit der Konsumgesellschaft bereitwillig paratgestellt werden, nochmals erleichtert wird.
Die landläufige Behauptung, die Gesellschaft strebe der Individualisierung zu, in der die Gemeinschaft und das Miteinander der Menschen nichts mehr zählten, wird dadurch ad absurdum geführt. Die Uniformität ist der Fluchtpunkt, dem die Welt entgegenfliegt. Die Austauschbarkeit des einzelnen, dessen Eigenschaften kategorisiert in der Google-Datenbank katalogisiert sind. Das Dasein als Teil der Masse, die je nach Interessenlage gesteuert wird.
Furchtbar.

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