Musik-Downloads

Bündnis gegen die Marktmacht von Apple

iPod ist einfach überall: Passant vor einer Werbetafel von Apple

iPod ist einfach überall: Passant vor einer Werbetafel von Apple

16. Oktober 2007 Universal Music will laut einem Pressebericht eine Allianz von Musikkonzernen zum Internet-Vertrieb schmieden, um die Dominanz des Online-Shops iTunes von Apple in den Vereinigten Staaten zu brechen. Universal Music habe schon Sony BMG als potentiellen Partner gewonnen und sei in Gesprächen mit Warner Music, berichtete das amerikanische Wirtschaftsmagazin „Business Week“ in seiner Online-Ausgabe.

Ziel sei ein eigener gemeinsamer Internet-Shop. Er solle Total Music heißen und einen Abo-Dienst mit uneingeschränkter Musik-Nutzung für etwa 5 Dollar (rund 3,50 Euro) im Monat anbieten, schrieb „Business Week“ unter Berufung auf Insider.

Apple kann die Preise bestimmen

Will von Festpreisen für Musik-Downloads nicht abrücken: Apple-Chef Steve Jobs

Will von Festpreisen für Musik-Downloads nicht abrücken: Apple-Chef Steve Jobs

Während die CD-Verkäufe rapide fallen, nimmt der Absatz von Musik über das Internet rapide zu. iTunes hat in den Vereinigten Staaten einen Marktanteil von mehr als 70 Prozent bei Musik-Downloads. Mit dieser Marktmacht kann Apple maßgeblich die Preispolitik mitbestimmen.

So soll sich der Vorstandsvorsitzende von Apple Steve Jobs hartnäckig weigern, von dem Festpreis von 99 Cent pro Song abzuweichen, während die Musikindustrie gern neue Titel etwas teurer und ältere etwas billiger verkaufen würde.

Auch Amazon und Wal-Markt kämpfen gegen Apple

Zum Börsenkurs

Die Musikkonzerne versuchen schon seit längerem, die Marktmacht von Apple einzudämmen. Im Sommer beschloss Universal Music, den langfristigen Vertrag mit iTunes nicht zu verlängern, sondern die Songs nur noch auf befristeter Basis anzubieten. iTunes-Konkurrenten wie Amazon.com oder Wal-Mart bekamen Konditionen, mit denen sie Songs ohne Kopierschutz günstiger anbieten können als Apple.

Abonnement-Modelle, bei denen die Nutzer eine uneingeschränkte Anzahl von Songs nutzen können, solange sie monatliche Gebühren zahlen, haben sich trotz Angebote vieler Unternehmen nicht durchgesetzt. Allerdings war der Preis mit 15 Dollar deutlich höher als bei dem angeblichen neuen Plan.

Text: dpa-AFX
Bildmaterial: AFP

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16.12.2009 | 22:44
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