
In diesem Artikel:
"Daher hat Google konsequent und richtig gehandelt: 1,65 Milliarden Dollar (in Aktien) für eine Online-Gemeinschaft zu zahlen, die noch keinen Gewinn erzielt,
klingt zwar auf den ersten Blick
nach einer zweiten Internetblase, ist es aber angesichts der Dynamik der Online-Gemeinschaft nicht."
Ist es nicht, das kann man sogar mit den Augen hören.

Ist ja toll, wenn man mit einer Akquisition seinen Börsenkurs so steigert, dass die Akquisitionskosten schon damit wieder verdient werden. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass der der Börsenkurs mindestens genausso schnell wieder abstürzen kann, wenn man bemerkt, dass Leistung und Gegenleistung in einem krassen Missverhältnis standen. Wie will man die Kapitalkosten in Höhe von 1,65 MRD USD wieder verdienen? Indem man den Zahnspangenträgern bei YouTube, die dort Cola-Flaschen mit Bonbons füllen oder über ihre pubertären Probleme faseln, mit Werbung für Lebensversicherungen oder Türkei-Urlaube bombadiert? Netzwerkeffekte mit 60 Mio neuen Mitgliedern innerhalb von nur 15 Monaten sind beeindruckend. Diese Mitglieder können jedoch ganz schnell wieder woanders sein, wenn es dort was besseres gibt (siehe Napster). Die Kapitalkosten aber bleiben.