Drei Euro im Monat könnte Privatfernsehen bald kosten

Fernsehen

Privatsender wollen Geld von den Zuschauern

Privatsender nur noch gegen Gebühr? RTL und Pro Sieben Sat.1 verhandeln nach F.A.Z.-Informationen mit dem Satellitenbetreiber SES Astra über die Verschlüsselung ihrer Programme. Pro Sieben Sat.1 widerspricht, RTL nicht.

Lesermeinungen zum Beitrag

30. November 2005 17:42

Bezahlung werbefinanzierter Privatsender

Sebastian Wrobel (doktorsebastian)

Einen herzlichen Glückwunsch übersende ich uns, schon durch die GEZ Gebeutelten, TV-Schauern. Jetzt soll auch noch für werbefinanzierte Privatsender bezahlt werden, da stellt sich doch die Frage wofür? Wenn mich nicht alles täuscht steigerte die Pro Sieben Sat.1 Gruppe z.B. ihren Umsatz von Jahr zu Jahr. Auch das Werbezeitvolumen stieg, sehr zum Leiden des Fernsehgenusses.

Vielleicht sollten die Strategen und Entwickler der Sender ihr Geschick nicht auf die schnelle Geldbeschaffung sondern auf neue Sendungs- und Showkonzepte lenken. Denn eigentlich ist doch die Zuschauerzahl ausschlaggebend und die kann man mit ausgeleierten und kopierten TV-Konzepten bzw. mit Bezahlfernsehen nicht halten oder gar steigern.

Man sollte ein Spendenkonto für unsere ach so in Geldnöten befindliche Privatsender einrichten, dann wäre doch allen geholfen.

Aber es gibt noch Dritte die sich sicher über diese Gebärden freuen werden. Denn Premiere, ish und wie die wahren Bezahlsender auch heißen mögen werden gern sich geprellt fühlende Zuschauer in ihrer Kundenkartei aufnehmen.

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30. November 2005 17:17

Immer hin. . .

Tobias NYSE (TobiasNYSE)

. . . ein Grund mehr auf das Fernsehen zu verzichten.

Ich könnt mich da so richtig reinsteigen - ich meine das Fernsehangebot der Privatsender.
Aber vielleicht kommt ja ein Teil unserer Bevölkerung zur Besinnung, wenn sie für geistig tiefergelegte Eigenproduktionen auch noch zahlen sollen.

Ich sehe seit längerer Zeit sowieso konsequent fern, d.h. alle Privatsender sind sind von den Fernsehkanälen verbannt - kann ich jedem nur empfehlen.

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30. November 2005 14:06

Privatsender wollen Geld von den Zuschauern

Jürgen Altmann (jbg.altmann)

Bevor es soweit kommen sollten alle Sendungen mit einem klar ersichtlichem Kostencode versehen werden. Dann könnte der/die Fernsehzuschauer/In selber bestimmen was er/sie anschauen und bezahlen will und nur das. Die ganze Scheiss-Werbung und die extrem teuren Sport- und Show-Sendungen müssten sich dann selbst finanzieren oder Verluste einfahren, wenn sie niemand anschaut. Zum Schluss gäbe es noch die Möglichkeit den TV Empfang ganz zu boykottieren und nur noch via Internet kostenlose News zu
empfangen. Die wird es wahrscheinlich immer geben!!!!

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30. November 2005 13:46

Fragwürdige Rechtfertigung

Niels Heidenreich (schoschie)

Die Rechtfertigung der Sender für diese Maßnahme, daß die Werbeeinnahmen stark gesunken seien, halte ich für äußerst fragwürdig. Wie kann es sein, daß die Einnahmen gesunken sind, wenn doch im Laufe der letzten Jahre stets zunehmend neue Werbeflächen- und Taktiken genutzt wurden? Der Anteil an Werbung in diesen Sendern ist, so wie ich es wahrgenommen habe, kontinuierlich gestiegen.

Versucht man nicht vielmehr, seine nahezu-Monopol-Position auszunutzen und die Fernsehkonsumenten, die sich ein TV-Leben ohne RTL, Pro Sieben und Sat.1 nicht mehr vorstellen können, nur noch ein bißchen mehr zur Kasse zu bitten? 3 Euro im Monat tun ja niemandem weh. Wir von RTL von Pro Sieben Sat.1 verdienen uns aber dumm und dämlich.

Das Traurige ist: sie werden 100%-igen Erfolg mit dieser Tour haben.

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30. November 2005 13:43

Privatsender wollen Geld

Klaus Jeziorkowski (Jeziorkowski)

Da Privatsender und ARD-Kanäle ohnehin Tag für Tag den gleichen unsäglichen Schrott vorführen, bleibt als Reaktion gar nichts anderes mehr übrig als eine massenhafte Abmeldung der Fernsehgeräte. Der alltägliche Mist ist sicher sehr leicht ohne unsere Gebühren herstellbar, und Intendant Voss könnte auf Bühlerhöhe endlich auf eigene Kosten feiern, was er sicher gern möchte. Daß wir das abendliche Fernseh-Elend auch noch finanzieren, auch das hat etwas mit Nichtservice, selbstherrlicher Bürokratie und verschimmelten Strukturen in unserem Land zu tun.

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