
Eines der wichtigsten Argumente für Podcasts wurde im Beitrag ganz vergessen: Podcasts sind frei von Werbeblöcken!!!
Das sollte auch der Werbewirtschaft zu denken geben. Die Frage ist: Wie stark kann ich meine Zuhörer mit Werbung (vor allem im staatlichen Bezahl-Radio) belästigen, bis sie auf umständliche Internet Angebote umsteigen. Hier scheint eine Grenze überschritten.

Der Trend, den Renner beschreibt, war bereits vor etlichen Jahren abzusehen. "Die meisten Radiosender spielen heute die immergleichen 250 bis 750 Musiktitel,..." ... wäre schön, wenn man das auf einen einzigen Sender beziehen könnte. Das schaffen die ja nichtmal alle zusammen... =:)
Radio ist bald Nötigung, wenn das so weitergeht. Es ist selten, daß trotz Billigmusik wie bei Take That/Robbie Williams daraus wirklich sog. "Stars" werden.
Die meisten versanden nach einigen Wochen und werden nie wieder gehört, weil den Leuten einfach klar wird, wie schlecht das Zeug ist (Auch Robbie Williams wird in 10-20 Jahren niemand mehr hören wollen, sofern er sich nicht, wie damals A-HA, doch noch zumindest einen eigenen Stil zulegt).
Was man da anhören muß, klingt doch meistens bestenfalls wie eine mittelmäßige Schülerband im Stimmbruch, sh. James Blond oder das aktuelle Geheule von Prohlmann: Wenn jetzt Sommer wär!.
Man denkt sich nur noch: Wenn jetzt Ruhe wär!
Zudem wird die Welle der Billigmusik à la Xavier Naidoo (mit komplizierten Texten wie (..ich ich ich Du...es...ich ich ich Du ich ich Du...wir...ich ichcichcichcicih.!!!..) ebenfalls bald der Vergangenheit angehören. Die Geldgeier wissen es bloß noch nicht...:)

Nachdem die Politiker zugunsten der GEZ bereits auf die Idee gekommen sind, "Rundfunkgebühren" für Handys und PCs zu verlangen, braucht man sicher nicht lange zu warten, bis für den Betrieb von I-Pods eine Rundfunklizenz verlangt wird.
Bin mal gespannt, was sich die Quälgeister des öffentlich-"rechtlichen" Rundfunks weiter einfallen lassen werden, um ihre Position zwanghaft abzusichern. Selbstverständlichste Freiheiten werden ja schon heute von Staats wegen bedroht und geradezu kriminalisiert.

Wer das gleiche Musikeinerlei Tag ein und Tag aus herunterspielt muss sich über abwandernde Hörer nicht wundern.
Auch ich muss gestehen, das ich schon lange zum DLF abgewandert bin. Ich bin unter 30 Jahre alt!

Ich persönlich denke das die meisten Hörer eher die Nase vom "Einheitsbrei" voll haben. Wer will schon freiwillig 5x am Tag Robbie Williams hören nur weil er auf Platz 1 der Charts ist. Die sog. "Hot-Rotation" ist völlig überzogen, jed. verdienen die Sender hiermit ihr Geld. Und da liegt das Problem.
Die Sender sollten mutiger werden und vermehrt auch Musik von unbekannten Interpreten spielen und zwar nicht nach 20.00 Uhr.
Radio ist kein totes Medium, es nimmt Dich mit auf eine Reise, weil Du nicht weisst was als nächstes passiert. Podcasts sind in der Regel spartenfixiert und ausschliesslich auf Musik ausgerichtet.
BFBS hat einen guten Weg eingeschlagen. Sie spielen vermehrt auch Interpreten die bisher nur Webradiohörern bekannt waren und das mit großem Erfolg.
Radiosender müssen flexibler werden, wem das nicht gelingt, der geht halt unter.
Bei Eins-Live hörte ich z.b. von vielen Besuchern des Kirchentages die Beschwerde das jeden Tag die Gleiche Musik gespielt wird. Und das ist lt. Eins Live die primäre Alterszielgruppe. Wenn das schon Menschen auffällt die sich hier nur 14 Tage aufhalten, dann spricht das Bände!