Offerte abgelehnt

Yahoo gibt Microsoft einen Korb

Yahoo lehnt Offerte ab

Yahoo lehnt Offerte ab

11. Februar 2008 Der Internetkonzern Yahoo hat das milliardenschwere Übernahmeangebot des Software-Giganten Microsoft offiziell zurückgewiesen. Die Offerte im Wert von 42 Milliarden Dollar bewerte das Unternehmen als deutlich zu niedrig und daher nicht im besten Sinne für die Aktionäre, erklärte Yahoo am Montag. Das Management werde weiterhin alle strategischen Optionen prüfen. Die Anleger nahmen die Nachricht positiv auf: Der Aktienkurs von Yahoo legte etwa 1,7 Prozent zu. Dagegen verloren Microsoft-Papiere knapp zwei Prozent an Wert.

Microsoft hatte Anfang Februar erklärt, Yahoo für ursprünglich 45 Milliarden Dollar kaufen zu wollen. Da die Offerte zur Hälfte aus Aktien besteht und der Kurs des Software-Riesens seitdem gefallen ist, beläuft sich das Angebot mittlerweile nur noch auf knapp 42 Milliarden Dollar. Microsoft will mit der Übernahme im Internet-Geschäft Boden zum Marktführer Google gutmachen. Es wäre die bislang größte Fusion zweier Computertechnologie-Konzerne.

Die Abwehrfront zeigt erste Risse

Das letzte Wort über das Angebot haben aber die Yahoo-Aktionäre - und dort zeigt die Abwehrfront schon erste Risse. So sprach sich eine Aktionärsgruppe am Wochenende erstmals öffentlich gegen die ablehnende Haltung der Unternehmensführung aus. „Wir wollen nicht, dass Yahoo unter dem derzeitigen Direktorium und Management unabhängig bleibt“, schrieb am Sonntag der Leiter der Organisation Yahoo Plan B, Eric Jackson, in seinem Blog.

Zu der Gruppe gehören 100 derzeitige und ehemalige Yahoo-Beschäftigte, die zusammen 2,1 Millionen der insgesamt 1,4 Milliarden Aktien des Konzerns halten. Jackson kritisierte, dass Firmenchef Terry Semel zu wenig unternehme, um den Aktienkurs zu steigern.

Um eine Übernahme durch Microsoft zu verhindern, will Yahoo die in der Vergangenheit gescheiterten Fusionsgespräche mit der Onlinetochter des Time-Warner-Konzerns AOL nun wieder aufnehmen, wie die britische „Times“ am Montag ohne Quellenangabe berichtete. Der Suchmaschinenbetreiber erwäge auch Allianzen mit Google und Disney, um die Offerte des weltgrößten Softwareherstellers abzuwehren.

Text: Reuters
Bildmaterial: REUTERS

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
Verlagsinformation

Bleiben Sie pausenlos informiert. Mit den RSS-Services von FAZ.NET behalten Sie alle Nachrichten stets im Blick. Alle Informationen unter www.faz.net/rss-service

09.11.2009 | 11:24
Name Kurs in %
DAX 5.566,20 +1,42%
TecDAX 758,73 +1,19%
MDAX 7.206,96 +1,73%
SDAX 3.492,49 +0,79%
REX 372,70 −0,02%
Eurostoxx 50 2.833,69 +1,41%
Dow Jones 10.023,40 +0,17%
Nasdaq 100 1.730,76 +0,56%
S&P500 1.069,30 +0,25%
Nikkei225 9.808,99 +0,20%
EUR/USD 1,4996 +0,83%
Rohöl Brent Crude 77,08 $ +0,80%
Gold 1.096,75 $ +0,71%
Bund Future 120,94 € +0,07%
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche