
Zitat: "Denn mit jedem neuen Verkäufer wuchs der Wert von Ebay für die Käufer, da immer mehr Wünsche auch nach exotischen Produkten in Erfüllung gingen." Dieser Wert wächst nicht mit jedem Verkäufer per se, sondern nur mit jedem Verkäufer, der für das Auktionsformat geeignete Artikel auf der Plattform listet. D.h. der Wert wächst eigentlich mit der Anzahl dieser Artikel bzw. mit dem Marktanteil, die eine Plattform in jeder Handelskategorie auf sich vereinigen kann. Für Auktionen geeignete Artikel müssen eine Informationsasymmetrie aufweisen, was typischerweise nicht auf Neuware zutrifft. Es kommt somit nur eine kleine Anzahl an Verkäufern für eine Plattform wie eBay in Frage. Gerade diese Gruppe bedarf aber besonderer Pflege, die eBay ihnen allerdings - wenn überhaupt - nur sehr zaghaft angedeihen ließ. Dies Gruppe begann daher schon sehr früh wieder von eBay abzuwandern - deutlich vor 2004 - wir spüren einfach nur erst seit rund einem jahr die Auswirkungen. Auch sind diese Leute kaum bis gar nicht zu Amazon abgewandert, sondern haben meist ihre eigenen webshops, bzw verkaufen ihre Ware in Nischenmärkten, sowohl online als auch offline. Alexander Zacke

Ein toller Kommentar! Als langjähriger eBay-Nutzer beäuge ich die aktuelle Situation sehr genau und bin immer weniger zufrieden. Schon länger habe ich das Gefühl, dass ich meine Waren eigentlich nur noch für Marktpreise verkaufen kann, von guten Geboten oder Schnäppchen kann da echt keine Rede mehr sein. Als Händler bieten mir die Amazon zShops, Atrada und Co längst bessere Alternativen, da die Gebührenstrukturen zu meinen Gunsten ausfallen und das Bewertungssystem nicht so verhunzt ist. Aber auch privat besinn ich mich immer mehr auf neue Konzepte. So bin ich beispielsweise bei Bazaaria besser aufgehoben, da ich dort mehr Kontrolle über meine Verkäufe habe und gleichermassen Verkaufen und Tauschen kann. Unter solchen Vorraussetzungen wird man da doch echt nachdenklich, ob sich eBay nicht langsam auf seine Wurzeln zurück besinnen sollte...