StudiVZ: 80 Prozent der Nutzer haben den neuen Werberegeln zugestimmt

Selbstdarstellung im Netz

Ich zeige alles von mir

Name, Beruf, Hobbys: Viele Menschen geben in Online-Gemeinschaften einfach alles preis. Und die Werbeindustrie freut sich. Denn ihre Reklame greift gezielt auf Informationen im Profil zurück. Doch kaum jemand regt sich darüber auf. Von Patrick Bernau

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Januar 2008 21:48

Nicht alles geht

Patrick Bernau (FAZ-bern)

Lieber Herr Schmolk,

die Nutzer können zwar bei der Anzeige der Datenschutz-Bedingungen manches wieder verbieten, aber längst nicht alles, was die neuen Geschäftsbedingungen erlauben.

Beste Grüße

Patrick Bernau

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14. Januar 2008 18:13

Selbstschutz möglich

Stefan Laß (Lass77)

Es gibt einen leichten Weg, an den Netzwerken teilzunehmen und trotzdem seine Anonymität zu wahren. Man verschlüsselt seinen Namen oder wählt einen Spitznamen, den nur die Freunde kennen.
Aus Thorsten Müller wird dann ThoMü oder T. Mü. oder Txxxx Mxxxx
Oder einfach Bierfreund87.
Bei StudiVZ macht dies inzwischen die halbe Community so. Als Personaler eines Unternehmens oder als Versicherer den Betroffenen zu finden, ist dann sehr schwieríg.
Bei Xing macht dies natürlich keinen Sinn, da man ja gerade gefunden werden will. Hier ist der Exhibitionismus aber auch nicht so ausgeprägt wie bei StudiVZ.

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14. Januar 2008 16:04

Selbstschutz möglich

Matthias Edel (m.edel)

Bezüglich des letzten Absatzes: StudiVZ erlaubt es sein Profil nur für Freunde sichtbar zu machen, heißt nur eingeladene Personen hab Einsicht in Gruppen wie „Ich hasse Sex im Schlafzimmer“. Wer seinen Chef einlädt hat ein etwas unangenehmes Gespräch am nächsten Tag wohl verdient...

Werbung: Wollen wir doch einmal ehrlich sein, Werbung im Internet ist unvermeidlich, wie sollten sich kostenlose Dienste wie Wikipedia oder StudiVZ denn sonst finanzieren. Und wenn ich schon Werbung sehen muss, dann ist es doch um so besser, wenn diese speziel auf mich zugeschnitten ist und ich ab und an mal ein wirklich interessantes Angebot finde.
Denken Sie einfach an die Papier-Werbung in Ihrem Briefkasten: 80-90% werfen Sie ungelesen weg und die letzten 10% sind eventuell von Interesse. Wenn Sie jetzt nur noch diese 10% von vornherein bekommen würden wären alle glücklicher, vom Werbenden der damit seine Zielgruppe besser ereicht über den Austräger bis hin zu Ihnen, der nach einer Woche Urlaub seine Briefe bei der nächsten Poststelle abholen darf weil kein Platz mehr im Briefkasten war vor lauter sinnloser Werbung.

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