04. Juli 2007 Die Deutsche Telekom hat sich einem Pressebericht zufolge die exklusiven Vermarktungsrechte für das neue Apple-Handy iPhone in Deutschland gesichert.
Nachdem Vodafone wegen seiner größeren Marktmacht in Europa bis zuletzt als Favorit für alle Verkaufsrechte in Europa gehandelt worden sei, habe T-Mobile offenbar in letzter Sekunde sein Angebot aufgebessert, berichtet die Rheinische Post (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Telekom-Tochter T-Mobile habe keinen Kommentar abgeben wollen. Das Handelsblatt berichtete indes, in Sachen Vermarktung sei noch nichts endgültig entschieden und der Zeitungsbericht falsch.
Vertrieb in anderen europäischen Ländern unklar
Das iPhone war am vergangenen Wochenende auf dem amerikanischen Markt an den Start gegangen. Dort wird das iPhone exklusive von AT&T vermarktet. Das Gerät soll nach Informationen der Zeitung in Deutschland Anfang November ausschließlich in Verbindung mit einem T-Mobile-Vertrag für rund 450 Euro angeboten werden.
Unklar bleibe, wer den Vertrieb in den anderen europäischen Ländern übernehmen wird. Während T-Mobile beispielsweise in Osteuropa stark vertreten ist, dominiert Vodafone den französischen Handy-Markt. Dem Blatt zufolge wird spekuliert, dass Apple in einigen Ländern von der amerikanischen so genannten Ein-Partner-Politik abweicht und Vodafone, T-Mobile sowie Carphone Warehouse gemeinsam als Vertriebspartner vorstellt.
Verkaufs-Hype in den Vereinigten Staaten
Das iPhone kombiniert die Funktionen von Telefon, Musikabspielgerät und Organizer. Zusätzlich machten das Design und ein Touch-Screen-Display das Mobiltelefon attraktiv. In den Vereinigten Staaten wird das iPhone von etwa 200 Apple-Läden und 1800 Vertriebspunkten der Telekomgesellschaft AT&T verkauft. Analysten rechnen damit, dass AT&T in den kommenden drei Quartalen drei Millionen iPhones verkaufen könnte und sich so einen zusätzlichen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar sichert.
Apple hat am ersten Verkaufswochenende des iPhones in den Vereinigte Staaten einen Erfolg erzielt. Die Erwartungen für das neuartige Handy, das seit Wochen für einen einzigartigen Medienrummel gesorgt hatte (siehe dazu auch: iPhone-Einführung in Amerika: Schlange gestanden? Selbst schuld!), wurden deutlich übertroffen. Über die Zahl der tatsächlich verkauften Geräte sind sich allerdings die Analysten nicht ganz einig und überbieten sich mit eigenen Schätzungen. Apple konnte - so hieß es - mindestens das doppelte der jeweiligen Prognosen verkaufen (siehe dazu auch: Gelungener Start).
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP
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