Die Argumente im Falle NOKIA wirken wie "Peanuts", vergleicht man die ca.90Mio Subventionen, die für eine tatsächliche Umstrukturierung in dem "Monolithen" Ruhrgebiet erforderlich waren und tatsächlich auch beschäftigungsfördernd wirkten, mit den aktuellen Flurschäden bei den Finanzinstituten in DE und FR..
Wenn NOKIA u.a. wg.fehlender Logistik-Unterstützung der Lieferanten, die nicht in die "Technologie-Wüste" umsiedeln wollten, keine dauerhafte Chance für seinen Standort Bochum sieht, sind Vorwürfe in einer offenen Wettbewerbs-Markt-Ordnung unangebracht! Wo aber sind die Proteste angesichts der ca.7Mrd.€ (bisher) bekannt gewordenen 2007-Banken-Verluste und -alleine in D`dorf- genannten Arbeitsplatzverlusten für ca. 2.000 Mitarbeiter? Bei den großen "Quasi-Staatsbanken" in DE und FR scheinen andere "Gesetze" zu gelten.
European Strategic Technology-Transfer Network
EU-STRA-NET BRUSSELS-MAINZ-STRASBOURG
Das Handy ist für die Käuferseite nur als Beigabe zum Vertrag,aber nicht als eigenes Gut interessant .
Wer (bitte schön) KAUFT denn ein Handy ?
Wer ein Handy wirklich kaufen wollte,der müßte die 399, 99 Euro ,die auf dem Preisschild "ohne Vertrag" stehen,auch wirklich bezahlen (wollen) !
Glaubt denn wirklich jemand,daß die Handy-Vertrags-Firmen solche Preise an die Handy-Hersteller zahlen ?
Hier entsteht der Kostendruck,der die Handy-Produktion in Detuschland nicht rentabel macht!
Das Handy (als Vertragsbeigabe) ist das "T-Shirt der Moderne" .
Wie jenes will auch dieses möglichst billig oder als 1,-00 Euro-Gut umsonst erworben werden.Und wie jenes wird auch dieses deshalb immer in Billiglohnländern gefertigt werden (müssen) !
"Es ist traurig,daß so viele den Arbeitsplatz verlieren" .
Nein!
Traurig ist vielmehr,daß,wenn Menschen einen Arbeitsplatz verlieren (wie im "Nokia"-Fall) keinen anderen,adaequaten mehr finden.Das ist traurig!
Werksschließungen und -verlagerungen (auch aufgrund von Subventionen) hat es in Deutschland doch schon immer geben - auch vor der Globalisierung.
Da zog eine Firma vom Ruhrpott nach München,weil die Stadt mit vielem wucherte Aber die,die in Bochum blieben,fanden nach ein paar Monaten wieder einen Arbeitsplatz.
Anstatt solche Situationen durch die seit mehr als 15 Jahren geforderte Reformpolitik wieder möglich zu machen ,ergießen sich heute Politiker aller Parteien (einschließlich der FDP) in Unternehmerschelte,Heuschrecken- und
Schädlingsdebatten bis hin zur Systemkritik und dem Absingen der Internationalen!
Herr Rüttgers,Herr Lafontaine -wenn Sie nun rumänische Lokal-"Größen" (so ,wie sie jetzt deutsche Lokalgrößen sind) wären,würden Sie über den Schritt von Nokia
in Jubel ausbrechen !
So,wie Sie damals in Jubel ausbrachen,als Nokia von irgendwoher nach Deutschland ging und in irgendwo auch Arbeitsplätze abbaute oder gar nicht erst aufbaute.
daß das größte Ziel aller Firmen auf der Welt Gewinnmaximierung ist. Als Nokia in D diese Fabrik baute war es strategisch gut und jetzt ist nicht mehr. Oder denken alle daß Nokia an deutsche Arbeitslosigkeit gedacht hat? Natürlich nicht. Wie ich oben nannte denken Firmen an Gewinn, das sind keine Hilfgruppen und überhaupt nicht UNESCO.
danke
Der Markt in D ist gesättigt?
