"Eure musik ist nicht gutgenug um sie auf CD kaufe. ", so schreibt einer der Vorkommentatoren (Herr Pein).
Jedesmal, wenn über geistiges Eigentum gesprochen wird, dann ist dies der Tenor zahlreicher Kommentare. Auf den Vorwurf, sich durch Nichbeachten geltenden Rechts an Künstlern zu bereichern, wird mit dem Gegenvorwurf reagiert, daß es heutzutage doch gar keine guten Künstler mehr gäbe und sowieso niemand die CDs kaufen wollte. Also kann man sie auch klauen.
Offenbar ist dieser argumentative Bocksprung nicht nur bei Kleinkindern verbreitet. Verlogenheit ist Trumpf. Geiz ist geil. Ausreden sind wohlfeil. Anständig ist altmodisch. Und im Internet ist alles erlaubt, ist ja nur virtuell. Hauptsache man hat es leicht und muß nicht für sein Handeln einstehen. Und die anderen sind alle noch doofer als ich. Und die Musikindustrie sowieso.
TF
Die Musikindustrie führt einen Kampf, den sie auf lange Sicht nicht gewinnen kann.
Ihre jetzige Vorgehensweise - Kopierschutz durch Verletzung des CD-Standards, beschränkte Online-Angebote mit DRM, Exemplarklagen gegen Filesharing-User - führt ganz offensichtlich nicht zum Erfolg. Statt eines unbeschränkten, fairen und zeitgemäßen Handels im Internet, in dem Konsumenten aufgrund der Einfachheit des Systems der Industrie Einnahmen bescheren, drängt diese die potentielle Kundschaft stets weiter in die Enge.
Meine Prognose lautet, dass sich durch weitere Zuspitzungen der illegale Handel mit Musik in verschlüsselnde, anonyme Filesharing-Dienste verlagern wird. An diesem Punkt wird die Musikindustrie den Kampf schließlich verlieren, weil es kein probates technisches oder legislatives Mittel gegen ein solches weltumspannendes P2P-Netz geben kann.
Die MI muss endlich erkennen, dass der teils schmerzhafte, aber auch chancenreiche Wandel, den die Informationsgesellschaft und das Internet mit sich bringen, für jeden gilt.
"Durch unrechtmäßige Online-Kopien sowie illegal gebrannte CDs und DVDs sei im vergangenen Jahr ein Schaden von rund 530 Millionen Euro entstanden, heißt es."
Und immer wieder neue aufgeblasene Zahlen. Das sind Zahlen, die man auch beliebig durch Hausnummern ersetzen kann. Es wird geschätzt, wieviele Musikstücke getauscht bzw. geladen werden und dann der fiktive Preis errechnet, den diese "Ware" an Gewinn bringen WÜRDE.
Und absichtlich wird dabei immer wieder "vergessen", daß mindstens 90% dieser Käufe niemals zustande kämen, da die "Verbrecher" dazu das Geld einfach nicht hätten. Erst jetzt, langsam, scheint der Trend dahin zu gehen, daß das Zeug gekauft wird, aber nur deshalb, weil die Preise auf ein realistisches Niveau gesenkt wurden. Also auch von Jugendlichen, Arbeitslosen und Sozialhilfe-Empfängern bezahlbar wird.
Die "Musikindustrie", bei der auf einen Kunstschaffenden 10.000 Schmarotzer kommen, hat das Dilemma selbst verschuldet, indem sie über Jahrzehnte den Kauf ihrer Produkte für Menschen der Mittelschicht bis zu den wirklich Armen - jawohl. die gibt es in Deutschland zu Hauf - praktisch unmöglich gemacht hat.
Man kann das Gejammere der großkotzigen Konzerne nicht mehr hören. Verlegt euch auf andere Wucher-Gesc
Ich kenne im Moment keinen künstler der es mir wert wären in den laden zu gehen und die CD zu kaufen. Wenn mich die Musik vom Hocker haut, dann kaufe ich auch die CD.
Das ist doch auch nen Qualitätsurteil von Seiten der Verbraucher: Eure musik ist nicht gutgenug um sie auf CD kaufe. So sieht meine Theorie zumindest aus.
Anstatt zuzugeben "ja, ich möchte gerne weiterhin Musik laden, ohne zu zahlen", wird von vielen meiner Vorkommentatoren lieber von den Versäumnissen der Branche schwadroniert.
Es bleibt dabei: wer Musik hören möchte, hat dafür zu zahlen. Wem die Qualität nicht paßt oder die Vertriebswege, der braucht sie nicht zu hören. Wer sie trotzdem lädt und hört, tut dies illegal.
TF
Was sind "songs"? Etwa Musikstücke oder gar Lieder?
Hat Mozart auch "songs" geschrieben?
Mir neu...! Ach, ach!
...weshalb es z.B. den Bürgern der Schweiz erlaubt ist, "illegal" urheberrechtlich geschützte (Musik)Dateien aus dem Internet herunterzuladen.
Nach welchem Recht wird da gemessen bzw. wie illegal ist das Herunterladen denn nun tatsächlich...?
... würde sie vielleicht auch mal jemand ernstnehmen. So, mit der Pauschalannahme, dass der grösste Teil getauschten Inhalts ansonsten gekauft würde machen die sich nur lächerlich.
Genauso wie der Bitkom, dessen Mitglieder die Hauptprofiteure des durch Tauschbörsen beflügelten IT und Technik Konsums sind. DVD-Brenner und fette Breitbandverbindungen werden von Konsumenten nunmal primär für Privatkopien genutzt.
Nein, das einzige was die, mittlerweile rein parasitären, Mainstream Musik-Industrie retten kann ist sie selbst. Inhalte und Vertriebsmodelle die Konsumenten dazu bewegen freiwillig ihr Geld für Musik-Produkte auszugeben. Und nicht für SMS, Klingeltöne, DVDs, Konsolenspiele oder Klamotten, um nur mal einige der Hauptkonkurrenten um des Käufers Gunst zu nennen. Seine Kunden verklagen hilft da eher wenig ...
...überrascht die Unternehmen, Künstler und Verbände wohl wären, wenn nicht mehr Illegal runtergeladen würde und dennoch die Zahl der Kinobesucher, der Softwarekäufer und der legalen Musikdownloader stagnieren würde.
Es ist doch so, dass illegale Downloads vor allem dazu führen, dass sich die Leute Musik runterladen, für die sie sonst niemals Geld bezahlen würden. Durch die gegebenen Möglichkeiten wird, wenn man ein Lied im Radio hört, gerne mal gleich das ganze Album des Künstlers runtergeladen. Nach anschließendem einmaligen durchhören werden die Dateien nie wieder beachtet, geschweige denn gehört. Die Musikindustrie sollte nicht davon ausgehen, dass ein Stopp der Illegalen Downloads drastische Umsatz- oder gar Gewinnsteigerungen nach sich zieht. Zumal der Kampf gegen illegale Downloads nicht umsonst ist und nur deswegen gefochten werden muss, weil die Musikindustrie gepennt hat und nicht rechtzeitig einen Plan zur Nutzung des Internets für Ihre Bedürfnisse erstellt hat (damit meine ich nicht Online-Shops zum CD-Kauf)
Vielmehr würden die Leute weiterhin nur für Musik bezahlen, die sie gern hören. So wie jetzt auch.