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Aldis PC-Hersteller bricht das Geschäft weg

Das war früher: Run auf die Aldi-Computer

Das war früher: Run auf die Aldi-Computer

17. März 2005 Der Handelsdienstleister Medion hat im vergangenen Jahr mehr Elektronik-Ware an Aldi, Lidl und Co. verkauft, vor der Hintergrund sinkender Stückpreise aber weniger Umsatz und Gewinn gemacht. Mit neuen Angeboten, weiterem Auslandswachstum und strengerer Kostenkontrolle wollen die Essener das Geschäft nach schwachem Start in diesem Jahr wieder stabilisieren.

Nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr erwartet Medion auch im Auftaktquartal 2005 deutliche Ertragseinbußen. Die Aktionäre sollen für 2004 eine reduzierte Dividende erhalten.

Der Vorstand erwartet angesichts anhaltend schwachen Konsumklimas in Deutschland für die ersten drei Monate einen Umsatzrückgang um 19 Prozent verglichen mit dem ersten Quartal 2004, teilte der im Nebenwerteindex M-Dax notierte Konzern am Donnerstag mit. Der Gewinn werde wegen hoher betrieblicher Aufwendungen überproportional zum Umsatz sinken. Im Vorjahreszeitraum hatte Medion bei einem Umsatz von 766,7 Millionen Euro einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 45,5 Millionen Euro und einen Überschuß von 27,0 Millionen Euro verbucht.

Fülle von Unsicherheiten

Wegen einer Fülle von Unsicherheiten sei eine Prognose für das Gesamtjahr derzeit nicht möglich, erklärte Medion weiter. Der Vorstand kündigte an, im laufenden Jahr das Auslandsgeschäft und neue Aktivitäten wie die Vermarktung digitaler Inhalte zu verstärken. Darüber hinaus sollen zur Steigerung der Profitabilität Kosten gesenkt werden, vor allem die Service- und Logistikkosten.

Medion teilte weiter mit, 2004 sei der Überschuß auf 50,7 (Vorjahr: 103,1) Millionen Euro eingebrochen. Daher sollen die Anteilseigner eine auf 0,55 (0,70) reduzierte Dividende erhalten.

Der Umsatz war 2004, wie bereits Ende Februar mitgeteilt, auf 2,62 (Vorjahr: 2,9) Milliarden Euro gesunken, und erreichte damit das obere Ende der reduzierten Umsatzprognose-Spanne. Dabei stieg der Auslandsumsatz um 6,7 Prozent auf 1,075 Milliarden Euro und erreichte 41 (34,5) Prozent vom Gesamtumsatz. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 90,1 (179) unter den reduzierten Erwartungen.

Medion hatte im November wegen der Kaufzurückhaltung in Deutschland seine Jahresziele reduziert und einen Umsatz von 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt sowie ein Ebit von 95 bis 105 Millionen Euro.

Text: Reuters, dpa
Bildmaterial: dpa

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