Wir wollen mal festhalten. Bei 80 Millionen Einwohnern und ca. 80 Millionen Handyverträgen (viele haben 2 oder mehr), ist der Absatz riesig. Die meisten Teenies und Jugendliche wollen alle 6 Monate ein neues Handy (des wegen haben sie ja mehrere Verträge). Der Boom auf dem Handymarkt ist ungebrochen und nicht gesättigt. Mit jeder neuen Technologie wie TV, MP3, Kamera etc auf Handys wird es eine neue Welle geben. Und gerade nach dem Börsensturz sollte man D als Absatzmarkt nicht unterschätzen. Die Amis haben Hypotheken auf Häuser aufgenommen um Konsumgüter auch Handys kaufen zu können. Jetzt platzt der Schwindel und die kaufen jetzt garantiert weniger. Und ein 600€ Handy kannsich nur einer leisten der 1000€ und mehr verdient und nicht 300 wie die Romänen. Haben sie schonmal einen ehrlichen Romänen mit nem Porsche, S-Klasse, 5er gesehen? Ich nicht, die fahren i.d.R. unsere uralt KFZ welche nicht mal den D Tyü überstehen. Man sollte sich seinen Absatzmarkt nicht zum Feind machen. Ich boykotiere auch Nokia. Das schon lange aus vielen Gründen ab nun haben sie es bestätigt das der Boykott richtig ist.
Leider ist das nicht nur bei Nokia so. Was bleibt ist die Erkenntnis: der deutsche Verbraucher - und nicht nur der - will gutes Geld verdienen, aber für die Leistung anderer nicht mehr als nötig bezahlen. Also ist er schuld, daß die Produktion und auch die Dienstleistung nach Osten wandert ? Hoffentlich bleiben die deutschen Ideen so gut, dass man dafür nicht arbeiten muss. Sonst ist bald keine "Arbeit" mehr da.
WB.
Welcher Standort ist wirklich wettbewerbsfähiger: Bochum oder Cluj in Rumänien?
Richtig ist, dass heute die Arbeitskosten und die Flexibilität der Lieferanten von entscheidender Bedeutung sind. Die Faustregel lautet jedoch: Betragen die Arbeitskosten bis zu 7 % der Gesamtkosten, bietet ein osteuropäischer Standort kaum noch Kostenvorteile.
Liegt der Anteil der Arbeitskosten deutlich unter der genannten Schwelle (bei Nokia sind es weniger als 5 %), macht eine Verlagerung immer weniger Sinn. Denn die Anlagenkosten und Strukturkosten der Werke sind nahezu identisch.
Berücksichtigt man jedoch auch die Supply-Chain-Kosten, wird der Umzug nach Osteuropa immer unattraktiver. Mit effizienter Logistik und flexiblen Zulieferern lassen sich erwiesenermaßen gerade in Deutschland enorme Wettbewerbsvorteile schaffen, die das Betriebsergebnis (EBIT) um 2-3 % verbessern können.
Angesichts steigender Transport- und Logistikkosten von und nach Osteuropa bieten neue Konzepte deutliche Vorteile für deutsche Standorte. Und diese Konzepte lassen sich auch dann umsetzen, wenn keine Lieferantenparks direkt vor den Toren des Herstellerwerks angesiedelt werden.
Nokia ist Weltmarktführer und will dies schließlich auch bleiben und handelt somit, wie man es marktwirtschaftlich erwarten würde. (6 Prozent Geräteherstellung bei gleichzeitigen 23 Prozent der gesamten Lohnkosten sind schon harte Fakten!) Die Subventionen, welche Nokia erhalten hatte, wurden verwendet und sinnvoll investiert, dadurch immerhin auch Arbeitsplätze geschaffen. Da deren Erhalt nicht gelungen ist, stellt sich nun eine politisch zu klärende Frage: Subventionen schaffen anscheinend nicht den gewünschten Effekt, vielleicht sollten die Landesregierungen bzw. die Bundesregierung über andere Wege der Förderung des Standorts Deutschland nachdenken? Die jetzige "Stigmatisierung" Nokias ist zudem wohl ein eher abschreckendes Beispiel für zukünftige Investitoren!
