Verdi sorgt sich um Telekom

Auslagerung von bis zu 60.000 Stellen befürchtet

Verdi fürchtet ungewisse Zukunft für 60.000 Mitarbeiter

Verdi fürchtet ungewisse Zukunft für 60.000 Mitarbeiter

22. Februar 2007 Die Deutsche Telekom will ihre Personalkosten senken und dazu nach Gewerkschaftsangaben deutlich mehr Beschäftigte zu ausgegliederten Tochterfirmen verlagern als bislang bekannt. „Das könnte sich in Richtung 60.000 Mitarbeiter entwickeln“, sagte der Gewerkschafter und T-Mobile-Aufsichtsratsvize Ado Wilhelm am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Bisher hatte Telekom-Chef Rene Obermann von einer Verlagerung von mindestens 45.000 Service-Mitarbeitern in konzerneigene Gesellschaften gesprochen.

Ein Großteil der nun ebenfalls betroffenen Beschäftigten entfällt nach Wilhelms Angaben auf organisatorische und verwaltende Bereiche von Service und Technik. Bisher sei nur davon die Rede gewesen, dass es Mitarbeiter mit Kundenkontakt treffen soll - also Hausbesuche machende Techniker oder Callcenter-Mitarbeiter.

Kundenservice von T-Mobile auch gefährdet

Zudem will die Telekom nach Wilhelms Angaben den gesamten Kundenservice der Mobilfunktochter T-Mobile mit 2700 Beschäftigten ausgliedern. Das habe der für Service zuständige Telekom-Vorstand Timotheus Höttges den Mitarbeitern in einer E-Mail mitgeteilt. Hinzu komme nun eine Auslagerung der beiden Call-Center der Internetsparte T-Online in Kiel und Oldenburg mit insgesamt 700 Beschäftigten.

Am Mittag wollten Wilhelm sowie der Verdi-Bundesvorstand Telekom-Aufsichtsratsvize Lothar Schröder zu den Telekom-Plänen Stellung nehmen. Die Telekom war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Text: Reuters
Bildmaterial: ddp

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