
Auch meiner Meinung nach gehört es zu einem heutigen Unternehmen, vor allem zu einem, das wettbewerbs- und auch zukunftsfähig sein will, absolut dazu, dass die Mitarbeiter Zugriff auf das Internet haben.
Klar ist allerdings ebenso, dass dieser Zugriff irgendwie geregelt sein sollte (und wenn das auch nur auf eine Erklärung hinausläuft, in der der mitarbeiter unterschreibt, dass er eigenverantwortlich ´handelt und nichts illegales macht). Hier gibt es verschiedenste Möglichkeiten.
Allerdings sollten die Vorgesetzten die Leistung beurteilen, weniger die Art und Weise der Arbeit. Wenn ein Mitarbeiter den halben Tag im internet surft, den restlichen tag aber für zwei arbeitet, damit am Ende eben wieder das gleiche dabei herauskommt: So what? Man könnte sich dann höchstens Gedanken über eine eventuelle Unterforderung des Mitarbeiters machen.
Wie gesagt: Grundsätzlich sollte so etwas heutzutage Standard sein.

Die Überwachung der Internet-Aktivitäten eines Mitarbeiters ist nur die Weiterentwicklung der Überwachung der Sekunden an der Steckuhr. Im Normalfall sind es nur harmlose Angaben für die Statistik, wenn aber ein Mitarbeiter richtig "weggemobbt" werden soll, dann wird sein PC peinlich genau kontrolliert.
Nicht von Ungefähr hat der FAZ-Redakteur ausgerechnet die Verbindung zum Mobbing-Beauftragten aufgezählt.

Ich finde, das ist eine recht seltsame Diskussion. - Die Kommunikation zwischen Chefs und Mitarbeitern sollte doch so gut sein, dass der Chef die Leistungen des Mitarbeiters beurteilen kann. Macht es denn einen Unterschied, ob der Mitarbeiter den ganzen Tag in der Raucherecke ist, sich nur am Hinter kratzt und traeumt, oder ob er im Internet surft??
Mit einem Mitarbeiter mit schlechten Leistunge muss man eben entsprechend verfahren. Fuer gute Mitarbeiter ist es meiner Meinung nach sehr produktiv, zwischendurch kleine Pausen zu machen. Ich kann nicht den ganzen Tag lang nur powern, da kommt nichts bei raus. Und ob ich zwischendurch ein Schwaetzchen mit der Kollegin bei der Kaffeemaschine halte oder mal privat bei der FAZ reinschaue, ist mein Problem.

Zitat aus dem Artikel:
"Auch für die Frankfurter Industrie- und Handelskammer ist die private Internetnutzung „ein schwieriges und vieldiskutiertes Thema“, wie Hans Petermann von der Abteilung Recht und Steuern sagt. „Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen für bezahlte Arbeitszeit keine Leistung bekommt – auch wenn es sich nur um zehn Minuten am Tag handelt.“"
Andererseits habe ich noch nicht davon gehört, daß sich ein Unternehmen beschwert, wenn ein Mitarbeiter unbezahlte Überstunden leistet. Der Chef, der Zeit hat, sich über 10 oder 20 Minuten aufzuregen, hat sicher auch Zeit, um auszurechnen, wer hier zuviel bezahlt bzw. zu wenig bekommt.

Firmen die nicht mit der Zeit gehen und nicht bemerken wie wichtig heute freie Information zu jeder Zeit ist, sind nicht allein von der Personalführung her auf dem Holzweg.