Online-Banking

Ermittler zerschlagen internationale „Phishing“-Gruppe

Mit sogenannten “Phishing“-Mails versuchen die Täter, Bankdaten über das Internet auszuspähen

Mit sogenannten "Phishing"-Mails versuchen die Täter, Bankdaten über das Internet auszuspähen

04. April 2006 Das Bundeskriminalamt hat sieben mutmaßliche Mitglieder einer international agierenden Gruppe festgenommen, die es auf die vertraulichen Daten deutscher Online-Banking-Kunden abgesehen hatten. Durch die Aktion seien Schäden in Millionenhöhe verhindert worden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das BKA am Montag mit. Die Anklagebehörde ermittelte seit Dezember vorigen Jahres gegen insgesamt zehn Deutsche und Litauer als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung.

Sie hätten geplant, Online-Konten deutscher Kreditinstitute zu plündern, nachdem sie auf betrügerische Weise die für Bankgeschäfte über das Internet notwendigen Daten der Kunden abgefragt hätten. Zum Abfischen der Kontendaten hätten sie Trojaner benutzt, die auf Rechnern verborgene Operationen ausführen, um Daten auszuspähen.

„Abgephischte“ Gelder umgeleitet

Die sieben Festgenommenen hätten im Rhein-Main-Gebiet und in Mittelhessen mit gefälschten Papieren Scheinwohnsitze begründet und Konten eröffnet, auf die die „abgephischten“ Gelder umgeleitet werden sollten. Bei Hausdurchsuchungen in sechs Städten sei umfangreiches Beweismaterial sicher gestellt worden, das den Tatvorwurf gegen die Beschuldigten untermauere.

Das Wort „Phishing“ für das Abfischen von Kundendaten setzt sich aus den Begriffen Paßwort und Fishing zusammen.

Text: Reuters
Bildmaterial: F.A.Z., picture-alliance/ dpa/dpaweb

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
Verlagsinformation

Für alle Fälle abgesichert? Jetzt private Haftpflichtversicherungen vergleichen und bequem online abschließen.