18. September 2006 Die Deutsche Telekom gestattet ihrem Wettbewerber Vodafone, Bundesligaspiele per Mobilfunk zu übertragen. Damit gibt die Telekom ihre Exklusivität bei Fußball auf dem Handy auf.
Der Bonner Konzern, der die Rechte zur Bundesliga-Übertragung von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) im Juni erworben hatte, habe eine Sublizenz an das Mobilfunkunternehmen verkauft, bestätigten beide Seiten am Montag einen entsprechenden Medienbericht.
Den Markt gemeinsam entwickeln
Vodafone überträgt die Spiele nach Auskunft eines Sprechers bereits seit dem Start der Liga vor vier Wochen. Zum Kaufpreis wollte das Unternehmen nichts sagen.
Ein Sprecher von T-Mobile betonte, der erst im Entstehen begriffene mobile TV-Markt müsse von den Anbietern gemeinsam entwickelt werden. Die Übertragung der Fußballweltmeisterschaft habe dem Fernsehen auf dem Handy einen Schub versetzt. Während des Ereignisses in Juli hätten die Zuschauer bei T-Mobile 750.000 Stunden Programm gesehen, vier Mal soviel im Monat zuvor. Dennoch legt die Tatsache, daß die Telekom ihre Exklusivrechte mit dem Rivalen teilt nahe, daß sie sich nicht allzu viele Hoffnungen macht, mit den Fußballübertragungen viele neue Handykunden zu gewinnen.
Vodafone kauft Fußballsendung bei Arena
Während die Telekom das von Premiere für das Internet-TV des Konzerns produzierte Bundesliga-Programm aufs Handy schickt, kauft Vodafone die Fußballsendung nun bei Arena ein, berichtet die Financial Times Deutschland.
Der Vertrag soll in dieser Woche unterzeichnet werden. Der Abosender, der wegen der teuren TV-Rechte von 220 Millionen Euro je Saison Verlust macht, sichert sich so einen kleinen Zusatzerlös.
Text: FAZ.NET mit Material von Dow Jones
Bildmaterial: dpa
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