16. Oktober 2007 Nun ist es offiziell: Madonna kommt als erster Musik-Superstar bei einem Konzertveranstalter unter Vertrag. Die große amerikansiche Konzertagentur Live Nation gab am Dienstag die Partnerschaft mit der 49-jährigen Pop-Ikone bekannt. Eine Vertragssumme wurde nicht genannt.
Das Wall Street Journal hatte vergangene Woche von einem Zehn-Jahres-Vertrag im Gesamtwert von rund 120 Millionen Dollar für Konzerttourneen, drei neue Studioalben und den Verkauf von Fan- Artikeln berichtet. Madonna verlässt für Live Nation ihre bisherige Plattenfirma Warner Music, die dem Vernehmen nach im Bieterwettstreit unterlag.
Der Deal umfasst DVDs, Filme und Internetaktivitäten
Madonna sei nun auch Anteilseignerin von Live Nation, hieß es ohne nähere Angaben. Der Deal umfasst alles, was in den kommenden Jahren unter Madonnas Namen passieren wird, ob DVDs, Filmprojekte oder Internet-Aktivitäten. Live Nation will auch weitere Künstler unter Vertrag nehmen und bildete dafür die Sparte Artist Nation. Madonna schuldet Warner Music laut Medienberichten allerdings noch ein Studioalbum.
Der beispiellose neue Vertrag von Madonna zeigt, wie sehr sich die Gewichte in der Musikindustrie zu Ungunsten der Plattenfirmen verschoben haben. Künstler von Madonnas Format können viel mehr Geld mit Konzerten als mit CD-Verkäufen verdienen. Madonnas vergangenes Album Confessions On A Dance Floor verkaufte sich in den Vereinigten Staaten 1,6 Millionen Mal. Die Tournee dazu brachte dagegen Einnahmen von fast 200 Millionen Dollar. Rekordhalter sind die Rolling Stones mit mehr als 558 Millionen Dollar für ihre knapp zweijährige A Bigger Bang- Tour.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: AP
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von Holger Schmidt, 09.10.2008 13:49
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