IT-Branche

Ernüchterungsgefahr bei Apple

Von Roland Lindner

23. Januar 2008 Auch ein Dauer-Börsenliebling wie der Computer- und Elektronikkonzern Apple kann sich der Nervosität an den Märkten nicht entziehen. Seit Wochen geht es mit dem Aktienkurs nach unten, der Quartalsbericht hat nun einen weiteren Absturz ausgelöst. Dabei hat Apple einmal mehr glänzende Zahlen vorgelegt. Und auch der vorsichtige Ausblick relativiert sich, weil Apple seit jeher zum Tiefstapeln neigt.

Sicher schlägt sich die allgemeine Verunsicherung in der Kursentwicklung nieder. Daneben macht sich aber auch Skepsis breit, ob Apple das stürmische Wachstum fortsetzen kann. Apple hat die Märkte in den vergangenen Jahren verwöhnt mit spektakulären Produkten wie dem digitalen Musikspieler iPod und dem Multifunktions-Handy iPhone. Diese Produkte sind nicht nur für sich genommen wirtschaftliche Erfolge, sondern beflügeln nebenbei auch das Kerngeschäft mit Computern.

Auf der jüngsten Apple-Hausmesse Macworld gab es nichts vergleichbar Bahnbrechendes. Ein dort vorgestellter superdünner Laptop ist zweifellos todschick, aber er zielt auf eine begrenzte Käuferschicht. Apple hat sich selbst zum Erfolg verdammt: Die Erwartungshaltung ist riesig, und das erhöht die Gefahr der Ernüchterung.



Text: F.A.Z.