
Ich bin zwar kein Experte, aber ich habe das niedliche Komik auf der Google-Seite mal gelesen. Chrome wirkt wie ein Multithreading-Opertating Systems (OS) in sich; völlig unabhängige Instanzen pro Tab/Fenster. Offenbar ist der Browser gerade dahingehend optimiert , richtigehende Anwendungsprogramme auszuführen. Was heute unser Word ist, wird morgen die Google-Textverarbeitung mit dafür optimierten Chrome. Was ich daraus schließe: Hier bahnt sich eine Revolution des OS an sich an. Wir brauchen keine Programme mehr, nur noch den Browser, und der macht den Rest. Wo ich aber vorsichtig reagiere kann man mit einem Begriff beschreiben, der oft und gern auf Microsoft angewendet wird: The Evil Empire. Sobald eine Firma global umspannende Wirkung auf den Markt hat, ist die Gefahr von Monopol, Datenschutzverletzungen und Marktverengung immanent vorhanden. Ich möchte den Jungs und Mädels bei Google nichts unterstellen, aber ich hätte wirklich Probleme, meine Adressverwaltung, Email, Kalender, Textverarbeitung und Telefonie alles über den selben zentralen Anbieter laufen zu lassen. Das ist zu viel abstrakt mögliche Konktrolle über meine Informationsfreiheit. Schade, denn die Ideen von Google sind eigentlich Klasse!

Betreff: „Wow, Google hat das gute alte Webkit (bekannt aus Safari, Konqueror, Nokia usw.) neu verpackt und damit eine echte Revolution vollbracht! Ich werde jetzt jedenfalls gleich mein Windows löschen und künftig nur noch Chrome für alles verwenden.“ (Ulrich Baumhögger) Ist das nur ein Schreibfehler oder glaubt der Herr Baumhöger wirklich das "Chrome" sein "Windows" ersetzen kann? Ich glaube nicht das ein Browser die Aufgaben eines Betriebssystems übernehmen kann! Mfg Gunnar

Nach mehreren Jahren mit IE7, Firefox und Opera kann ich nur zu Opera raten. Hier sind einfach mehr Features wie Notizen, widgets und ein hochleiszungsfähiges Mailprogramm integriert

Noch viel erstaunlicher als die doch in der Summe eher marginalen Verbesserungen des neuen "Chrome", sind die hype-ähnlichen Ausmaße, welche die seit gestern krassierende Chrome-Manie angenommen hat. Der Browser ist noch keine 24 Stunden auf dem Markt und die "vermeintliche" Informationspanne des Google-Marketings keine 48 Stunden her, schon hat es Chrome an nahezu alle prominenten Positionen in den internationalen Medien geschafft. Beispielhaft sei nur die hiesige Onlinepräsenz der FAZ. Vier TOP-Platzierungen auf der Startseite und 6 Artikel insgesamt sind seit gestern Vormittag hier zu verzeichnen. Sämtliche Onlineportale, von SpiegelOnline über GMX bis zu web.de führen Chrome auf "Seite 1" und zitieren sich munter gegenseitig. Selbst im Fernsehen ist Chrome nicht mehr zu übersehen. Übersehen wird dabei wohl, dass es sich doch nur um einen Browser und nicht etwa um die Nachricht über die Erlösung der Menschheit von der Geisel "Krebs" handelt. Eine vergleichbare Berichterstattung wie bei Chrome darf in eben jenem Fall sogar bezweifelt werden. Nun, abseits allen Moralisierens, muss man Google neidlos ein unglaubliches Marketing-Geschick bescheinigen, was seinesgleichen sucht. Zumal mit diesem Aufwand. Einfach unglaublich - Google.

Mancher User reden einfach nur gequirlten Blödsinn - von wegen schneller. Das wurde kürzlich beim Firefox 3 auch behauptet und war erstunken und erlogen. Geht ja auch garnicht, was kann der Browser daran ändern, wenn Gates, Server und Knotenrechner ständig überlaset sind. Die Modelle wie DSL6000 sind völlig unsinnig, weil sie die angegebenen Übertragungsraten höchsten mal bei einem Premium-Download (zusätzliche Kosten) erreichen. Es ist natürlich in, bei allem Neuen dabei zu sein. Es ist nicht die Hoffnung, welche zuletzt stirbt - es ist die Dummheit !

"Die von Explorer, Firefox, Safari und Opera bekannten Tabs befinden sich an oberster Stelle, also nicht unter-, sondern oberhalb des URL-Eingabefeldes" - nein, auch das ist nichts Neues. In Opera hatte schon immer jedes Unterfenster sein eigenes URL-Feld (einer der Punkte, die ich an Opera sehr schätze). Mittlerweile habe ich Chrome ausprobiert und kann sagen, daß er wirklich schnell ist, auch für mich als verwöhnten Opera-Nutzer (bis jetzt war Opera der schnellste Grafikbrowser). Aber die Unterschiede sind so marginal, daß der weitaus höhere Komfort von Opera gewaltig ins Gewicht fällt. Der feinstufige, verzögerungsfreie Seiten-Zoom, die Bedienung per Tastatur oder Mausgesten, oder die freie Plazierbarkeit aller Bedienelemente bei Opera möchte man, einmal probiert, nicht mehr missen. Einen Aspekt an ganz anderer Ecke muß ich jedoch an Chrome loben: Der Punkt "Element untersuchen" im Kontextmenü kann sich für Webautoren als sehr praktisch erweisen. Der Quellcode der angeklickten Stelle mitsamt zugehöriger CSS-Definition etc. werden übersichtlich angezeigt. Fährt man mit der Maus über ein HTML-Element im Infofenster, wird es im Hauptfenster hervorgehoben. Da hat sich offenbar ein Entwickler ausgetobt :-) --VG