World of Warcraft

Die Neue Welt

Darauf haben weltweit Millionen „World of Warcraft“-Fans gewartet: In „The Burning Crusade“ kann ein dritter Kontinent erkundet werden. Die Erweiterung des Online-Spiels zielt nicht in erster Linie auf Hardcore-Spieler mit riesigem Zeitbudget, sondern auf Gelegenheitsteilnehmer. Ein Spielbericht.

Lesermeinungen zum Beitrag

23. Januar 2007 12:08

Welcome to "real-life"!

Dominik Mayer (dominikator)

Als Ex-WoW-Spieler kann ich nur sagen: Es war eine schöne Zeit. Leider war gegen Ende das Publikum von den sogenannten Gelegenheitsspielern weitgehend befreit, eben weil nur noch wahnsinnig zeitaufwendige 20-40-Mann-Aktionen oder aber stupide endlos zu wiederholende Aufgaben ("farmen") das Spielerlebnis beherrschten.

Das Schöne war aber gerade, andere "Gelegenheitsspieler" zu treffen, mit denen man sich mal für 2-3 Stunden zusammentun konnte, ein paar neue unbekannte Aufgaben löste und eine Geschichte erlebte, dann war es gut für den Abend.

Ob die Erweiterung diese Gelegenheitsspieler wirklich zurückbringt, wage ich zu bezweifeln. Wenn die "Intensivspieler" um einen herum mit zum Teil 10fachen Zeitaufwand alle Länder erkundet, alle Aufgaben gelöst und alle magischen Utensilien gefunden haben, dann geht die gewisse Pionierhaftigkeit, die Entdeckerfreude, die gewisse Einzigartigkeit verloren.

Und wenn der Wettbewerb zwischen den Spielern, wer der beste und der tollste ist, wichtiger wird als die Geschichte dieser wunderschönen Fantasie-Online-Welt, dann brauchen wir sie eigentlich nicht mehr. Welcome to real-life.

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22. Januar 2007 17:20

Sehr gut getroffen

Robert Arnold (RobertArnold)

Ich bin selber WOW-Spieler und ich kann diesen Artikel nur loben. Er ist sehr schön geschrieben. Gute Arbeit.
Ich bin immer wieder beeindruckt von der qualitativ hochwertigen Arbeit, die die FAZ auf den verschiedensten Bereichen leistet. Weiter so.

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22. Januar 2007 16:32

Es ist das Beste.......

Peter Neises (XGROBMOTORIKERX1)

......aber auch das gefährlichste Spiel was je erschaffen wurde.
Die Suchtspirale ist extrem steil und sehr viele Jugendliche haben ihre reale Existenz aufgegeben um Teil dieser Welt zu sein.Arbeit ,Schule, Abi,Freund,Freundin oder sogar die Kinder
sind praktisch nicht mehr existent.
In Korea ist ein Baby erstickt weil die Eltern in einem Onlinecafe die Zeit "vergessen" hatten.
Sicher, es ist ein extremes Beispiel aber das sind die Amokläufer die Egoshooter spielten auch.
"Leider" schaden sich die WoW Spieler nur selber und nur sehr selten andere, dadurch gibt es sogut wie kein Medieninteresse um auf dieses Problem hinzuweisen.
Für die Politiker ist es ein knuddelknuffiges Spiel, das man wahrlich schlechter für seine Zwecke verkaufen kann, als Headshots in Egoshootern.
China ,für die sonst ein Menschenleben nichts zählt,haben ein Zeitlimit für dieses Spiel-das sollte uns wirklich zu denken geben.................

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