Liebe Telekommitarbeiter!
Bei Euch stimmt das Lohn-Leistungsverhältnis schon lange nicht mehr, daher auch der schlechte Ruf Eures Unternehmens. Und so wandern in unserer Geiz-ist- geil-Gesellschaft die Kunden halt zu anderen Anbietern ab, das habe ich auch getan.
Da Ihr zudem Euren Beamtenapparat mit 25 000 Mann auch noch durchschleppen müßt, kann Eure Firmenleitung nur die Notbremse ziehen. Und wenn Ihr das nicht einseht, dann seid Ihr bald Euren Job los, so einfach ist das.
Die Prämisse kann also nur sein: weniger Geld und mehr Arbeit und vor allem gute Arbeit oder Bankrott Eurer Firma.
Und tröstet Euch, Eure Aktonäre haben durch Eure schlechte Arbeitsmoral schon große Teile ihres Vermögens verloren.
Egon Soppe
Das Problem ist hausgemacht. Als Monopolist hat die T den Markt dominiert und hat aberwitzige Gehälter gezahlt. Zum Vergleich: die 40.000 EUR, die ein Call-Center Agent bei T verdient sind mehr, als viele Einstiegsgehälter für "gute" (Note) Akademiker aus den "Geldscheffel-Fächern" BWL, VWL, Jura- und die haben vorher 4-6 Jahre studiert, Gebühren dafür gezahlt etc. pp.
Dafür kann man natürlich nicht die Mitarbeiter verantwortlich machen und einen gewissen Bestandsschutz kann und sollte man auch niemandem verwehren, aber es kann auf der anderen Seite auch nicht sein, dass ein Unternehmen verpflichtet wird, immer nur mehr zu bezahlen.
Das ist ein grundsätzliches Problem in D: es geht immer nur aufwärts, maximal seitwärts. Gehalt runter gibt es nicht, woanders ist das selbstverständlich. Wenn die Preise fallen, dann sinkt eben auch mein Gehalt.
Zum Glück hält sich der Staat aus der Diskussion großteils raus. Vor allem haben die Politiker erkannt, dass die Einsparungen mehr als notwendig sind. Sonst macht die Telekom in 2 Jahren Milliardenverluste und dann werden mehr Leute entlassen.
Aber solange die Gewerkschaft ihre 'idiotische' Politik verteidigen kann 'hohe Löhne für Leute die Arbeit haben, die anderen bleiben halt arbeitslos' ist die Welt ja in Ordnung.
Ich kann nur so viel sagen: Der Begriff der Erpressung ist kompletter Non-sense: das Vorgehen ist mit deutschem Recht vereinbar und jeder der so etwas als Erpressung bezeichnet braucht wohl eine ordentliche Portion an Rechtskunde.
Die Angestellten bei der Telekom leisten schlechte Arbeit. Halten Versprechen nicht, fühlen sich für nichts verantwortlich.
Ich weiß nicht, wieso sie nicht froh sind, dass die angepeilte Lohnkürzung so niedrig ist?
Da sich keiner von denen einsetzt, Felxibilität zeigt, die Kenntnisse und Fähigkeiten über den Tellerrand hinaus einzusetzen, muss Personal abgebaut werden, da ja auch ein paar Mio Kunden weg sind und das dieses Mal nicht durch Preisteigerungen kompensiert werden kann.
ERWACHET! Tut was fürs Geld, dann wird es auch was. Ich bin mir sicher, dass (den Willen der Arbeitnehmer unterstellt) durch neue Geschäftsfelder die Telekom weiter wachsen kann.
Er hat schließlich bewusst die Grundlagen für die erdrutschartigen Verluste an Kundschaft an die Konkurrenz zu verantworten, drückt sich vor dieser Verantwortung aber, in dem er ihm die nun überflüssigen Beamten nicht abnimmt - und wieder stehen andere als die Bösen da.
Wenn man will, dass Wettbewerb ins Spiel kommt, muss man dem Monopolisten Wettbewerbsanteile abnehmen - danach haben auch alle geschrien. Dass aber ein Mitbewerber deutlich weniger Arbeitskräfte braucht (schließlich hat er ja deutlich weniger Kunden, die Abwanderung ist ja sehr deutlich in den Millionen, und das ist die größte Kundenabwanderung von der ich je gehört habe), ist da auch kein Wunder.
Wer a sagt, muss auch b sagen, und hoffen dass die günstigeren Mitbewerber für die nun vom Staat und uns allen überflüssig gemachten Arbeitskräfte auch ausreichend viele Stellen schaffen, wovon bei der von uns allen geforderten Effizienzsteigerung (Hand aufs Herz: wer guckt beim Anschluss nicht auf den Preis?) leider nicht auszugehen ist.
Allerdings ist es gut möglich, dass die momentan sehr rund laufende Konjunktur das Ganze auffangen kann, wenn schon nicht die Brache allein...
Ich frag mich ja, mit welchem Recht Telekommitarbeiter für sich einfordern, anders von "ihrem" Konzern behandelt zu werden als Telekomkunden. Die bekommen doch auch immer weniger Leistung - da beschwert sich von den "Telekomikern" doch auch keiner.
Unternehmenskultur kann nicht nur in Richtung der Kunden gelebt werden. Und wenn ich als MItarbeiter akzeptiere, daß meine Kunden mit wenig Respekt behandelt werden, indem ich als Mitarbeiter in diesem System mitmache, warum sollte sich dann irgendjemand dafür stark machen, daß ich auch noch Lohnerhöhung, Arbeitsplatzsicherheit etc. durchgesetzt bekomme? Die Telekom bemüht sich nun mal nach Kräften, ihren Kundenbestand durch schlechten Service und überteuerte Leistungen zu schmälern, wo sie nur kann. Da bleibt es nicht aus, dass auch die Anzahl der nötigen Mitarbeiter angepasst werden muß - wie sollen sonst immer neue Prachtbauten und konstant steigende Management-Gehälter finanziert werden?
Liebe Telekom-Mitarbeiter, auch wenn das sehr zynisch klingen mag, ihr habt Euch Euer Grab selbst gegraben.
Anscheinend gehören neuerdings Erpressung und Nötigung zum Instrumentarium Sattelbergers bei Tarifauseinandersetzungen.