
Lieber Dr. Schmidt,
ich danke auf jeden Fall für die Antwort. Ich bin es eigentlich eher gewohnt, dass Mitarbeiter der traditionellen Medienunternehmen Kommentare nicht kommentieren.
Was mich eben nur in den letzten Monaten etwas ärgert ist, dass in Bezug auf Kritik an den traditionellen Medien immer wieder amerikanische Blogger zitiert werden, die Kritik áus deutschen Blogs aber eher untergeht.
Selbstverständlich berichten Sie auch über das deutsche Web 2.0, ebenso wie andere Magazine auch, aber dabei geht es in erster Linie um 2.0-Unternehmen wie bspw StudiVZ oder OpenBC. Kritik an den traditionellen Medien aus der deutschen Blogosphäre liest man dagegen kaum.
Schöne Grüße aus der Eifel,
Armin Meier

Lieber Herr Meier,
die F.A.Z. berichtet regelmäßig über Web 2.0, darunter auch über die deutsche Blogosphäre. In diesem Artikel habe ich nun über Dan Gillmor geschrieben, der in Deutschland war und eben Beispiele aus Amerika gewählt hat.
Viele Grüße vom "zuständigen Redakteur" Holger Schmidt

Die FAZ selbst hinkt dieser Entwicklung selbst aber weit hinterher, sonst wäre in dem Artikel zur Sprache gekommen, dass dieses Thema schon seit Monaten sehr aktiv unter deutschen Bloggern diskutiert wird. Stattdessen wird wieder einmal ein amerikanischer Blogger als Maß aller Dinge genommen.
Statt über den Tellerrand hinaus sollten deutsche Journalisten also vielleicht auch mal in den eigenen Umgebungseintopf schauen.
Wir verfügen auch in Deutschland mittlerweile über sehr viele populäre und ernstzunehmende Blogs. Warum die allerdings ignoriert werden und stattdessen immer wieder auf amerikanische Blogs verwiesen wird, die nichts anderes aussagen, als die deutschen, werde ich wohl nie verstehen.
Es wäre schön, wenn der zuständige FAZ-Redakteur dazu mal ein paar Worte sagen würde.