<br>Der "Schwarze Peter" liegt hier nicht, wie größtenteils behauptet, bei Nokia, sondern in der am Markt vorbeigehenden Subventionspolitik! Und in einer Sache hat Herr Kallasvuo (leider) Recht: "Der Verbraucher wird keine Chance haben, ein Handy „Made in Germany“ von einem anderen Hersteller zu kaufen." Somit verbleibt für den Verbraucher letztendlich nur die Möglichkeit, aus zwei Übeln das Kleinere zu w
Eine Lösung für 'beide' Seiten muß es geben. Das berücksichtigt aber auch die Seite der Arbeitnehmer. Mitarbeiter über 55 haben definitiv keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt. Schon gar nicht in Bochum. Es muß ein nie dagewesener Sozialplan her, der solche Leute bis zur Rente alimentiert. Meine Firma hat in Berlin 2007 auch ihren Berliner-Standort aufgegeben (auch Telekommunikation; Handyentwicklung). Der Abbau von 83 Mitarbeitern, einschlisslich ich selbst, kostete der Firma 3,5Mio. Euro. Ältere Mitarbeiter haben bis zu 150.000€ bekommen. Die Hälfte kassiert der Staat (seit 2006). Der Staat muß Menschen ab 55 unterstützen und Abfindungen wieder steuerfrei machen. Letzten Endes würde sich das auch auszahlen, denn die Menschen hätten später Anrecht auf Hartz-IV.
Ich wünsche den Nokianern Alles Gute!!
Übrigens werden in D fast keine Handies mehr verkauft, gemessen an den Märkten Chinas und Indiens. Nur weil das hier ein Anderer in dessen Kommentar behauptet wurde. Deshalb ist es auch egal ob Lieschen Müller in D Nokia boykottiert oder nicht. da lachen die drüber. Der Markt in ganz Westeuropa ist gesättigt.
Wenn Nokia das letzte Unternehmen ist, das in Deutschland die Handyproduktion schliesst, kann man Ihnen wohl keinen Vorwurf machen.
Olli-Pekka Kallasuvo ist nicht nur für die in Ulm verbleibenden deutschen Mitarbeiter zuständig, sondern auch noch für weitere 50.000 weltweit. Wenn die Angaben in dem Artikel stimmen, verursachen etwa 5% der weltweiten Mitarbeiter 23% der weltweiten Personalkosten. Ein krasses Missverhältnis. Nicht jedes international operierende Unternehmen hat eben die Ertragskraft von Porsche. Und wenn Olli-Pekka Kallasuvo erfolglos ist und den Konzern gegen die Wand fährt, wird er gnadenlos geschaßt.
Ihm geht es sicherlich nicht so wie z. B. manchem regierenden Professor, dessen Landesbank wegen schlechter Aufsicht ca. 2,8 Milliarden (?!) Euro Verlust einfährt, auf Kosten des Steuerzahlers mit Verlust verkauft wird und der Herr Professor dann weiterhin regiert.
Als Nachhilfeunterricht und zum besseren Verständnis der Funktion der international üblichen Marktwirtschaft würde ich sehr vielen unserer "Politprofis" in Berlin und dem Rest der Republik empfehlen, einfach Samstags die letzten Stunden des lokalen Gemüsemarktes zum Familieneinkauf zu benutzen und dort Augen und Ohren aufzumachen.
Die Art der Kommunikation war wohl nicht in Ordnung. Eine vorherige Information des Betriebsrates wäre nicht nur unter moralischen Punkten sondern auch unter arbeitsrechtlichen Gesichtspunkten notwendig gewesen. Wer betriebswirtschaftlich unpopuläre Entscheidungen trifft, sollte auch den Mut haben zu diesen von Anfang an zu stehen, sich diesen in der Öffentlichkeit zu stellen und sich vor der Konfrontation nicht zu verstecken. Das ist der einzige Vorwurf, der Nokia zu machen ist.
Die Meinungen und Darstellungen diverser Politiker und Medien hingegen wirken ebenso befremdlich. Wer nun also sein Nokia-Handy abgibt; was nutzt er dann für eines? Immerhin war Nokia derjenige, der es am längsten in Deutschland ausgehalten hat. Ebenso befremdlich wirken die sich ständig wiederholenden Aussagen zur anscheinend besseren Qualität in Deutschland. Diese Einstellung ist an Arroganz nicht zu überbieten! Es stellt sich auch die Frage, wo denn der Aufschrei ist, wenn Firmen nach Deutschland kommen, und ein anderes Land das Nachsehen hat.
