Web 2.0

Das neue Internet und seine Finanziers

Die Web 2.0-Generation bildet ein verschachteltes Deutschland-Netzwerk: Seine Mitglieder sind reich, diskret und unkonventionell. Es sind immer wieder dieselben, die in der Branche die Fäden spinnen. FAZ.NET entwirrt das Geflecht.

Lesermeinungen zum Beitrag

05. Februar 2007 14:29

stimmt genau,

M. Krcmar (absolvent2)

was Frau Orti hier beschreibt.
Auch ich habe bei sogenannten Web2 Anbietern Profile, und sehe daran weder etwas übermäßig Besonderes noch einen Unterschied im Zeitablauf. Was hat sich an linkedin.com (openbc.de) denn geändert, seit sich das "web2" schimpft? Ob nun jemand bei neu.de, studivz.de, wayn.com oder openbc.de ein Profil hat, sollte nicht so überbewertet werden. Der Nutzen ist relativ gering (oder was habe ich davon, dass ich mich dort mit Menschen verlinke, zu denen ich sowieso Kontakt halte?), Emails werden sowieso im eigenen Email-Programm geschrieben, das Profil läßt sich nicht mehr löschen, damit immer neue Erfolgsmeldungen gesichert sind (schon 1 Million Mitglieder! - ach, wieviele davon noch aktiv?).
Auch die Platformen für Witze sind nichts Neues. Lange vor Metacafe und youtube etc gab es Ähnliches unter anderem Namen, z.B. witze.at, lustich.de, daemlich.net ... Wer Witze und dämliche Videos sucht, wird sie schon finden. Ohne all dies Gedöns darum.
Kommunikativ und persönlich wie -bei Bedarf- beruflich gewinnbringend sind die uralten Programme Messenger und Skype.

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05. Februar 2007 14:00

"Das neue Internet"

Sophia Orti (rum)

Für manche kommt Milch aus dem Supermarkt, Strom aus der Steckdose. Für diese Leute ist das Internet das WWW, dasjenige, was man mit Internet Explorer oder Mozilla Firefox liest. Das internet ist nicht das, sondern das eigentliche Netz und die Protokolle, mit denen alle mögliche Daten übertragen werden können, darunter Emails, normale Dateien, oder die Darstellung eines Rechners in einem entfernten Terminal (zum Beispiel mit dem X Protokoll aus MIT oder telnet). Das Internet war immer bidirektional, um Daten in beiden Richtungen zu übertragen. Es gab immer Möglichkeiten, Daten hin und her zu schieben, auszutauschen, seit der Erfindung des Internets und noch früher, zum Beispiel mit uucp. Auch mit den alten Protokolle wären es möglich gewesen, Audio-Signalen zu übertragen. Es war aber nie die Absicht, diese Sachen zu mißbrauchen, um Müll zu hören, die die Funkanstalten da deponieren: es war für seriöse Anwendungen. Auch das WWW (erst Anfang der 1990er entstanden) ist nicht die Hauptanwendung. Wer nur ein bißchen Ahnung hat, kann nur lachen, wenn er "das neue Internet" als "Web 2.0" liest. Es ist Hype, und nichts mehr als Hype und leeres, unverständliches, aber für manche wohlklingendes Geblubber, das vielleicht Investoren anzieht.

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05. Februar 2007 13:06

Re: "Wieder "New Economy"?"

Gabor C (gcqp)

Web 2.0 ist keinesfalls ein Hype, es ist die Weiterentwicklung.

Zunaechst diente das Internet nur zum Abrufen von Information. Nun wandelt es sich aber zum Informationsaustausch, was Tim O'Reilly Web 2.0 taufte.

Die Menschen wollen ihre Daten mit anderen teilen. Interessant ist das fuer Medienkonzerne, da sie durch die grosse Macht der Onlineplattformen Kunden an das Internet verliert und somit auch ein Angebot anbieten muss. Frueher oder spaeter werden alle Medien, sei es Druck, Radio, Fernsehen, oder Internet miteinander verschmelzen.

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03. Februar 2007 12:25

Wieder "New Economy"?

Sophia Orti (rum)

Ich verstehe noch nicht, was "web 2.0" ist oder sein soll, aber lese schon viel Hyphe um es. Mir scheint es, genauso Schwindel zu sein wie der alte "neue Markt", der viele ahnungslose Investoren fand. Wenn das das neue Internet sein soll, dann bitte, die GEZ Gebühren auf web 2.0 und nicht auf Rechner mit dem alten Internet Protokol für Datenübertragung.

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