Für die Politik ist es derzeit ein einfaches Spiel, kein Wort von den eigenen Fehlern, der Schaffung von ungünstigen Rahmenbedingungen bspw., hingegen aus jedem Lager taktische und populistische Statements.
Bei aller Solidarität mit den bochumer Werksangehörigen...
Nokia hat wirtschaftlich völlig Recht mit deren Entschluss und wieder einmal zeigt sich, dass Die Personalkosten Deutschland als Wirtshcaftsstandort uninteressant machen.
Das müssen auch die Gewerkschaften endlich realisieren!
also die Behauptung, daß in D mehr Mobilfunkgeräte gekauft werden als in China (und Rumänien zusammen) mag ich jetzt mal schon von der reinen Einwohnerzahl Chinas sowie den sehr günstigen Preisen für Mobilfunkgeräte und Telefonkosten in Frage stellen. Selbst wenn in China nur 1/4 aller Menschen sich überhaupt ein Handy leisten können sind das immer noch 3 mal soviele wie in Deutschland.
Sicherlich hat jedes Unternehmen auch eine soziale Verantwortung. In wie weit Nokia dieser jetzt im allgemeinen Gerecht wird, ist eine Frage die man aus dem lokalen Stichpunkt Werksschließung nur bedingt beantworten kann.
Fest steht auf jeden Fall: die Verlierer in dieser Situation sind natürlich die Arbeiter. Die Deutsche Gesellschaft mit Ihrem doch recht guten Sozialsystem bezahlt in diesem Kontext einen hohen Preis - die Frage ist, ob wir doch lieber auf das Sozialsystem zu Gunsten geringerer (unter anderem) Personalkosten verzichten oder auf solche (wenn auch manchmal fragwürde) Unternehmensentscheidungen; gerade auch im Sinne der Subventionsvergabe. Das widerum ist aber auch nicht Schuld des Unternehmens. Einem geschenkten Gaul schaut man halt nicht ins Maul. Bis er tot umfällt und man einen neuen braucht...
Es ist traurig, wenn soviele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Für manche wird es wohl auch schwer sein etwas adäquates zu finden. Der Nokia-Chef hat aber klar die Fakten benannt. Was ihm anzukreiden ist, das die Mitarbeiter keine interne email erhalten haben, sondern die "freudige" Nachricht aus den Medien erfahren mussten. Das ist definitiv ein Kommunikations-Gau.
Wir Herr Kallasvuo klar gezeigt hat, gibt es eine Hand von Charakterisierungen, die zu der Entscheidung geführt haben. Dies sollte den Leuten in Deutschland klar machen, dass der Strukturwandel in Deutschland, in der EU, auf der ganzen Welt in vollem Gange ist. Nur kopflastige und wissensintensive Tätigkeiten werden hier in großer Zahl verbleiben. Daher müssen wir den Aufbau von Arbeitsplätzen in diesen Bereichen forcieren. Mit Verlaub, aber Handys zusammenstöpseln kann man mit der gleichen Qualität auch in Rumänien. Nur kostet dort eine Arbeitsstunde ein Zehntel. Wir können auf dem Preissektor nicht konkurrieren, also müssen wir es mit Qualität tun.
Das sollten auch unsere Politiker mal kapieren, denn der Kapitalismus ist nicht aufzuahlten. Wir können jedoch zu den Gewinnern gehören, wenn wir nur die richtigen Weichenstellungen machen.
Gnadenlose Realitäten anzuerkennen, hat Finnland groß gemacht- die "Finnlandisierung" des kalten Krieges schon vergessen? Oder die Katastrophe der Auflösung der SU? Finnland war damals vor dem GAU.
Das Mobile ist eine finnische Erfindung. Der damalige Chef von Nokia wußte, daß man nicht sechs Millionen (der Einwohnerzahl Finnlands entsprechend) verkaufen kann, sondern mindestens zwölf Millionen, da jeder Finne zwei Ohren hat. Nokia hat mittlerweile ein paar hundert Millionen verkauft.
Finnland erscheint einem heutzutage wie ein Schlaraffenland der Globalisierung und Sorgen wie hier über Magerrenten sind da fremd: Pack bleibt Pack war die Devise und muß als solches behandelt werden, nur so entgeht man dem GAU. Diese Philosophie anzuerkennen, fällt naturgemäß deutschen Politos halt schwer. Bochum? Forget that shitty ashole.